Small-Cap-Moment der Woche
+17% nach der Depression
Nach Veröffentlichung der Jahreszahlen stieg die Aktie um 17 %.
+17% nach der Depression 📈
Seit Jahresbeginn hat die Fabasoft-Aktie rund 27% an Wert verloren. Der Grund ist kein operativer Einbruch, sondern ein Marktnarrativ: „AI eats Software." Seit Anfang Februar stehen Software-Aktien pauschal unter Druck – mit dem Verdacht, dass generative KI traditionelle Softwaremodelle obsolet macht und Budgets umverteilt. Wer bei Fabasoft genauer hinschaut, stellt fest: Dieses Narrativ trifft hier schlicht nicht zu. Die Zahlen erzählen eine fundamental andere Geschichte. Nach Veröffentlichung der Jahreszahlen stieg die Aktie um 17 %.
📊 𝗥𝗲𝗰𝘂𝗿𝗿𝗶𝗻𝗴 𝗥𝗲𝘃𝗲𝗻𝘂𝗲𝘀 𝘄𝗮𝗰𝗵𝘀𝗲𝗻 𝘇𝘄𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝗶𝗴 – 𝗟𝗶𝘇𝗲𝗻𝘇𝗲𝗻 𝗼𝗵𝗻𝗲𝗵𝗶𝗻 𝗯𝗲𝗱𝗲𝘂𝘁𝘂𝗻𝗴𝘀𝗹𝗼𝘀
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/2026 steigerte Fabasoft den Umsatz auf 90 Mio. Euro (+3,7%) und das EBIT auf 15,7 Mio. Euro (+17,8%). Der entscheidende Blick gilt dem Umsatzsplit: Die wiederkehrenden Umsätze – Subscription- und Cloud-Nutzungsgebühren – wuchsen um 12,5% auf 54,9 Mio. Euro und machen inzwischen 61,0% des Gesamtumsatzes aus. Die klassischen Lizenzumsätze, die tatsächlich unter Druck stehen, sind bei Fabasoft auf unter 1% des Umsatzes geschrumpft. Das Unternehmen hat den Umbau zum SaaS-Modell faktisch abgeschlossen. Genau dieser Übergang ist es, den der Markt eigentlich honorieren müsste – und gerade bestraft.
🧠 𝗙𝗮𝗯𝗮𝘀𝗽𝗵𝗲𝗿𝗲: 𝗘𝘂𝗿𝗼𝗽ä𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝘀 𝗞𝗜-Ö𝗸𝗼𝘀𝘆𝘀𝘁𝗲𝗺 𝗺𝗶𝘁 𝘀𝘁𝗿𝘂𝗸𝘁𝘂𝗿𝗲𝗹𝗹𝗲𝗺 𝗕𝘂𝗿𝗴𝗴𝗿𝗮𝗯𝗲𝗻
Fabasoft positioniert sich mit der „Fabasphere" als europäisches KI-Ökosystem für dokumentenintensive Geschäftsprozesse – Cloud-nativ, Datenhaltung ausschließlich in der EU und Schweiz, BSI C5- und SOC 2-zertifiziert. In einem Umfeld, in dem Unternehmen und Behörden digitale Souveränität einfordern und Abhängigkeiten von US-Hyperscalern reduzieren wollen, ist das kein Nischenthema, sondern ein struktureller Wettbewerbsvorteil. F&E-Quote: rund 29 % des Umsatzes. Platz 1 im EY Innovation Index Österreich 2025.
💰 𝗗𝗶𝗲 𝗕𝗲𝘄𝗲𝗿𝘁𝘂𝗻𝗴: 𝗘𝗩/𝗘𝗕𝗜𝗧𝗗𝗔 𝘃𝗼𝗻 𝟰,𝟲𝘅
Börsenwert 145,1 Mio. Euro, Nettocash 31,2 Mio. Euro, Enterprise Value damit 113,9 Mio. Euro – bei einem erwarteten EBITDA von 24,5 Mio. Euro in diesem Geschäftsjahr. Das entspricht einem EV/EBITDA von 4,6x. Für ein profitables, wachsendes SaaS-Unternehmen mit über 60 % wiederkehrenden Umsätzen eine historisch niedrige Bewertung.
𝙈𝙚𝙞𝙣 𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩:
Fabasoft zeigt, wie gefährlich pauschales Narrativ-Investing ist. Wer Software verkauft hat, weil KI Software bedroht, hat ein Unternehmen abgestraft, das seinen Umbau zum SaaS-Modell längst abgeschlossen hat – mit zweistellig wachsenden Recurring Revenues, steigenden Margen und einer Bilanz voller Nettocash. Der Markt korrigiert das gerade. 17 % an einem Tag sprechen eine deutliche Sprache.
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