Negativrekord egal
Saylor vor neuem Bitcoin-Kauf trotz zweistelligem Milliardenloch bei Strategy
Trotz Verlusten von 11,7 Milliarden US-Dollar bei Strategy infolge des Bitcoin-Crashs deutet Michael Saylor den nächsten Bitcoin-Kauf an.
- Strategy sitzt auf 11,7 Milliarden US-Dollar Verlust
- Saylor deutet weiteren milliardenschweren Kauf an
- STRC Dividenden belasten Barreserven stark
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Während der Bitcoin-Kurs Montagfrüh weiterhin unter 63.000 US-Dollar notiert, sorgt Strategy-Firmengründer Michael Saylor erneut für Aufsehen. Mit einem Beitrag auf der Plattform X deutete der Executive Chairman des Unternehmens am Sonntag einen weiteren milliardenschweren Bitcoin-Kauf an – obwohl Strategy inzwischen tief in den roten Zahlen steckt.
"Guter Zeitpunkt, mehr Punkte hinzuzufügen", schrieb Saylor zu einem bekannten Chart, der die bisherigen Bitcoin-Käufe des Unternehmens visualisiert. Historisch betrachtet gingen solche Posts immer einer neuen Kaufmeldung voraus.
Neuer Negativrekord: Strategy sitzt auf Milliardenverlusten
Die Zahlen hinter der Bitcoin-Wette des Unternehmens lesen sich inzwischen alarmierend. Laut der jüngsten Offenlegung hielt Strategy zum 31. Mai insgesamt 843.706 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.699 US-Dollar. Beim aktuellen Marktpreis von rund 61.900 US-Dollar entspricht das einem Portfoliowert von etwa 52,2 Milliarden US-Dollar.
Damit summiert sich der nicht realisierte Verlust mittlerweile auf rund 11,7 Milliarden US-Dollar. Die Position liegt damit fast 18 Prozent unter Wasser – ein Tiefpunkt für das Unternehmen und der bislang größte Buchverlust seit Beginn der aggressiven Bitcoin-Strategie.
Über Monate hinweg hatte der fallende Bitcoin-Kurs die Bilanz von Strategy immer stärker belastet. Doch Kritik an seiner Bitcoin-Strategie wies Michael Saylor stets zurück.
Dividendenfalle STRC: Wird die Vorzugsaktie zum Problem?
Besonders kritisch sehen Analysten inzwischen die Finanzierungslage rund um die STRC-Vorzugsaktie. Die Erlöse aus dem jüngsten Bitcoin-Verkauf sollen direkt zur Finanzierung der Dividendenzahlungen genutzt werden.
"Sie müssen jetzt jedes Jahr knapp 1,7 Milliarden US-Dollar an Dividenden in bar auszahlen – und das als Firma, die operativ kaum Kohle einnimmt", warnt Martin Leinweber vom Indexanbieter MarketVector gegenüber BTC-ECHO.
Die Situation könnte sich weiter zuspitzen. Strategy verfolgt bei der STRC-Vorzugsaktie einen Zielkurs von 100 US-Dollar. Der Marktpreis liegt aktuell jedoch nur noch bei 96 US-Dollar. Um das Papier attraktiver zu machen, erhöht das Unternehmen in solchen Fällen üblicherweise die Dividendenrendite. Für Strategy bedeutet das steigende Finanzierungskosten.
Kapitalreserven schmelzen dahin
Auch die Barreserven des Unternehmens gehen sichtbar zurück. Zum 31. Mai verfügte Strategy noch über rund 900 Millionen US-Dollar liquide Mittel. Vor dem Rückkauf von Wandelanleihen im Umfang von 1,5 Milliarden US-Dollar hatte die Reserve noch bei etwa 2 Milliarden US-Dollar gelegen.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

