Asien-Rallye kippt
Tech-Ausverkauf bei SoftBank, Samsung und TSMC belastet KI-Boom
Der globale KI-Boom zeigt erste Risse, nachdem ein heftiger Ausverkauf asiatische Tech-Giganten und Chipwerte erschüttert hat.
- Asiatischer Ausverkauf trifft Tech-Giganten und Chips
- Zweifel am KI-Boom durch massive Neubewertungen
- Geopolitische Risiken treiben Anleger aus Techsektoren
- Report: Achtung, Korrektur!
Die Euphorie rund um Künstliche Intelligenz gerät an den asiatischen Börsen abrupt ins Wanken und lässt Technologieaktien am Montag fallen. Besonders hart traf es Schwergewichte wie SoftBank, Samsung Electronics und TSMC.
Tech-Schwergewichte rutschen deutlich ab
Der japanische Technologiekonzern SoftBank Group brach um 7,5 Prozent ein und gehörte damit zu den größten Verlierern im asiatischen Handel. Auch die japanische Tech-Aktie Tokyo Electron verlor 6,7 Prozent, während Chiptest-Spezialist Advantest 5 Prozent nachgab.
Besonders belastet wurde auch der südkoreanische Aktienmarkt. Samsung Electronics verlor 5 Prozent, während Speicherchip-Hersteller SK Hynix 2 Prozent einbüßte. Da beide Unternehmen gemeinsam mehr als 40 Prozent des südkoreanischen Leitindex Kospi ausmachen, sackte dieser zeitweise um bis zu 8 Prozent ab.
Auch Taiwans Tech-Sektor blieb von der Verkaufswelle nicht verschont. Der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter, Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), verlor 2,1 Prozent. Foxconn fiel sogar um mehr als 5 Prozent.
Zweifel an KI-Boom wachsen
Marktteilnehmer hatten in den vergangenen Quartalen massiv auf Unternehmen gesetzt, die von der Nachfrage nach KI-Chips, Servern und Cloud-Infrastruktur profitieren. Dadurch hatten Technologieunternehmen in den vergangenen Monaten extreme Bewertungsanstiege erlebt, obwohl fundamentale Ertragssteigerungen teilweise noch hinter den Erwartungen zurückblieben.
Der Abverkauf verstärkte die Sorgen, dass die globale KI-Rallye an Dynamik verlieren könnte. Analysten sprechen von einer der schärfsten Korrekturen innerhalb des KI-Sektors seit Beginn des aktuellen Technologiebooms.
Geopolitische Risiken verschärfen Nervosität
Zusätzlich belastet wurde die Stimmung an den asiatischen Märkten durch geopolitische Spannungen. Eine erneute Eskalation im Iran-Krieg verstärkte die Sorge, dass sich der Konflikt weiter ausweiten könnte.
Die Unsicherheit sorgte dafür, dass Anleger verstärkt Risikoanlagen mieden und Kapital aus wachstumsstarken Technologiesektoren abzogen.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

