Gold: Panik nach US-Jobdaten
Goldpreis bricht ein. Warum sich Gold-Anleger jetzt vor Mittwoch fürchten
Das war ein Tiefschlag für Gold! Der US-Arbeitsmarktbericht für Mai schürte Zinsängste. Die Anleiherenditen stiegen kräftig an. Der US-Dollar erholte sich. Der Goldpreis rauschte hingegen bergab.
- US-Arbeitsmarkt stark, Renditen und Dollar steigen
- Goldpreis stürzt, ETFs melden verstärkte Abflüsse
- Kurzfristig Gefahr durch US-Verbraucherpreise Mittwoch
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Goldpreisentwicklung aktuell – US-Arbeitsmarktbericht bringt Edelmetall ins Taumeln
Man kann es drehen und wenden, wie man möchte, doch es bleibt dabei – der US-Arbeitsmarkt für Mai strotzte vor Kraft. Dabei war es vor allem die Zahl der neugeschaffenen Stellen exLandwirtschaft, die beeindruckte. Doch auch die Entwicklung der Stundenlöhne im Mai hob nicht sonderlich die Stimmung im Edelmetallbereich und befeuerte die Zinsängste.
Entsprechend legten Anleiherenditen zu und die Erholung des US-Dollars nahm Fahrt auf. Für Gold, Silber & Co. wurde die Luft daraufhin dünn. Die Edelmetalle gerieten massiv unter Druck. So taumelte der Goldpreis in Richtung 4.300 US-Dollar. Doch auch die Aktienmärkte mussten Federn lassen. Dax, Dow Jones Ind. und Nasdaq 100 verzeichneten veritable Kursverluste.
Den Märkten – und hier insbesondere Gold und Silber – steht ein heikler Wochenauftakt bevor. Doch nicht nur dieser mahnt zu Vorsicht. Der Mittwoch wirft bereits seine Schatten voraus und baut eine imposante Drohkulisse auf.
Anleiherenditen und US-Dollar-Index obenauf – Goldpreis unter Druck
Der US-Arbeitsmarktbericht verfehlte seine Wirkung nicht. Nach dessen Veröffentlichung schwangen sich die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen über die eminent wichtige Marke von 4,5 Prozent. Damit öffnete sich zum Leidwesen von Gold die Tür in Richtung 4,7 Prozent. Doch damit nicht genug: Der US-Dollar bekam am Devisenmarkt Oberwasser. So übersprang der wichtige US-Dollar-Index die Marke von 100 Punkten. Die untere Trendwende könnte damit vor ihrem Ende stehen. Eine kräftige Erholung des Greenbacks wäre jetzt nicht unbedingt das lauschigste Szenario für Gold.
Gold-ETF-Investoren ziehen Reißleine
Während der zurückliegenden Goldpreisrallye konnte man sich auf zwei Dinge verlassen – die Gold-Käufe der Zentralbanken und die Käufe der physisch besicherten Gold-ETFs.
Letztere Säule bekommt nun immer mehr Risse. Die Bestandsentwicklung der SPDR Gold Shares dient uns an dieser Stelle immer mal wieder als rudimentärer Indikator, um die Stimmung im Goldsektor zu erfassen. In den letzten Wochen verzeichnete der SPDR Gold Shares als weltgrößter physisch besicherter Gold-ETF mehr oder weniger konstante Abflüsse. Das Tempo der Abflüsse war bislang moderat. Doch in den letzten Tagen kam Schwung in die Entwicklung. Die Bestände sanken deutlicher. Sollte sich der Trend manifestieren, wäre das auf kurze Sicht ein weiteres Warnsignal für Gold bzw. für den Goldpreis.
Fazit - Warum sich Gold-Anleger jetzt vor Mittwoch fürchten
Der Goldpreis geriet am Freitag massiv unter Druck. Das „rettende Ufer“ – der Preisbereich um 4.500 US-Dollar – ist in weite Ferne gerückt. Die Wucht und die Vehemenz des Rücksetzers lassen für den Wochenbeginn nicht viel Gutes erwarten. Ein Test der Zone 4.100 US-Dollar / 4.000 US-Dollar sollte nicht überraschen und dürfte vor allem von antizyklisch agierenden Investoren durchaus wohlwollend erwartet werden, sind die übergeordneten Perspektiven für Gold mit einem übergeordneten Preisziel von 6.000 US-Dollar doch unverändert exzellent.
Kurzfristig könnte es allerdings ruppig werden. Vor allem vom Mittwoch geht eine gewisse Gefahr für die kurzfristige Goldpreisentwicklung aus, werden doch die eminent wichtigen US-Verbraucherpreise für Mai veröffentlicht. Am Donnerstag folgen die US-Erzeugerpreisdaten. Kurzum: In den nächsten Tagen wird sich zeigen, wie nachhaltig die Preiskorrektur bei Gold ist.
Die Aktienkurse der Goldproduzenten strauchelten zuletzt gewaltig. Barrick Mining, Newmont Corp., Agnico Eagle Mines oder aber Kinross Gold könnten in den nächsten Tagen interessante Kursniveaus ansteuern – das Zeitfenster für antizyklische Kaufgelegenheiten öffnet sich...
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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