Mainzer Ministerpräsident sucht Verbündete für Erhalt von Pharmastandort
- Schnieder warnt vor Schwächung des Pharmastandorts
- Herstellerrabatt gefährdet Forschung in Deutschland
- Boehringer und Eli Lilly kürzen Investitionen
MAINZ (dpa-AFX) - Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) sorgt sich um den Pharmastandort Rheinland-Pfalz. "Die Pharmawirtschaft ist nicht in allen Bundesländern so stark wie bei uns", sagte der Regierungschef im Sommerinterview von "17:30 Sat.1 live". "Das heißt, man muss jetzt auch Verbündete suchen."
Sollte es im Zuge der geplanten Gesundheitsreform der Bundesregierung auch Herstellerrabatt auf patentgeschützte Medikamente geben, sei zu befürchten, dass künftig die Forschung an innovativen Medikamenten nicht mehr in Deutschland stattfinde. Das betreffe mehrere Pharmafirmen, erklärte Schnieder. "Da müssen wir ran, da müssen wir jetzt auch zeigen, dass wir diesen Weg gerne anders hätten."
Boehringer Ingelheim und Eli Lilly kürzen Investitionen
Die Pharmakonzerne Boehringer Ingelheim und Eli Lilly hatten jüngst die Kürzung von Investitionen in Deutschland angekündigt und als Grund dafür die Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitswesen genannt.
Der Ministerpräsident hatte danach angekündigt, sich im Bundesrat für Änderungen bei den Sparplänen der Bundesregierung im Gesundheitswesen einsetzen. Die Landesregierung steht deswegen im Kontakt mit den beiden Unternehmen und der Bundesregierung./glb/DP/men
Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Eli Lilly Aktie
Die Eli Lilly Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,44 % und einem Kurs von 999 auf Tradegate (11. Juni 2026, 16:36 Uhr) gehandelt.
Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Eli Lilly Aktie um -4,00 % verändert. Der Gewinn auf 30 Tage beträgt +5,95 %.
Die Marktkapitalisierung von Eli Lilly bezifferte sich zuletzt auf 918,85 Mrd..
