Rekordkapital, rote Zahlen
Uran-Wette wird immer größer – doch diese Aktie gerät trotzdem unter Druck
Uranium Energy baut seine Kriegskasse massiv aus und stärkt die Bilanz. Dennoch weiten sich die Verluste deutlich aus. Die Aktie gerät vorbörslich unter Druck.
- Liquiditätsbestand steigt auf 488 Mio US-Dollar
- Quartalsverlust steigt auf 52,3 Mio US-Dollar
- Umsatz sinkt auf 20,2 Mio in neun Monaten
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Uranium Energy hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 seine Finanzkraft massiv ausgebaut. Zum 30. April verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 488 Millionen US-Dollar. Ende Juli 2025 waren es noch knapp 149 Millionen US-Dollar.
Die Bilanzsumme stieg innerhalb von neun Monaten von rund 1,11 Milliarden auf 1,54 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig erhöhte sich das Eigenkapital auf 1,42 Milliarden US-Dollar nach 984 Millionen US-Dollar zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres.
Treiber dieser Entwicklung waren vor allem mehrere Kapitalmaßnahmen. Uranium Energy nahm im laufenden Geschäftsjahr netto mehr als 508 Millionen US-Dollar über Aktienplatzierungen und Börsenangebote ein.
Verluste steigen deutlich
Operativ verschlechterte sich die Ertragslage jedoch spürbar. Im abgelaufenen Quartal fiel ein Nettoverlust von 52,3 Millionen US-Dollar an. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust bei 30,2 Millionen US-Dollar gelegen.
Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres summierte sich das Minus auf 76,6 Millionen US-Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 60,6 Millionen US-Dollar.
Belastet wurde das Ergebnis insbesondere durch höhere Ausgaben für die Erschließung und Entwicklung von Uranprojekten. Die Aufwendungen für Mineralprojekte kletterten in den ersten neun Monaten auf 74,1 Millionen US-Dollar nach 43,4 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor. Auch die allgemeinen Verwaltungskosten legten zu.
Umsatz bricht ein
Beim Umsatz zeigte sich ein gemischtes Bild. Im dritten Quartal verbuchte Uranium Energy keine Erlöse. In den ersten neun Monaten erzielte das Unternehmen Umsätze von 20,2 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 66,8 Millionen US-Dollar.
Der Bruttogewinn sank dadurch von 24,5 Millionen auf 10 Millionen US-Dollar.
Fokus auf Wachstum und Beteiligungen
Parallel investierte Uranium Energy weiter in den Ausbau seines Projektportfolios und in strategische Beteiligungen. Der Wert der bilanzierten Beteiligungen stieg deutlich. Auch die Position der gehaltenen Wertpapiere legte gegenüber dem Vorjahr kräftig zu.
Die Uranbestände erhöhten sich auf 86,5 Millionen US-Dollar nach 79,3 Millionen US-Dollar zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres.
Aktie vorbörslich unter Druck
Trotz der deutlich stärkeren Bilanz reagierten Anleger zunächst zurückhaltend auf die Zahlen. Die Aktie verlor im vorbörslichen Handel rund 4,6 Prozent (Stand 13:25 Uhr MESZ).
Der Markt dürfte vor allem auf die steigenden Verluste und den rückläufigen Umsatz blicken. Gleichzeitig verfügt Uranium Energy nun über eine der stärksten Liquiditätspositionen seiner Unternehmensgeschichte und damit über erheblichen finanziellen Spielraum für den weiteren Ausbau seines Uranportfolios.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
Die Uranium Energy Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -3,02 % und einem Kurs von 10,60EUR auf Tradegate (09. Juni 2026, 13:57 Uhr) gehandelt.
