Gewinner der Börsengeschichte
Pharma statt Öl: Diese Aktie hat langfristig mehr Rendite als Exxon gebracht!
Bringt Pharma mehr Rendite als Öl? Eine Studie zu 29.078 US-Aktien und ihrer Buy-and-Hold-Gesamtrendite zwischen 1925 und 2023 zeigt jedenfalls, dass die Aktie von Abbott mehr Rendite einbrachte als Exxon Mobil.
Wer am 01. März 1935 1 US-Dollar in Aktien des US-Pharmaherstellers Abbott Laboratories investiert, die Anteile bis zum 29. Dezember 2023 gehalten und sämtliche Dividenden konsequent reinvestiert hätte, wäre theoretisch am Ende auf einen Anlagewert von 78.038 US-Dollar gekommen. Das entspricht einer kumulierten Buy-and-Hold-Gesamtrendite von beeindruckenden 78.03730,36 Prozent.
Zum Vergleich: Abbott schnitt damit deutlich besser ab als der Ölmulti Exxon Mobil. Die Aktie von Exxon Mobil kam im selben Zeitraum lediglich auf eine Buy-and-Hold-Gesamtrendite von 4.027.183,13 Prozent. Aus 1 US-Dollar wären damit 40.273 US-Dollar geworden. Mit Pharma ließ sich also offenbar mehr verdienen als mit Öl und Gas.
Der US-Finanzprofessor Hendrik Bessembinder hat die kumulierte Buy-and-Hold-Rendite von 29.078 US-Aktien untersucht. Dabei stützte er sich auf die umfangreiche Datenbank des Center for Research in Security Prices (CRSP) der Universität Chicago, eine der renommiertesten Quellen für historische Kurs-, Rendite- und Marktdaten von US-Wertpapieren.
Für seine Rangliste berechnete Bessembinder den Wert einer fiktiven Investition von 1 US-Dollar, die ein Anleger am 31. Dezember 1925 in die jeweilige Aktie getätigt hätte. Bei Unternehmen, die erst später an die Börse gingen oder für die Kursdaten erst ab einem späteren Zeitpunkt verfügbar waren, setzte die Berechnung entsprechend zu diesem Datum ein. Unterstellt wurde, dass die Aktien bis zum 31. Dezember 2023 gehalten und sämtliche Dividenden fortlaufend reinvestiert wurden. Auf diese Weise bildet die Methodik die gesamte Buy-and-Hold-Rendite ab, einschließlich aller wiederangelegten Ausschüttungen.
Übrigens landete Altria mit 265,5 Millionen Prozent Rendite auf Platz eins von Bessembinders Studie, gefolgt von Vulcan Materials mit 39,3 Millionen Prozent, Kansas City Southern mit 36,2 Millionen Prozent, General Dynamics mit 22 Millionen Prozent und Boeing mit 21,2 Millionen Prozent.
Doch auch hier gilt: Vergangene Börsenerfolge sind keine Garantie für künftige Gewinne. Märkte verändern sich, Risiken verlagern sich – und die weitere Wertentwicklung kann jederzeit anders ausfallen.
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion


