Tech-Aktien sacken wieder ab
US-Inflation explodiert auf Dreijahreshoch
Die US-Inflation ist im Mai auf den höchsten Stand seit über drei Jahren gestiegen. Schuld sind vor allem die Energiepreise. Die Kernrate bleibt aber im Rahmen. Die großen US-Indizes rutschen vorbörslich ins Minus.
- US-Inflation im Mai auf höchsten Stand seit 2023
- Energiepreise treiben Inflation, Kernrate nur 0,2
- Kfz-Versicherungen und Neuwagenpreise gaben nach
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Die Inflation in den USA hat im Mai deutlich angezogen. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vormonat um einen halben Prozentpunkt, womit die Jahresrate auf 4,2 Prozent kletterte. Das markiert den höchsten Wert seit April 2023. Das geht aus Daten hervor, die das Bureau of Labor Statistics am Mittwoch veröffentlichte. Analysten hatten genau dieses Ergebnis erwartet.
Das eigentlich entscheidende Signal kommt jedoch aus der Kernrate: Ohne die volatilen Energie- und Lebensmittelpreise lag der monatliche Preisanstieg bei 0,2 Prozent – und damit unter der Erwartung von 0,3 Prozent.
Auf Jahressicht ergibt sich eine Kernrate von 2,9 Prozent, was dem Konsens entsprach. Das deutet darauf hin, dass der Energieschock bislang kaum auf die breitere Preisentwicklung durchschlägt.
Futures auf S&P500, Nasdaq und Dow Jones notieren rund 1 Stunde vor Handelsstart allesamt mit Verlusten von gut 0,5 Prozent.
Treiber des Inflationsanstiegs sind vor allem die Energiekosten, die nach Spannungen im Nahen Osten und zuletzt steigenden Benzinpreisen merklich zugelegt haben. Flugtickets, Gesundheitsleistungen und Freizeitangebote verteuerten sich ebenfalls.
Etwas Entlastung gab es dagegen bei Kraftfahrzeugversicherungen, die um 1,7 Prozent nachgaben, sowie bei Möbeln und Neuwagen, deren Preise leicht sanken. Trotz aller Diskussionen um US-Importzölle fielen Neuwagen um 0,3 Prozent günstiger aus als im Vormonat.
Brian Jacobsen vom Vermögensverwalter Annex Wealth Management dämpfte dennoch den Optimismus: "Nur weil die Inflationsdaten im Rahmen der Erwartungen lagen, heißt das nicht, dass sie gut waren", sagte der Experte gegenüber Bloomberg.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
