Hebel-Idee | Long-Chance
Tech stürzt ab, dafür könnte dieser langweilige DAX-Wert jetzt richtig abräumen!
Anlegerinnen und Anleger sollten der Tatsache ins Auge sehen, dass jetzt eine Sektorrotation beginnt. Richtig gut sieht aus dem DAX gerade Symrise aus.
Willkommen zum wallstreetONLINE-TrendFinder – Symrise
Mit Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerten konnten Anlegerinnen und Anleger in diesem trotz des Iran-Krieges bislang erfolgreichen Börsenjahr richtig viel Geld verdienen – und nicht wenige hoffen darauf, dass die Outperformance der Branche auch weiterhin anhält. Doch der vergangene Freitag hat schonungslos die Gefahren dieser Wette offengelegt, als die sowohl technisch wie auch fundamental heiß gelaufenen Werte einen rabenschwarzen Tag erlebten.
Nach einer kurzen Erholung am Montag zeichnet sich am Dienstag bereits der nächste Abverkauf bei Technologie- und Wachstumswerten ab. Damit wird eine dauerhafte Korrektur beziehungsweise eine Trendwende innerhalb der Branche immer wahrscheinlicher, zumal auch von Expertinnen- und Expertenseite die Mahnungen vor einem zu heiß gewordenen Trade lauter werden.
Sektorrotation zu erwarten, vor allem Symrise könnte profitieren
Vergleichsweise gut durch die jüngsten Turbulenzen sind defensive Basiswerte sowie Value- und Konsumgüteraktien gekommen. Sie profitierten von den überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten am Freitag und bieten außerdem günstige Unternehmensbewertungen, nachdem sie zugunsten wachstumsstärkerer Werte wochen- und monatelang auf Talfahrt waren. Genau diese Bewegung dürfte sich jetzt umkehren und eine Sektorrotation einsetzen.
Wie schnell es selbst für eher weniger interessante Aktien bergauf gehen kann, hat mit einem Plus von über 7 Prozent am Dienstag die Aktie von Aroma- und Duftstoffspezialist Symrise bewiesen. Der belegte nach einem positiven Analystenkommentar mit großem Abstand den ersten Platz innerhalb des deutschen Leitindex DAX. Da die Unternehmensbewertung moderat und der Chart mit ersten Kaufsignalen inzwischen äußerst konstruktiv ist, stehen die Chancen auf fortgesetzte Kursgewinne hier hoch – mit beachtlichen Renditechancen für besonders mutige Anlegerinnen und Anleger.
Symrise Chartsignale
- Abgeschlossene Bodenbildung: Im Bereich von 70 bis 75 Euro hat die Aktie über Monate hinweg an einem Boden gearbeitet. Dieser ist nun vollendet.
- Erholungstrend läuft: Ausgehend von der erfolgreichen Bodenbildung ist ein Erholungstrend gestartet, der sich nun beschleunigt.
- Erste Kaufsignale: Der Sprung über die gleitenden Durchschnitte sowie das Golden Cross und der Vorzeichenwechsel im MACD stellen Kaufsignale dar.
- Viel Platz nach oben: Während Symrise nach unten gut abgesichert ist, verfügt die Aktie über viel Platz zur Oberseite, insbesondere oberhalb von 95 Euro.
Diese Chance lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen!
Ein schwacher Branchen- und Verbrauchertrend, steigende Inputkosten und ein zurückhaltendes Sentiment haben die Symrise-Aktie in den vergangenen Jahren stark belastet. Vor allem 2025 war für das Papier ein gebrauchtes Jahr, nachdem die Kursverluste rund ein Drittel betrugen und die Aktie auf den tiefsten Stand seit mehr als 5 Jahren abgestürzt war. Solche markanten Tiefs bedeuten in der technischen Analyse üblicherweise starke Verkaufssignale.
Doch inzwischen ist die Stimmung gegenüber Aroma- und Duftstoffherstellern wieder besser. Trotz schwacher Konjunkturaussichten ist der Arbeitsmarkt bislang robust, was Konsumausgaben trotz überdurchschnittlich hoher Inflation stabilisieren dürfte. Gleichzeitig drohen aufgrund des zu erwartenden Super-El-Ninos Ernteausfälle bei Agrarrohstoffen wie Kaffee und Kakao. Steigende Preise könnte Hersteller dazu zwingen, verstärkt auf synthetische Alternativen zurückzugreifen. Das begünstigt die Umsatz- und Gewinnaussichten von Symrise, das 2025 ein operativ schwaches Jahr mit starkem Gewinnrückgang zu beklagen hatte.
Der Chart der Aktie ist jetzt äußerst konstruktiv
Die zunehmend verbesserten Aussichten haben sich im Chart der Aktie bereits niedergeschlagen. Nach der Talfahrt im vergangenen Jahr setzte zwischen Oktober und April allem Gegenwind zum Trotz eine Bodenbildung ein. Diese wurde durch bullishe Divergenzen unterstützt, die sich im Sommer letzten Jahres ergeben hatten. Zwar ließen Anstiegsversuche lange auf sich warten, doch zumindest die 50-Tage-Linie konnte als Orientierung zurückgewonnen werden.
Das hat das Kursgeschehen weiter stabilisiert. Ab März ist es dann trotz des Iran-Krieges zu einem Erholungstrend gekommen, der von steigenden technischen Indikatoren unterstützt wurde. Das verbürgt sich jetzt für die Nachhaltigkeit der Anstiegsbewegung. Die hat inzwischen eine ganze Reihe von Kaufsignalen generiert. Nach der 50-Tage-Linie konnte Symrise auch die 200-Tage-Linie zurückgewinnen. Außerdem ist es in den gleitenden Durchschnitten zu einem Golden Cross gekommen, was ebenfalls als Buy-Trigger gilt.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist in den Bereich hoher technischer Stärke zurückgekehrt, während der Trendstärkeindikator oberhalb der Nulllinie liegt und damit einen Aufwärtstrend der Aktie anzeigt. Auch die Signallinie dürfte bald wieder überwunden werden, was die Zunahme von Aufwärtsmomentum bedeuten würde. An diesen Erfolgen hatte der Kurssprung vom Dienstag, ausgelöst durch eine bekräftige Kaufempfehlung der US-Großbank JP Morgan mit einem Kursziel von 100 Euro maßgeblichen Anteil. Solange Symrise daher nicht nachhaltig unter 75 Euro zurückfällt, dürfte die Aktie an Fahrt gewinnen, die noch offene Kurslücke bei rund 86 Euro schließend und sich danach auf den Weg in Richtung der Widerstände bei 90 und 95 Euro machen.
Günstige Bewertung, vor allem gegenüber Mitbewerber Givaudan
Die Unternehmensbewertung von Symrise bietet nach dem Abwärtstrend im vergangenen Jahr jede Menge Potenzial. Für 2026 ist der Konzern mit knapp dem 20-Fachen der erwarteten Gewinne bewertet, im darauffolgenden Geschäftsjahr soll das Kurs-Gewinn-Verhältnis dann auf 17,6 sinken. Das liegt nicht nur deutlich unter dem 10-Jahres-Mittel von 39,6, sondern auch deutlich unter dem KGV von Mitbewerber Givaudan, der für 2026 mit dem 25,3-Fachen seiner erwarteten Erträge bewertet ist und dessen Kurs-Buch-Verhältnis fast doppelt so hoch veranschlagt wird.
Einen ebenfalls günstigen Eindruck hinterlässt Symrise beim Verhältnis von Unternehmenswert und operativem Ertrag (EV/EBITDA). Hier steht ein Vielfaches von 11 zu Buche gegenüber 17,2 bei Givaudan. Das niedrige Verhältnis hier hat Symrise seiner gesunden Bilanz zu verdanken, die gegenwärtig Nettoverbindlichkeiten von nur 1,62 Milliarden Euro ausweist gegenüber 2,23 Milliarden Euro noch im Geschäftsjahr 2022. Das zeigt, dass das Unternehmen am Abbau von Schulden arbeitet. Hierfür kann sich Symrise auf eine Cashflow-Rendite von knapp 5 Prozent stützen, woraus auch die gegenwärtig noch überschaubare Dividende von 1,7 Prozent gezahlt wird.
Voraussetzung für die insgesamt moderat wirkende Bewertung ist jedoch, dass Symrise die Umsatz- und Gewinnerwartungen der Analystinnen und Analysten erfüllt, die gegenüber dem schwachen letzten Jahr eine deutliche Leistungssteigerung in 2026 kalkulieren.
Aktie mit großem Rückhalt innerhalb der Analystenschar
Analystinnen und Analysten auch über JP Morgan hinaus bescheinigen Symrise ein hohes Potenzial. Bei insgesamt 18 Einschätzungen ist die Aktie 8 Mal zum Kaufen und weitere 5 Mal zum Übergewichten empfohlen. Das Halten der Anteile raten insgesamt 6 Studien. Damit kommt Symrise im Mittel auf eine Bewertung zum Kaufen. Die einzige, zuletzt vorliegende Verkaufsempfehlung wurde Ende April gestrichten.
Der faire Wert der Aktie wird im Mittel auf 92,06 Euro veranschlagt, das entspricht gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstagnachmittag einem Potenzial von 21,5 Prozent. Die gegenwärtig pessimistischste Einschätzung sieht den fairen Wert mit 72,00 Euro rund 5 Prozent unter dem letzten XETRA-Kurs, wohingegen die bullishste Einschätzung Symrise vor einem Anstieg auf 110,00 Euro und damit vor Kursgewinnen in Höhe von 45,2 Prozent sieht.
Symrise auf einen Blick
- ISIN: DE000SYM9999
- Marktkapitalisierung: 10,4 Milliarden Euro
- Dividendenrendite: 1,7 Prozent
- KGVe 2026: 19,6
- Durchschnittliche Analystenempfehlung: Kaufen
- Fairer Wert (laut Konsens): 92,06 Euro
- Aufwärtspotenzial: +21,5 Prozent
Die TrendFinder-Hebel-Idee
Die hohe Wahrscheinlichkeit einer Sektorrotation, der aussichtsreiche Chart mit zahlreichen Kaufsignalen, die moderate Unternehmensbewertung sowie die Zuversicht der Analystinnen und Analysten spricht bei der Aktie von Symrise jetzt für fortgesetzte Kursgewinne und eine hohe Rendite-Chance. Wer diese optimieren und sich die Chance auf +100 Prozent und mehr sichern will, setzt statt der Aktie auf das KO-Zertifikat MR00WS.
Bei MR00WS handelt es sich um ein KO-Zertifikat mit eingebautem Stopp-Loss. Da sich KO-Barriere und Basispreis voneinander unterscheiden, verfällt MR00WS bei einem Knock-Out-Ereignis nicht wertlos, sondern bietet eine Rückzahlung von 0,35 Euro (KO-Barriere minus Basispreis mal Bezugsverhältnis). Das hilft, Abwärtsrisiken zu begrenzen.
Trotzdem verfügt MR00WS über ein hohes Ertragspotenzial. Der Hebel liegt auch nach dem starken Anstieg der Aktie am Dienstag bei hohen 7,5. Daraus ergibt sich für einige beispielhafte Fälle das folgende Auszahlungsprofil. Das Erreichen des durchschnittlichen Analystenziels von 92,06 Euro würde zu einer Auszahlung von 2,14 Euro führen und damit für mehr als eine Verdopplung sorgen:
Doch Vorsicht: Sollte Symrise die KO-Barriere oder sogar den Basispreis per Overnight-Gap (Kurslücke) unterschreiten, kann der Rückzahlungsbetrag auch geringer als 0,35 Euro ausfallen – bis hin zum Totalverlust. Daher sollte die Positionsgröße dem individuellen Risikoprofil entsprechend ausgewählt und angepasst werden. Ein vorzeitiger Verkauf oder das Setzen einer Stopp-Loss-Orders kann Verluste ebenfalls begrenzen.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion
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