Episches Silber-Finale
Silber vor letztem Blutbad? Darauf sollten Anleger jetzt beim Silberpreis achten
Die Entscheidung naht. Ist die Silberrallye 2026 noch zu retten oder wird ihr endgültig der Stecker gezogen? Womöglich werden bereits die nächsten Tage darüber entscheiden.
- Kurzfristig bestimmen EZB, Fed und Inflationsdaten
- Abverkauf möglich bis 54 USD, 50 USD kritisch
- Langfristig steigende Industrienachfrage und Defizit
- Report: Achtung, Korrektur!
Silberpreisentwicklung aktuell – Inflationsdaten, EZB und Fed
Die Termindichte lässt turbulente Handelstage für Gold und Silber erwarten. US-Verbraucherpreisdaten, US-Erzeugerpreisdaten, EZB-Termin und in der nächsten Woche am 16. Juni und 17. Juni tagt auch noch das FOMC der US-Notenbank. Die Drohkulisse könnte nicht gewaltiger sein. Immerhin wurde bereits die Klippe US-Verbraucherpreise umschifft, ohne größeren Schiffbruch zu erleiden. Dennoch ist die Situation für den Silberpreis weiterhin hochgradig explosiv. Bei Gold sieht es nicht viel anders aus. Im Gegensatz dazu präsentiert sich Kupfer unverändert robust.
Silber vor dem letzten Blutbad?
Nach dem Verlust des wichtigen Preisbereiches um 70 US-Dollar richten sich die bangen Blicke auf den Preisbereich von 61 US-Dollar / 60 US-Dollar. Wie bereits in der letzten Silber-Kommentierung an dieser Stelle thematisiert, ist auch ein (finaler) Abverkauf in Richtung 54 US-Dollar – hier liegt ein ehemaliges Doppeltop – nicht auszuschließen. So ein letzter Abverkauf, ein letztes Blutbad fehlt dem Silberpreis womöglich noch, um die Korrektur abzuschließen und den Boden für ein Comeback vorzubereiten. Auch mit temporären Rücksetzern unter die 54 US-Dollar ist während einer Übertreibung durchaus zu rechnen, doch ein Bruch der psychologisch wichtigen 50 US-Dollar sollte sich keineswegs manifestieren. Anderenfalls könnte es für Silber eng werden.
Silber – Steht die Korrektur vor einem epischen Finale?
Die eingangs genannten Termine werden von einer unverändert bedrohlichen geopolitischen Gemengelage flankiert. Die Lage im Nahen Osten ist weiterhin undurchsichtig und die Ölpreise hoch. Die Anleiherenditen, die mit ihren exponierten Niveaus Gold und Silber in Schach halten, wollen vor dem Hintergrund der Gemengelage nicht nach unten. Einen Funken Hoffnung gibt es immerhin. Die für die Betrachtung wichtigen Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen notieren zwar unverändert oberhalb von 4,5 Prozent, doch der befürchtete Durchmarsch in Richtung 4,7 Prozent bleibt bislang aus.
In Anbetracht der zahlreichen Belastungsfaktoren sollte nunmehr ein finaler Abverkauf nicht überraschen. Dieser könnte aber das Ende der Korrektur einläuten. Gerade für antizyklisch agierende, meinungsstarke Anleger und Investoren dürften spannende Handelstage anbrechen. Denn eines steht fest: Aufgrund seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften findet Silber in zahlreichen Zukunftstechnologien Anwendung. Der Silberbedarf wird in der Industrie in den nächsten Jahren tendenziell steigen. Und Silber befindet sich bereits jetzt in einem langwierigen Defizit.
Anleger wegen dieser Silberaktie alarmiert
Die Aktien von Fresnillo, Hecla Mining, Pan American Silver & Co. leiden in der aktuellen Korrektur. Seit geraumer Zeit begleiten wir den US-amerikanischen Silberproduzenten Coeur Mining. Mit der vollzogenen Übernahme von New Gold haben die US-Amerikaner ihr Portfolio entscheidend diversifiziert.
So erwartet Coeur Mining für das Jahr Rumpfjahr 2026 (Übernahme von New Gold wurde per 20. März offiziell vollzogen) eine Produktion in Höhe von 680.000 bis 815.000 Unzen Gold, 18,7 Mio. bis 21,9 Mio. Unzen Silber sowie 50 Mio. bis 65 Mio. lbs Kupfer. Für 2026 wird zudem ein EBITDA in Höhe von 3 Mrd. US-Dollar sowie ein free cash flow in Höhe von 2 Mrd. US-Dollar angestrebt.
Das alles half der Coeur-Mining-Aktie zuletzt freilich recht wenig. Die Korrektur schlug erbarmungslos zu. Doch Anleger sind jetzt alarmiert, hat die Aktie des Gold-Silber-Kupferproduzenten doch die zentrale Unterstützungszone und damit den potenziellen Trendwendebereich 16,1 US-Dollar / 13,4 US-Dollar erreicht…
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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