Kursziel erhöht
Robinhood setzt auf Prognosemärkte – Deutsche Bank sieht Kurspotenzial
Die Deutsche Bank sieht im Start von Robinhoods Prognosemarkt-Plattform Rothera einen möglichen Kurstreiber für die zuletzt schwache Aktie.
- Deutsche Bank sieht Rothera als möglichen Kurstreiber
- Gebühren bei Rothera auf maximal einen Cent pro Vertrag
- Rothera wickelt WM 2026 und Baseballhandel ab
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Die Online-Handelsplattform Robinhood verstärkt ihren Vorstoß in den boomenden Markt für Prognose- und Eventkontrakte und könnte damit laut Einschätzung der Deutschen Bank einen entscheidenden Wachstumstreiber erschließen.
Analysten sehen in dem jüngsten Schritt des Unternehmens eine strategisch wichtige Expansion, die das angeschlagene Papier, dass seit Jahresbeginn über 25 Prozent im Minus notiert, wieder in Richtung seiner früheren Höchststände bewegen könnte.
Das Institut bestätigt seine Kaufempfehlung für die Aktie und erhöhte gleichzeitig das Kursziel auf 98 US-Dollar.
Robinhood mit eigener Plattform Rothera
Robinhood kündigte an, künftig ausgewählte Eventkontrakte auf die Plattform Rothera umzuleiten. Dabei handelt es sich um einen Prognosemarkt, den Robinhood gemeinsam mit Susquehanna International Group aufgebaut hat.
Mit dem erfolgten Start sollen insbesondere Verträge rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sowie den professionellen Baseballhandel über Rothera abgewickelt werden. Die Deutsche Bank sieht darin einen gut gewählten Zeitpunkt. Bereits im laufenden Jahr seien weltweit mehr als 16 Milliarden Eventkontrakte gehandelt worden.
Niedrigerer Gebühren könnten Wettbewerbsvorteil verschaffen
Besonders aufmerksam verfolgen Analysten die Preisstrategie von Robinhood. Obwohl die Plattform weiterhin auch Eventkontrakte von Wettbewerbern wie Kalshi und ForecastEx anbieten wird, könnte Rothera vor allem über niedrigere Gebühren Marktanteile gewinnen.
Laut der Deutschen Bank werden die Gebühren bei Rothera auf maximal einen Cent pro Kontrakt begrenzt. Für aktive Trader könnte dies ein entscheidender Faktor sein. Gerade bei hohen Handelsvolumina wirken sich minimale Preisunterschiede erheblich auf die Profitabilität aus. Robinhood positioniert sich damit aggressiv als kostengünstige Alternative im Prognosemarkt-Segment.
Gleichzeitig hat die Deutsche Bank ihre Handelsvolumenprognosen nach oben angepasst, da die niedrigeren Gebühren eine höhere Nutzeraktivität begünstigen könnten.
Nächste Stufe des Tradings?
Die Expansion von Robinhood kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Prognosemärkte zunehmend in den Fokus der Finanzindustrie rücken. Nach dem Hype um Meme-Aktien, Kryptowährungen und Optionshandel suchen viele Plattformen nach neuen Möglichkeiten, jüngere und aktive Nutzergruppen langfristig zu binden.
Prognosemärkte gelten dabei als besonders attraktiv, weil sie eine Mischung aus Unterhaltung, Echtzeit-Spekulation und Finanzhandel bieten.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

