ROUNDUP

    457 Aufrufe 457 0 Kommentare 0 Kommentare

    Auslaufmodell Antennenfernsehen? Mobilfunker machen Druck

    Für Sie zusammengefasst
    • Mobilfunkanbieter wollen Antennenfrequenzen ab 2031
    • ARD betont Bedeutung von DVB-T2 und Mikrofonen
    • Sicherheitsbehörden und Mobilfunk streiten um Frequenzen
    ROUNDUP - Auslaufmodell Antennenfernsehen? Mobilfunker machen Druck

    BERLIN (dpa-AFX) - Deutschlands etablierte Handynetzbetreiber wollen das Antennenfernsehen zum Auslaufmodell machen. Die Deutsche Telekom , Vodafone und O2 Telefónica stellten in Berlin eine von ihnen bezahlte Studie des Beratungsunternehmens WIK Consult vor, der zufolge bestimmte Funkfrequenzbereiche ab 2031 freigegeben werden sollten für Mobilfunk.

    Diese Bereiche werden bislang für Antennenfernsehen genutzt - sollten Mobilfunker darauf Zugriff bekommen, wäre dies das Aus für Fernsehempfang über Antenne. Wirtschaftlich betrachtet wäre eine Zuweisung der Frequenzen für Handynetze vorteilhaft, heißt es in der Studie. Bei ihrer Vorstellung bekräftigten Firmenvertreter der drei Netzbetreiber ihren Wunsch, besagte Frequenzen ab 2031 nutzen zu können.

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu Deutsche Telekom!
    Long
    24,46€
    Basispreis
    1,80
    Ask
    × 14,54
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Short
    27,75€
    Basispreis
    1,80
    Ask
    × 14,54
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Präsentiert von
    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Der Studie zufolge haben in Deutschland noch schätzungsweise 2,3 Millionen Haushalte Antennenfernsehen, Tendenz sinkend. Die meisten Haushalte bekommen in Deutschland TV über eine Satellitenschüssel oder über Fernsehkabel. Auch die Übertragung über Internet ist möglich, hier steigt die Nachfrage.

    Würde es teurer für die Verbraucher?

    WIK-Studienautor Bernd Sörries betont, nach einer möglichen Abschaltung der Antennentechnologie DVB-T2 könnten die Verbraucher öffentlich-rechtliche Sender auch im Internet kostenlos sehen. "Es gibt keine Kostensteigerung aus Sicht der Endkunden, wenn man dieses Netz abschaltet."

    Sörries wies darauf hin, dass Antennenfernsehen lineares Fernsehen sei, das aus der Mode komme - die Nachfrage nach zeitlich flexibel abrufbaren Sendungen im Internet steige hingegen. Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bis zu 369 Millionen Euro binnen zehn Jahren einsparen könnten, wenn sie DVB-T2 abschalteten.

    Ob der Wunsch der Mobilfunk-Anbieter erfüllt wird oder nicht, ist völlig offen. Die künftige Frequenznutzung soll auf der Weltfunkkonferenz im kommenden Jahr besprochen werden, danach würde sich die Bundespolitik damit befassen. Im Digitalzeitalter steigt die Datenmenge rasant, daher müssen die Telekommunikationsanbieter ihre Netze immer weiter optimieren.

    Sicherheitsbehörden peilen eigenes Netz an

    Die Mobilfunker sind nicht die Einzigen, die nach Frequenzrechten lechzen. Sicherheitsbehörden wollen ebenfalls niedrige Frequenzen nutzen, um einen neuen Behördenfunk aufzubauen. Für die künftige breitbandige mobile Sprach- und Datenkommunikation strebe man eine Zuteilung an, teilte die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben mit.

    Im Fokus stehe ein Band im 600-Megahertz-Bereich, das die Behörde gemeinsam mit der Bundeswehr nutzen möchte. Spektrum in anderen Frequenzbereichen komme für die Realisierung der BOS-Breitbandkommunikation nach derzeitigem Stand nicht infrage. BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, gemeint ist etwa die Polizei.

    Die WIK-Studie sieht die Behördenpläne skeptisch. Für ein eigenes Funknetz der Behörden müssten rund 23.000 Basisstationen aufgebaut werden, sagt Studienautor Sörries. So ein Netz würde mehr als neun Milliarden Euro kosten und der Aufbau mehr als zehn Jahre dauern. Die Mobilfunk-Firmen wollen, dass die Behörden ihre etablierten Handynetze nutzen und dafür Geld zahlen. Laut Studie wäre das deutlich günstiger und es würde nur 1,8 Milliarden Euro kosten.

    ARD möchte Antennenfernsehen nicht abschalten

    In einer Reaktion auf die Ambitionen der Mobilfunkkonzerne betonte der Senderverbund ARD die Bedeutung des Antennenfernsehens. "In deutschen Haushalten wird DVB-T2 weiterhin millionenfach genutzt, die Nutzung sinkt nicht." Die ARD habe keine Abschaltpläne. Außerdem seien die vom Antennenfernsehen eingesetzten Frequenzen unerlässlich für die Medienproduktion mit drahtlosen Mikrofonen. "Hierfür gibt es keinen gleichwertigen Ersatz", teilte die ARD-Geschäftsführung mit.

    Der Mobilfunk sei heute bereits umfangreich mit Frequenzen ausgestattet. "Eine zusätzliche Nutzung der infrage stehenden Frequenzen bietet keine nachhaltige Lösung für das erwartete umfangreiche Datenwachstum des Mobilfunks." Vielmehr sei eine Netzverdichtung mit bereits vorhandenen Frequenzen hierfür unabdingbar und könne mit den zusätzlichen Frequenzen allenfalls kurzfristig aufgeschoben werden, hieß es von der ARD. Das Kürzel steht für Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland./wdw/DP/jha

     

    Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Deutsche Telekom Aktie

    Die Deutsche Telekom Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -2,49 % und einem Kurs von 27,77 auf Tradegate (11. Juni 2026, 18:14 Uhr) gehandelt.

    Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Deutsche Telekom Aktie um +3,50 % verändert. Der Verlust auf 30 Tage beträgt -9,05 %.

    Die Marktkapitalisierung von Deutsche Telekom bezifferte sich zuletzt auf 128,52 Mrd..







    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen

    Verfasst von dpa-AFX
    wallstreetONLINE bei Google bevorzugen.Sie erhalten mehr Inhalte von uns in Ihren Suchergebnissen
    ROUNDUP Auslaufmodell Antennenfernsehen? Mobilfunker machen Druck Deutschlands etablierte Handynetzbetreiber wollen das Antennenfernsehen zum Auslaufmodell machen. Die Deutsche Telekom , Vodafone und O2 Telefónica stellten in Berlin eine von ihnen bezahlte Studie des Beratungsunternehmens WIK Consult vor, der …

    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero