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    Pfizer-Chef sagt Merz ab und stellt Investitionen in Frage

    Für Sie zusammengefasst
    • Pfizer sagt Treffen mit Kanzler Merz wegen Sparplänen ab
    • Investitionen in Deutschland werden nun neu bewertet
    • Weitere Konzerne stoppen oder kürzen Investitionspläne
    Pfizer-Chef sagt Merz ab und stellt Investitionen in Frage

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der US-Pharmakonzern Pfizer sagt aus Ärger über Sparvorgaben der Bundesregierung ein Treffen mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) ab und stellt Investitionen in Deutschland auf den Prüfstand. In einem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, kritisiert Vorstandschef Albert Bourla die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und zieht seine Teilnahme an einem Investorentreffen zurück. Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet.

    "Nach reiflicher Überlegung muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ich bei dieser Gelegenheit nicht teilnehmen kann", heißt es in dem Schreiben an Merz mit Blick auf einen im Herbst geplanten "Invest in Germany Summit" der Bundesregierung.

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    Die Sparpläne erschwerten langfristige Investitionen und gefährdeten die nötige Planungssicherheit. Pfizer beschäftigt in Deutschland mehr als 3.000 Menschen und betreibt einen wichtigen Standort in Freiburg.

    Doch für globale Unternehmen seien Investitionsentscheidungen "von der Zuverlässigkeit, Transparenz und Beständigkeit des politischen Umfelds bestimmt", schreibt Bourla. Nun würden die Bedingungen neu bewertet. "Infolgedessen überprüfen wir unsere externen Verpflichtungen sowie den Zeitpunkt, den Umfang und die künftige Priorisierung bestimmter geplanter Investitionen in Deutschland."

    Härtere Sparvorgaben - Konzerne stoppen Investitionen

    Gesundheitsministerin Warken will die Krankenkassen mit dem "Beitragssatzstabilisierungsgesetz" 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlasten und so steigende Beiträge verhindern. Geplant sind auch schärfere Sparvorgaben für die Pharmabranche: So sollen die Herstellerrabatte, die Arzneikonzerne Krankenkassen gewähren müssen, deutlich steigen.

    Die Pläne hatten großen Ärger in der Pharmabranche hervorgerufen. So teilte der US-Pharmakonzern Eli Lilly mit, dass er wegen der Sparpläne eine Investition von 2,5 Milliarden Dollar in einen neuen Standort im rheinland-pfälzischen Alzey halbieren will. Und der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will geplante Investitionen von 900 Millionen Euro in Deutschland stoppen - ebenfalls mit Verweis auf die Sparvorgaben.

    Kritik kam von der Vorstandschefin des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann. In der Gesetzlichen Krankenversicherung gebe es ein Defizit im zweistelligen Milliardenbereich, dem Milliardengewinne von Eli Lilly und Boehringer Ingelheim gegenüberstünden. Dass diese Firmen nun versuchten, "sich mit einer an Nötigung grenzenden Androhung von Investitionskürzungen ihrem Beitrag zu den dringend benötigten Einsparungen in der GKV zu entziehen, ist absolut inakzeptabel"./als/DP/stw

     

    Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Pfizer Aktie

    Die Pfizer Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,91 % und einem Kurs von 1.000 auf Tradegate (10. Juni 2026, 16:04 Uhr) gehandelt.

    Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Pfizer Aktie um +1,37 % verändert. Der Verlust auf 30 Tage beträgt -1,69 %.

    Die Marktkapitalisierung von Pfizer bezifferte sich zuletzt auf 124,56 Mrd..







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