Acht Länder warnen vor Uniklinik-Risiken durch Kassenreform
- Acht Länder warnen vor Risiken für Kliniken
- Deckelung der Vergütungen erhöht Klinikrisiken
- Länder fordern bessere Krankenhausfinanzierung
SCHWERIN (dpa-AFX) - Die Wissenschaftsministerien von acht Bundesländern sehen im geplanten Beitragsstabilisierungsgesetz für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) erhebliche Risiken für die Universitätskliniken. Der vorgeschlagene Reformweg drohe die wirtschaftliche Grundlage zentraler Versorgungsstrukturen zu untergraben, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der Landesminister von Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.
"Die finanzielle Schwächung der Universitätsmedizin trifft die Gesundheitsversorgung im ganzen Land", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD). "Wer Vergütungen deckelt, obwohl Personal-, Energie- und Sachkosten weiter steigen, verlagert finanzielle Risiken in die Kliniken und letztlich zu den Patientinnen und Patienten. Für die Spitzenmedizin unserer Universitätsklinika ist dieses Risiko besonders kritisch."
Freitag erste Lesung im Bundestag vorgesehen
Mit dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz, das am Freitag in erster Lesung im Bundestag beraten wird, sollen die Finanzlücken in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeglichen werden. Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören Leistungskürzungen und striktere Vorgaben für Krankenkassen.
Nach Angaben der Ministerien geht es nicht um höhere Belastungen für Versicherte, sondern um "tragfähige Lösungen", die sowohl die Finanzstabilität der GKV als auch die Leistungsfähigkeit der Versorgung sichern.
Die Länder plädieren stattdessen für Anpassungen in der Krankenhausfinanzierung, die Weiterentwicklung des Pflegebudgets und einen konsequenten Bürokratieabbau. Zudem sprechen sich die acht Länder für eine stärkere Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben aus Steuermitteln aus./sff/DP/stw
Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Fresenius Aktie
Die Fresenius Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,48 % und einem Kurs von 37,74 auf Tradegate (10. Juni 2026, 13:44 Uhr) gehandelt.
Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Fresenius Aktie um -0,02 % verändert. Der Gewinn auf 30 Tage beträgt +13,13 %.
Die Marktkapitalisierung von Fresenius bezifferte sich zuletzt auf 24,00 Mrd..

