ROUNDUP 2

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    Israel und Iran greifen sich erstmals seit seit Monaten an

    Für Sie zusammengefasst
    • Iran und Israel beschießen sich mit Raketen
    • Israel attackierte wichtige iranische Militärziele
    • Iran erklärte später die Angriffe für beendet
    ROUNDUP 2 - Israel und Iran greifen sich erstmals seit seit Monaten an

    TEL AVIV/TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran und Israel haben sich erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im April wieder gegenseitig mit heftigen Angriffen überzogen. Israel begann in der Nacht mit Gegenangriffen auf den Iran, nachdem dieser das Land wieder mit Raketen beschossen hatte. Der Iran kündigte am Nachmittag an, die Angriffe wieder einzustellen.

    Zuvor drohten die Kampfhandlungen die Hoffnungen auf eine von US-Präsident Donald Trump angestrebte Vereinbarung zur Beilegung des Konflikts in der Region zunichtezumachen. Trump selbst bestand in mehreren Posts jedoch darauf, dass weiter an einer baldigen Lösung des Konflikts gearbeitet werde.

    Israel und Iran überziehen sich mit heftigen Angriffen

    Seit den frühen Morgenstunden flog das israelische Militär nach eigenen Angaben mehrere Angriffe auf den Iran und reagierte damit auf den vorherigen Raketenbeschuss aus Teheran. Die Armee sprach von einem "großangelegten Angriff". Dutzende israelische Kampfflugzeuge hätten dabei "strategische Verteidigungssysteme" der iranischen Führung ins Visier genommen. Im Südwesten des Irans sei zudem eine Anlage der petrochemischen Industrie angegriffen worden.

    Der Iran antwortete wiederum mit mehreren Angriffswellen. In vielen Orten im Norden, Süden und Zentrum Israels heulten die Sirenen. Die Einwohner waren aufgerufen, sich in Schutzräume zu begeben. In den betroffenen Gegenden waren Medienberichten zufolge Explosionen zu hören, während die Luftabwehr versuchte, anfliegende iranische Geschosse noch in der Luft abzufangen. Der Iran habe seit Sonntagabend bislang mehr als 20 ballistische Raketen Richtung Israel gefeuert, hieß es aus israelischen Armeekreisen.

    Iran erklärt Angriffe für beendet

    Am Nachmittag erklärte die iranische Militärführung ihre Angriffe gegen Israel für beendet. Die Islamische Republik habe zur Unterstützung des Libanons Israel eine "schmerzhafte Antwort" erteilt, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung. "Vor diesem Hintergrund wird die Einstellung der Operationen der Streitkräfte bekanntgegeben."

    Trump: Verhandlungen gehen weiter

    US-Präsident Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social den Iran und Israel aufgefordert, die Angriffe sofort einzustellen. Wenig später teilte er mit, beide Seiten würden einen "sofortigen Waffenstillstand" in Betracht ziehen. Die Verhandlungen für eine Friedenslösung würden fortgesetzt, dabei solle es "schnell vorangehen". Die Seeblockade der Straße von Hormus werde solange aufrechterhalten, postete Trump.

    Der Iran begründete seine ersten Angriffe am Sonntagabend mit "wiederholten Verstößen" der israelischen Armee gegen die separat vereinbarte, aber bislang äußerst brüchige Waffenruhe im Libanon. Konkret reagierte der Iran damit auf Angriffe Israels in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut. Israel nahm dabei nach eigenen Angaben als Reaktion auf Beschuss durch die Hisbollah "Terroristen-Hauptquartiere" ins Visier. Die Schiiten-Miliz ist der wichtigste nichtstaatliche Verbündete des Irans.

    Zwei brüchige Waffenruhen

    Israel und der Libanon hatten sich vergangenen Donnerstag auf einen neuen Anlauf zur Umsetzung der Waffenruhe in dem Konflikt geeinigt. Bedingung war unter anderem, dass die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel vollständig einstellt. Die Miliz selbst war nicht an den Gesprächen beteiligt, lehnte die Vereinbarung strikt ab und setzte die Angriffe auf Israel fort. Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei in dem Krieg und hat nur sehr begrenzten Einfluss auf die Hisbollah.

    Neben der brüchigen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon besteht seit dem 8. April eine zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Waffenruhe. Am 28. Februar hatten die USA und Israel ihren Krieg gegen den Iran begonnen.

    Verhandlungen zwischen USA und Iran gefährdet?

    Trump strebt ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran an, um den Konflikt langfristig zu beenden. Die jüngsten Entwicklungen sind jedoch eine große Belastungsprobe für die Verhandlungen. Trump spielte die Folgen bisher herunter und sagte, der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu müsse ein Abkommen außerdem akzeptieren. "Ich habe das Sagen. Ich habe das alleinige Sagen", sagte Trump der "Financial Times".

    Mit Blick auf die zweite Waffenruhe sollten die Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon unter US-Vermittlung in Washington weitergehen. Das sagte der US-Botschafter im Libanon, Michael Issa, laut einer Mitteilung von Libanons Präsident Joseph Aoun bei einem gemeinsamen Treffen: "Wir in den Vereinigten Staaten haben beschlossen, die Konfrontation nicht noch weiter zu eskalieren."

    Israels Armee hatte die als Dahija bekannten Vororte der libanesischen Hauptstadt am Sonntag erneut angegriffen - trotz einer Warnung des Irans, dass solch ein Angriff eine erneute Eskalation nach sich ziehen würde. Am selben Abend griff der Iran dann Israel erneut mit Raketen direkt an.

    Israel auf längeren Krieg mit Iran vorbereitet

    Israels Militär hatte sich auf einen mindestens mehrtägigen Konflikt mit dem Iran eingestellt. Den Angaben zufolge arbeitet das Land mit den USA bei der Abwehr des iranischen Raketenbeschusses zusammen, die Angriffe auf Ziele im Iran führe Israels Armee jedoch alleine aus.

    Unterdessen setzte Israel seine Angriffe im benachbarten Libanon fort. Die israelische Luftwaffe habe dort mehrere Orte im Süden bombardiert, berichtete die Staatsagentur NNA. Im Umfeld der Stadt Nabatija seien dabei mindestens vier Menschen getötet worden./rme/DP/stw







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