US-Wirtschaft
US-Hypothekenkredite so hoch wie lange nicht – Gefahr im Anzug?
Die nicht realisierten Verluste in den Bilanzen der US-Banken stiegen im ersten Quartal 2026 an und stellten damit den ersten Anstieg gegenüber dem Vorquartal seit dem vierten Quartal 2024 dar.
- Unrealisierte Verluste der US-Banken stiegen im Q1
- Bestand erhöhte sich auf 325,1 Milliarden US-Dollar
- Anzahl der Problembanken sank netto um sechs auf 54
- Report: SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Laut dem jüngsten Bericht über Institute unter der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) verzeichneten US-Banken im ersten Quartal einen Anstieg der nicht realisierten Verluste um etwas mehr als sechs Prozent.
Die gesamten nicht realisierten Verluste stiegen gegenüber dem Vorquartal um 19,0 Milliarden US-Dollar bzw. 6,2 Prozent auf 325,1 Milliarden US-Dollar. Der Zinssatz für 30-jährige Hypotheken blieb in den ersten beiden Monaten des Quartals relativ stabil, stieg jedoch im März an, was den Wert der von den Banken gemeldeten hypothekenbesicherten Wertpapiere verringerte und die nicht realisierten Verluste erhöhte.
Folglich erklärt die FDIC, dass die erhöhten unrealisierten Verluste und die Schwäche bestimmter Kreditportfolios "weiterhin Gegenstand aufsichtsrechtlicher Beobachtung sind."
Trotz des Anstiegs der unrealisierten Verluste gab die FDIC bekannt, dass die Zahl der Finanzinstitute auf der "Problembankenliste" im ersten Quartal gesunken ist.
Es handelt sich dabei um Buchwerte. Wenn das Zinsumfeld hoch ist, oder so wie momentan, nicht mit einer Zinssenkung der Fed gerechnet werden kann, dann fallen die Marktpreise bereits ausgegebener Anleihen.
Der Grund: Neue Anleihen bieten höhere Renditen und sind daher attraktiver. Probleme gibt es dann, wenn die Bank Geld braucht, dann müsste sie diese Verluste tatsächlich verbuchen, weil sie die Werte verkauft. Besonders kleine Banken können daher, auch wenn das Zinsumfeld hoch ist, unter dieser Preisspirale unter Druck geraten.
"Die Anzahl der Banken auf der Liste sank im ersten Quartal netto um sechs auf 54. Der Anteil der Problembanken betrug 1,3 Prozent aller Banken, was im normalen Bereich von 1 bis 2 Prozent für Zeiten ohne Krise liegt. Drei Banken wurden im ersten Quartal neu eröffnet und eine Bank ging in Konkurs", so der Bericht.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

