Die Gewinner und Verlierer

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    Ron Baron: "SpaceX wird das größte und profitabelste Unternehmen der Welt"

    Während Anleger nach der Zeichnung von SpaceX auf eine hohe Rendite hoffen, können Cathie Wood und Ron Baron schon kräftig jubeln. Ihre frühe Beteiligung an SpaceX beschert ihnen jetzt Milliarden-Gewinne!

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    Die Gewinner und Verlierer - Ron Baron: "SpaceX wird das größte und profitabelste Unternehmen der Welt"

    Nach einem ziemlichen Auf und Ab, ist der erste Handelstag an der Nasdaq für SpaceX erfolgreich verlaufen. Der Schlusskurs der Aktie des Musk-Konzerns lag bei 161 US-Dollar. Der größte Börsengang der Geschichte verzeichnete damit ein Plus von 19 Prozent und bewertet das Raumfahrtunternehmen mit 2,1 Billionen US-Dollar. 

    Die Aktie startete mit einem Kurs von 150 US-Dollar in ihren ersten Handelstag. Das lag deutlich unter den erwarteten 175 US-Dollar. In der Spitze konnte die Aktie dieses Ziel mit 176,52 US-Dollar zwar überbertrumpfen, sich aber nicht auf diesem hohen Niveau halten. Insgesamt wurden mehr als 500 Millionen Aktien gehandelt. Damit konnte SpaceX einen Rekord nicht knacken. Beim Debüt von Facebook, jetzt Meta Plattforms, wechselten rund 580 Millionen Aktien den Besitzer.

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    Anleger hoffen auf satte Gewinne Cathie Wood und Ron Baron haben sie schon

    Anteile an SpaceX waren jahrelang für normale Anleger kaum zugänglich. Während Tesla, Nvidia oder Apple schon lange Zeit über die Börse handelbar sind, blieb der Raumfahrtkonzern von Elon Musk weitgehend ein privates Unternehmen, dass über Finanzierungsrunden nur ausgewählten Investoren, Fonds, Stiftungen und Pensionskassen zugänglich war. 

    Das änderte sich jetzt mit dem Börsengang von SpaceX. Während die Anleger nun darauf spekulieren, dass die Aktie von SpaceX in ihrem Depot abhebt, können sich frühe Investoren schon die Hände reiben. Ihre Beteiligung aus den früheren Beteiligungsrunden beschert ihnen nach dem Börsenstart Milliardengewinne, wie die Beispiele Ron Baron und Cathie Wood zeigen. 

    Ron Baron: Der frühe Vogel fängt den Milliarden-Wurm

    Der bekannte Langfristinvestor Ron Baron ist mit seiner Investmentfirma Baron Capital laut CNBC schon sehr früh bei SpaceX an Bord gegangen. Bereits 2017 soll der Investor über ein Mitarbeiterprogramm in den Raumfahrtkonzern investiert haben. Damals wurde SpaceX mit schlanken 22 Milliarden US-Dollar bewertet.

    Wie CNBC berichtet, hat sich hat sich Baron seitdem an 27 Finanzierungsrunden des Musk-Konzerns beteiligt. Und das hat sich mehr als bezahlt gemacht. Auf einer Investorenkonferenz sagte Baron, dass seine Firma im Laufe der Jahre rund zwei Milliarden US-Dollar in SpaceX investiert habe. Durch den Börsengang ist der Wert dieser Investitionen mittlerweile auf 12 Milliarden US-Dollar angewachsen - eine ordentliche Rendite auf die Investitionen. 

    Für Anleger, die jetzt erst in den Genuss kommen in SpaceX zu investieren, hat Ron Baron hoffnungsvolle Worte parat. Auf der Investorenkonferenz sagte er auch: "Wir glauben, dass SpaceX das größte und profitabelste Unternehmen der Welt werden wird". Sollte das so eintreten, dann dürften Anleger der ersten Stunde an der Börse mit der Aktie auch gute Gewinne einfahren. 

    Allerdings gibt es auch viele Kritiker, welche die Bewertung von SpaceX als zu abgehoben beurteilen. Daher kann es durchaus zu einer Berg- und Talfahrt im Kurs kommen und ob Ron Baron wirklich recht behält, steht noch in den Sternen, zu denen SpaceX regelmäßig fliegt.

     

     

    Cathie Wood reibt sich ebenfalls die Hände

    Auch die zuletzt immer wieder kritisierte Investorin gehört zu den großen Profiteuren des Börsengangs von SpaceX. Nach Berechnungen von CNBC machte der Musk-Konzern zum 31. März diesen Jahres 11,4 Prozent der Nettovermögens des Ark Venture Funds aus. Damit stellte die Aktie jetzt die größte Position des Portfolios. 

    Auch Cathie Wood ist der Überzeugung das dies erst der Anfang einer langjährigen Erfolgsgeschichte ist. Gegenüber CNBC betonte Wood: "Durch Starship, Starlink und die Übernahme von xAI glauben wir, dass SpaceX eine vertikal integrierte KI-Infrastruktur für eine wesentlich größere Weltraumwirtschaft aufbaut."

    Wood betonte zudem, dass der Börsengang einen breiteren Zugang für langfristige Investoren ermögliche und dass ihrer Ansicht nach SpaceX noch am Anfang seiner Werstschöpfungsphase stehe. Wood ist davon überzeugt, dass die nächste Wachstumsphase nicht nur durch das bestehende Falcon-9-Startgeschäft und das Starlink-Satellitennetzwerk getragen werde, sondern Musk mit seinem Konzern neue kommerzielle Möglichkeiten im Weltraum schafft. 

    Elon Musk und seine Pläne

    Kurz vor dem Börsenstart erklärte der erste weltweite Billionär in einem Livestream von JPMorgan Chase, er habe SpaceX an die Börse gebracht, um dem Konzern Kapital für die nächste "signifikante Wachstumsphase" zu beschaffen. Wie die aussieht, skizzierte er auch kurz. Musk möchte mehr als 100.000 Satelliten in die Umlaufbahn schießen und KI-Rechenzentren im Weltraum bauen. 

    Für diese Pläne hat SpaceX jetzt 75 Milliarden US-Dollar mehr in der Tasche. Ob die Summe reicht, wird die Zeit zeigen. Musk hat einen Großteil der Summe wohl schon vor dem Börsendebüt von SpaceX verplant. Im Vorfeld hat sich Musk für 60 Milliarden US-Dollar ein Kaufrecht für das KI-Startup Cursor gesichert. Kommt der Deal nicht zustande, werden immer noch 10 Milliarden US-Dollar für die bisherige Zusammenarbeit fällig.

    Cursor ist ein KI-Code-Editor. Das Tool kann Codes automatisch vervollständigen, ganze Funktionen schreiben, Fehler erkennen, Änderungen vorschlagen und als Coding-Agent selbstständig arbeiten. Kurz gesagt: Es soll die Softwareentwicklung massiv beschleunigen. Für die 60 Milliarden US-Dollar erhofft sich Musk, dass SpaceX Raketen, Satelliten, KI und Infrastruktur-Software schneller entwickeln kann. 

    SpaceX obenauf Rest der Branche leidet 

    Eigentlich hatten sich viele Anleger erhofft, dass SpaceX auch die restlichen Raumfahrt-Aktien in die Höhe zieht, doch je näher der erste Kurs kam, desto tiefer ging es für die üblichen Verdächtigen der Branche bergab. Statt eines gemeinsamen Höhenfluges ging es für viele Aktie zweistellig in die andere Richtung. 

    Der größte Verlierer war Virgin Galactic, der Kurs brach um etwas mehr als 33 Prozent ein. Die anderen Raumfahrt-Aktien erwischte es zwar nicht ganz so schlimm, aber auch hier standen zweistellige Kursverluste fast durchgängig auf der Tagesordnung: Rocket Lab (-9,8 Prozent), York Space Systems (-17,8 Prozent), Planet Labs (-8,8 Prozent), Firefly Aerospace (-19 Prozent), Redwire (-11,5 %), Satellogic (-11,4 %), EchoStar (-11 %), AST SpaceMobile (-15,3 %), Sidus Space (-14,1), BlackSky Technologies (-9,9 %) und Intuitive Machines (-13,1 %).

    Kühlen Kopf bewahren

    SpaceX ist an der Börse und jetzt könnte wieder ein wenig Ruhe einkehren. Schon bald werden die nächsten Monster IPOs in den Vordergrund rücken. Mit Anthropic und OpenAI stehen zwei KI-Riesen in den Startlöchern. Sie werden den Blick etwas von der Raumfahrt-Branche ablenken. 

    Anleger sind daher gut beraten, sich nicht ausschließlich auf SpaceX zu konzentrieren. Der Absturz der übrigen Space-Aktien könnte einige Chancen enthalten. Die neue Woche wird daher zeigen, wie lange der Hype um SpaceX anhält und welche Aktien aus der Branche schon wieder auf Erholung schalten.

    Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge

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    Verfasst vonRedakteurMarkus Weingran
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