Aktie springt an
Heidelberger Drohnenmaschinen: So will der SDAX-Konzern wieder profitabel werden
Produktion raus, Kosten runter, Drohnenabwehr rein: Heidelberger Druckmaschinen baut sich gerade in mehrere Richtungen gleichzeitig um.
- Produktion Speedmaster CX 104 vollständig nach China
- Kostenprogramm und Standortverlagerungen für Marge
- Strategischer Schwenk zu Drohnenabwehr als neues Feld
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Heidelberger Druckmaschinen steuert um: Der SDax-Konzern will im laufenden Geschäftsjahr 2026/27 deutlich profitabler werden, nachdem die operative Marge zuletzt auf 6,6 Prozent abgerutscht war. Das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als im Jahr zuvor. Mit einem umfassenden Kostenprogramm und strukturellen Verlagerungen soll die bereinigte Ebitda-Marge wieder spürbar steigen.
Die Aktie reagierte mit ein Kurssprung von mehr als 3 Prozent am Mittwochmorgen.
Kern des Programms ist die vollständige Verlagerung der Produktion der Speedmaster CX 104 nach China. Zusätzlich plant der Mannheimer Konzern die Gründung eines neuen Standorts in Nordmazedonien, von dem aus künftig bestimmte Produktgruppen kostengünstiger hergestellt werden sollen.
Auch der bereits laufende Zukunftsplan für die deutschen Standorte liegt nach Unternehmensangaben über den Erwartungen und liefert messbare Beiträge zu niedrigeren Personalkosten sowie einer verbesserten Wettbewerbsposition.
Beim Umsatz erwartet das Unternehmen hingegen keine Dynamik: Die Erlöse sollen im laufenden Jahr in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Heidelberger Druck den Umsatz um ein Prozent auf knapp 2,3 Milliarden Euro gesteigert. Die nun offiziell bestätigten Jahreszahlen hatte das Unternehmen bereits Mitte Mai in vorläufiger Form veröffentlicht.
Auffällig ist der strategische Schwenk in Richtung Verteidigungstechnik. Drohnenabwehr soll für den Konzern zu einem neuen Wachstumsfeld werden. Das Kerngeschäft mit Druckmaschinen läuft dagegen weiter zäh, der Markt bleibt strukturell unter Druck. Ob das neue Standbein die Lücke mittelfristig schließen kann, bleibt offen.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Heidelberger Druckmaschinen Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,22 % und einem Kurs von 1,380EUR auf Tradegate (10. Juni 2026, 09:22 Uhr) gehandelt.
