wO Heimspiel

    5849 Aufrufe 5849 0 Kommentare 0 Kommentare

    Leopard-2-Macher vor dem Börsengang: Polittischer Streit sorgt für Turbulenzen

    Der Rüstungskonzern KNDS will an die Börse. Doch ein Streit zwischen Berlin und Paris und Zweifel an einem Großprojekt bringen die Bewertung ins Rutschen.

    Für Sie zusammengefasst
    wO Heimspiel - Leopard-2-Macher vor dem Börsengang: Polittischer Streit sorgt für Turbulenzen

    Nicht nur in den USA ist in den vergangenen Wochen das IPO-Fieber ausgebrochen, das mit dem erfolgreichen IPO von SpaceX am Freitag seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Auch in Deutschland steht in den kommenden Wochen der Börsengang des deutsch-französischen Rüstungskonzerns KNDS auf dem Programm. 

    Doch nun gibt es Grund ist ein Machtkampf zwischen dem Unternehmen und der deutschen Bundesregierung, der die erwartete Marktbewertung bereits spürbar gedrückt hat.

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu Rheinmetall!
    Long
    919,07€
    Basispreis
    0,65
    Ask
    × 14,85
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Short
    1.031,31€
    Basispreis
    6,62
    Ask
    × 14,58
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Präsentiert von
    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Die Bundesregierung hat angekündigt, 40 Prozent des deutsch-französischen Rüstungskonzerns übernehmen zu wollen, der vor rund zehn Jahren aus der Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Hersteller Nexter entstanden ist.

    KNDS produziert unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2, den Schützenpanzer Puma und den Boxer. Das Unternehmen erzielte zuletzt einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro, der Auftragsbestand kletterte auf gut 33 Milliarden Euro.

    Das Problem: Die Marktlage hat sich dramatisch verändert. Anfang des Jahres hatten die beauftragten Investmentbanken KNDS noch mit 20 bis 25 Milliarden Euro bewertet. Heute sind es Schätzungen aus Regierungs- und Branchenkreisen zufolge knapp unter 15 Milliarden.

    Rheinmetall hat seit Jahresbeginn rund ein Fünftel seines Börsenwerts verloren, der tschechische Rüstungskonzern CSG sogar mehr als die Hälfte. Für die Eigentümerfamilien Bode und Braunbehrens, die komplett aussteigen wollen, bedeutet das: mehrere Milliarden weniger Erlös als erhofft .Jetzt spielen die Familien Medienberichten zufolge mit dem Gedanken, ihre Anteile vorerst doch nicht an den Bund zu verkaufen. 

    Rheinmetall

    -0,75 %
    -15,81 %
    -17,34 %
    -34,21 %
    -47,70 %
    +286,90 %
    +1.096,16 %
    +1.642,30 %
    +41.747,22 %
    ISIN:DE0007030009WKN:703000
    Rheinmetall direkt bei SMARTBROKER+ handelnKaufVerkauf

    Hinzu kommt ein Streit über Kontrolle. KNDS-Verwaltungsratschef Tom Enders, der das Unternehmen einmal ähnlich unabhängig führen wollte wie Airbus, lehnt weitreichende staatliche Eingriffsmöglichkeiten ab. Im Gespräch sind Vetorechte des Bundes bei Personalentscheidungen, Investitionen und möglichen Übernahmen.

    In Industriekreisen ist die Kritik deutlich: Eine solch starke politische Einbindung mache KNDS für private Investoren weniger attraktiv – Anteile seien dann nur mit Abschlag zu verkaufen. Die Bundesregierung widerspricht und sieht das schwierige Marktumfeld als alleinige Ursache.

    Zeitlich wird es nun eng. Die formelle Ankündigung des Börsengangs, das sogenannte Intention to Float, ist in den kommenden Tagen geplant. Frankreich, das bereits 50 Prozent an KNDS hält, drängt auf Tempo – Paris braucht die Einnahmen aus dem IPO dringend für den eigenen Haushalt. Eine Verschiebung in den Herbst, wie Berlin vorgeschlagen hat, lehnten die Eigentümerfamilien ab.

    Für Anleger bleibt KNDS trotz allem interessant: starke Auftragslage, relevante Produkte in einem geopolitisch aufgewerteten Segment, geplante Doppelnotierung in Frankfurt und Paris. Doch die Marktlage ist nicht mehr so bullish wie noch in den vergangene 2 bis 3 Jahren. Ein Rheinmetall-Moment könnte also ausbleiben..

    Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion


    Der Analyst erwartet ein Kursziel von 1018,08, was eine Steigerung von +5,05% zum aktuellen Kurs entspricht. Mit diesen Produkten können Sie die Kurserwartungen des Analysten übertreffen.
    Übernehmen
    Für Ihre Einstellungen haben wir keine weiteren passenden Produkte gefunden.
    Bitte verändern Sie Kursziel, Zeitraum oder Emittent.
    Alternativ können Sie auch unsere Derivate-Suchen verwenden
    Knock-Out-Suche | Optionsschein-Suche | Zertifikate-Suche
    Werbung Disclaimer

    Reports
    SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen




    wallstreetONLINE Redaktion
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen

    Melden Sie sich HIER für den Newsletter der wallstreetONLINE Redaktion an - alle Top-Themen der Börsenwoche im Überblick! Verpassen Sie kein wichtiges Anleger-Thema!

    Für Beiträge auf diesem journalistischen Channel ist die Chefredaktion der wallstreetONLINE Redaktion verantwortlich.

    Die Fachjournalisten der wallstreetONLINE Redaktion berichten hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerredaktionen exklusiv, fundiert, ausgewogen sowie unabhängig für den Anleger.

    Die Zentralredaktion recherchiert intensiv, um Anlegern der Kategorie Selbstentscheider relevante Informationen für ihre Anlageentscheidungen liefern zu können.

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"

    Mehr anzeigen

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"


    Verfasst vonRedakteurJulian Schick
    wallstreetONLINE bei Google bevorzugen.Sie erhalten mehr Inhalte von uns in Ihren Suchergebnissen
    wO Heimspiel Leopard-2-Macher vor dem Börsengang: Polittischer Streit sorgt für Turbulenzen Der Bund wollte beim Panzerbauer KNDS groß einsteigen – doch die Bewertung ist eingebrochen, die Familien zögern, und die Zeit läuft ab.

    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero