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Bitcoin-Absturz als Kaufchance: Experte erwartet Jahresendrallye
Trotz des heftigen Krypto-Abverkaufs sieht VanEck großes Potenzial für Bitcoin und erwartet zum Jahresende eine mögliche Trendwende.
- VanEck sieht Potenzial für Bitcoin zum Jahresende
- Makrobelastungen und steigende Renditen drücken Bitcoin
- Zentralbanken und Staatsfonds kaufen zunehmend Bitcoin
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Bitcoin fiel in der letzten Woche zwischenzeitlich unter die Marke von 60.000 US-Dollar und markierte damit erstmals seit Oktober 2024 wieder Kurse im Bereich der 50.000er-Zone.
Matthew Sigel, Leiter der Digital-Asset-Research-Abteilung beim Vermögensverwalter VanEck, bleibt trotz des massiven Ausverkaufs bullish. "Das vierte Quartal sieht für uns nach einer Phase aus, in der man vollständig investiert sein sollte", sagte Sigel gegenüber CNBC. Er verwies dabei auf den historischen Vierjahreszyklus von Bitcoin sowie die weiter zunehmende institutionelle Akzeptanz der Kryptowährung.
Bitcoin notiert Montagmittag bei 63.374 US-Dollar und liegt damit auf 24-Stunden-Sicht mit 1,44 Prozent im Plus. Auf Wochensicht bleibt jedoch ein Minus von 13,2 Prozent bestehen. Vom bisherigen Allzeithoch ist die Kryptowährung inzwischen mehr als 50 Prozent entfernt.
makroökonomischen Belastungen
Sigel macht für die Schwächephase vor allem makroökonomische Faktoren verantwortlich. Ausschlaggebend sei insbesondere ein stärker als erwarteter US-Arbeitsmarktbericht gewesen, der die Erwartungen an länger hohe Zinsen verstärkt habe.
"Das treibt die Renditen nach oben und zwingt Investoren dazu, die Diskontierungsraten für sämtliche Wachstumswerte neu zu bewerten", erklärte Sigel.
Steigende Renditen an den Anleihemärkten gelten traditionell als Belastungsfaktor für risikoreiche Anlageklassen wie Technologieaktien und Kryptowährungen. Anleger schichten in solchen Phasen häufig Kapital in sicherere oder renditestärkere Anlageformen um.
KI wird zur Konkurrenz für Krypto
Neben den makroökonomischen Belastungen sieht Sigel noch einen weiteren entscheidenden Faktor für die aktuelle Schwäche am Kryptomarkt: den Boom rund um Künstliche Intelligenz.
Laut dem VanEck-Strategen konkurriert die KI-Branche inzwischen direkt mit Kryptowährungen um Kapital und Aufmerksamkeit der Investoren.
Für Sigel ist dies ein Zeichen dafür, dass sich Kapital derzeit verstärkt in Richtung KI-Sektor bewegt. "Das ist die Phase des Marktes, in der die schwachen Hände Bitcoin verkaufen und der KI hinterherlaufen", sagte er.
Zentralbanken und Staatsfonds kaufen Bitcoin
Zusätzlich kaufen laut Sigel inzwischen zwei Zentralbanken sowie mehrere Staatsfonds aktiv Bitcoin. Namen nannte er zwar nicht, die Aussage unterstreicht jedoch die zunehmende Rolle staatlicher Akteure im Kryptomarkt.
Hoffnung auf starkes Jahresende
Historisch betrachtet zählt das vierte Quartal häufig zu den stärksten Phasen für Bitcoin. Marktanalysten verweisen regelmäßig auf die zyklischen Bewegungen nach sogenannten Halving-Ereignissen, bei denen die Belohnung für Bitcoin-Miner halbiert wird.
Auch Sigel orientiert sich an diesem Muster. Trotz der aktuellen Schwächephase sieht er die laufende Korrektur daher eher als Bereinigung denn als Beginn eines langfristigen Bärenmarktes.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Bitcoin wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,03 % und einem Kurs von 63.332USD auf CryptoCompare Index (08. Juni 2026, 12:16 Uhr) gehandelt.

