Höchster Stand seit 2 Wochen
Iran-Frieden beflügelt: Bitcoin über 65.000 US-Dollar
Ein diplomatischer Durchbruch sorgt für fallende Ölpreise und steigende Krypto-Kurse. Bitcoin profitiert kräftig, manche Altcoins legen sogar zweistellig zu.
- Straße von Hormus offen, Ölpreise fallen, Krypto steigt
- Bitcoin bei rund 66.000 US-Dollar, Anstieg zwei Prozent
- Fed-Pause wahrscheinlich, niedrige Ölpreise stützen Märkte
- Report: Achtung, Korrektur!
Die USA und Iran haben sich offenbar auf ein Ende ihrer Auseinandersetzung verständigt, inklusive Öffnung der Straße von Hormus. Für die Finanzmärkte ist das ein Befreiungsschlag, und Bitcoin gehört zu den größten Profiteuren. Am Montagmorgen kratzt die Kryptowährung an der 66.000-US-Dollar-Marke, ein Plus von gut zwei Prozent binnen 24 Stunden. Kurz vor 9:00 deutscher Zeit kostet ein Bitcoin 65.733 US-Dollar.
Das Sentiment profitiert vor allem vom sinkenden Ölpreis, denn die hohen Energiepreise hatten zuletzt die Inflationssorgen angeheizt und damit die Aussicht auf länger hohe Zinsen genährt, ein Belastungsfaktor für Tech-Aktien und Bitcoin gleichermaßen.
Pratik Kala, Portfoliomanager beim Krypto-Hedgefonds Apollo Crypto, sieht die Marke von 67.000 US-Dollar als nächste wichtige Hürde, "dort treffen Volumen und gleitende Durchschnitte zusammen", so der Experte gegenüber Bloomberg. Zugleich warnt er, das Risiko rund um den Bitcoin-Großinvestor Strategy sei keineswegs ausgeräumt, der Markt blende es derzeit einfach aus.
Erst vor wenigen Tagen war Bitcoin unter 60.000 US-Dollar gefallen, der tiefste Stand seit Oktober 2024, nachdem Michael Saylors Firma Strategy einen kleinen Teil ihrer Bestände verkauft und damit Verkaufsdruck samt ETF-Abflüssen ausgelöst hatte.
Auch andere Coins legen zum Wochenstart zu: Ethereum steigt mehr als 2 Prozent auf rund 1.717 US-Dollar, XRP und Solana gewinnen jeweils drei Prozent. Zu den stärksten Performern in den vergangenen 24 Stunden gehören Zcash mit 17 Prozent und Worldcoin mit einem Sprung von 15 Prozent.
Der Blick der Finanzmärkte und auch der Krypto-Investoren richtet sich nun auf die Fed-Sitzung am Mittwoch, die erste unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh. Laut CME FedWatch gilt eine Zinspause mit rund 97 Prozent Wahrscheinlichkeit als ausgemacht. Sollte der Ölpreis niedrig bleiben, könnte das die Liquiditätslage für Bitcoin und Altcoins weiter entspannen.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
