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SpaceX-Knall an der Nasdaq: Der erste Kurs lässt Anleger zittern
Blick auf die Nasdaq: Der Handel läuft an und Anleger warten gebannt auf den ersten Kurs der SpaceX-Aktie. Doch Geduld ist gefragt: Erste Kurse werden voraussichtlich erst am frühen Abend deutscher Zeit feststehen.
Eine Geduldsprobe bei der Preisfindung
Obwohl der offizielle Startschuss in New York um 15:30 Uhr deutscher Zeit fällt, blicken Anleger zunächst ins Leere. Der Grund: Bei US-Megabörsengängen erfordert das dortige Auktionsverfahren (IPO Cross) eine aufwendige Abstimmung von Angebot und Nachfrage. In der Vergangenheit dauerte dieser Prozess bei Schwergewichten wie Alibaba oder Meta oft mehrere Stunden. Auch bei SpaceX ist davon auszugehen, dass die ersten offiziellen Kurse erst im Laufe des frühen Abends deutscher Zeit feststehen.
Handelstart ohne Verzögerung via Xetra
Deutsche Anleger profitieren von einer Besonderheit: Sie können die Aktie parallel zum US-Start direkt im Heimatland handeln. Durch das sogenannte "Same-Day-Listing" wird die SpaceX-Aktie pünktlich zum US-Handelsstart um 15:30 Uhr deutscher Zeit auch auf Xetra und an der Börse Frankfurt freigegeben. Ein direktes Handeln an der US-Börse Nasdaq ist somit für europäische Investoren nicht zwingend erforderlich. Sobald die Erstnotiz in Übersee steht und ausreichend Liquidität vorhanden ist, öffnet sich das Handelsfenster im Sekundärmarkt der Deutschen Börse.
Historischer Rekord: SpaceX bricht alle Wall-Street-Rekorde
SpaceX sammelte bei seinem IPO phänomenale 75 Milliarden US-Dollar ein und ließ damit den bisherigen Rekordhalter Saudi Aramco (29,4 Milliarden US-Dollar) weit hinter sich. Laut Bloomberg platzierte der Weltraumkonzern 555,6 Millionen Aktien zu je 135 US-Dollar, was einer Marktkapitalisierung von 1,77 Billionen US-Dollar entspricht. Durch eine Mehrzuteilungsoption könnte das Volumen sogar auf 86 Milliarden US-Dollar steigen. Getrieben wurde dieser Gigantismus von einer extremen Nachfrage: Das IPO war mehr als vierfach überzeichnet, wobei Privatanleger allein Orders über 100 Milliarden US-Dollar abgaben.
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

