HMS: Neue 8%-Anleihe als Turbo — Montega bleibt bei "Kaufen
Die Montega-Analyse zur HMS Bergbau AG bewertet die geplante Unternehmensanleihe über bis zu 50 Millionen Euro als strategischen Beschleuniger des Wachstumskurses. Die am 9. Juni 2026 veröffentlichte Studie stuft die Aktie weiterhin mit „Kaufen“ ein und verleiht ein zwölfmonatiges Kursziel von 85,00 Euro. Montega setzt auf eine Kapitalaufnahme mit fünfjähriger Laufzeit (2026–2031), einem Kupon von 8,0 Prozent p.a. bei halbjährlicher Zinszahlung sowie einer Preisspanne von 98 bis 100 Prozent. Die Privatplatzierung richtet sich ausschließlich an qualifizierte institutionelle Anleger; die Orderphase ist für den 9. bis 17. Juni 2026 avisiert, die Notierungsaufnahme im Open Market der Frankfurter Börse für den 22. Juni 2026.
HMS plant, die Nettoerlöse primär zur Finanzierung von Wachstumsinitiativen im Rohstoffhandel einzusetzen. Schwerpunkte sind der Ausbau des Geschäfts mit Flüssigbrennstoffen und Schmierstoffen in Wachstumsmärkten wie China, Indien und ASEAN sowie die Produktionsvorfinanzierung zur Absicherung langfristiger Handelsvolumina im Kohle‑ und Chromerzgeschäft. Eigene Bergbauprojekte in Botswana und Südafrika haben demnach Ende des ersten Halbjahres 2026 die Produktion aufgenommen; zudem existiert eine exklusive Abnahmevereinbarung für Chromerze der Mine Langpan.
Montega hebt hervor, dass zusätzliche Handels- und Betriebskapitalverfügbarkeit ein zentraler Hebel des Geschäftsmodells ist. Nach Unternehmensangaben könnte eine erfolgreiche Platzierung der Anleihe einen zusätzlichen jährlichen EBITDA-Beitrag von rund 6 bis 8 Millionen Euro generieren. Dem stehen geschätzte Mehrkosten für Zinsen von etwa 4 Millionen Euro pro Jahr gegenüber, sodass die Emission nach Einschätzung der Analysten netto einen positiven Ergebnishebel bietet. Die vorliegende Guidance für 2026 (Umsatz 2,0 Milliarden Euro; EBITDA 55 Millionen Euro) berücksichtigt diese Mittelherkunft noch nicht; Montega kündigt eine Modellanpassung nach erfolgreicher Platzierung an.
Die Studie bewertet die Kapitalmaßnahme als sinnvoll vor dem Hintergrund der bereits sichtbaren Transformation HMS’ zu einem breiter aufgestellten Rohstoffhändler und -produzenten. Sollte das Management die prognostizierten EBITDA‑Effekte realisieren, würde die Anleihe trotz höherer Zinsaufwendungen einen Mehrwert für Aktionäre schaffen und das Wachstumstempo beschleunigen. Montega bestätigt deshalb die Kaufempfehlung.
Zur Struktur der Emission: Die Anleihe ist in Schuldverschreibungen zu je 1.000 Euro Nominal eingeteilt; das Mindestzeichnungsvolumen beträgt 100.000 Euro. Die Begleitung übernimmt Montega Markets als Sole Global Coordinator und Sole Lead Manager gemeinsam mit B. Metzler als Joint Bookrunner. Montega weist auf Sondereffekte hin: Für 2026 erwartet HMS einen Umsatz von 2,0 Milliarden Euro und ein EBITDA von 55 Millionen Euro, wovon rund 20 Millionen Euro auf Erstkonsolidierungseffekte entfallen. Für 2025 meldete HMS vorläufige Umsätze von 1,22 Milliarden Euro und ein EBITDA von 59,4 Millionen Euro einschließlich Sondereffekten. Analysten verweisen auf Chancen, aber auch auf klassische Emittentenrisiken.
Die HMS Bergbau Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,24 % und einem Kurs von 42,50EUR auf Lang & Schwarz (11. Juni 2026, 08:16 Uhr) gehandelt.
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