Bank of America warnt
Gewinne besser mitnehmen: 7 Warnsignale am Aktienmarkt poppen JETZT auf!
Die Bank of America rät Anlegern zu Gewinnmitnahmen. Der Grund: 7 von 10 Bärenmarkt-Signalen blinken derezit rot – und ein Tech-Vergleich erinnert an die Dotcom-Blase.
Savita Subramanian, Strategin bei der Bank of America, rät Anlegern laut CNBC zu Gewinnmitnahmen. Ihre Begründung: Es gebe aktuell zu viele rote Flaggen am US-Aktienmarkt.
Der Befund ist brisant: Von zehn Bärenmarkt-Signalen, die die Bank verfolgt, wurden im Mai bereits sieben ausgelöst. Im April waren es noch fünf, im März nur vier. Genau sieben Signale wurden seit 1990 im Schnitt vor früheren Bärenmärkten erreicht.
Besonders heikel: Die Bank sieht zwar Chancen in einzelnen S&P-500-Aktien, jedoch nicht im gesamten Index. Das Jahresziel von 7.100 Punkten bedeutet aus Sicht der Strategen ein Abwärtspotenzial von rund 6 Prozent.
Der gefährlichste Riss zeigt sich im Tech-Sektor. Die Lücke im Technologiesektor zwischen der Median-Aktie des besten und des schlechtesten Performance-Quintils beträgt gewaltige 120 Prozentpunkte – der höchste Wert seit Februar 2000, dem Höhepunkt des Internetbooms. Kurz vor dem Markttop im März 2000 waren es 130 Punkte.
Auch die Marktbreite sendet ein Warnsignal. Zwar beendete der S&P 500 den Mai auf Rekordniveau, doch nur eine Handvoll Aktien erreichte neue Höchststände. Die Rallye stützt sich damit auf immer weniger Schultern.
Dazu kommt der jüngste Druck auf Chipwerte. Nach einer starken Erholung im April und Mai wurden Halbleiteraktien am Donnerstag und Freitag stark verkauft. Auslöser war unter anderem Broadcom: Der Konzern hob seine KI-Umsatzschätzungen nicht an, sondern bestätigte sie lediglich.
Die Wall Street ist sich jedoch nicht ganz einig. So sieht der Citigroup-Analyst Atif Malik den Rücksetzer bei Chips als gesund an und bleibt bei Broadcom, Texas Instruments und Applied Materials positiv.
Für Anleger bleibt die Botschaft der Bank of America dennoch klar: Die Party läuft noch, aber die Warnlampen blinken immer heller.
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

