Carsten Stork
Bund-Future: Stabilisierung ohne klare Richtung
Der deutsche Bund-Future beendete die vergangene Handelswoche mit einem Plus von 0,33 % bei 126,03 Punkten. Damit konnte sich der Markt nach dem zwischenzeitlichen Druck wieder etwas stabilisieren. Von einer echten Trendbewegung kann aber weiterhin …
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Der deutsche Bund-Future beendete die vergangene Handelswoche mit einem Plus von 0,33 % bei 126,03 Punkten.
Damit konnte sich der Markt nach dem zwischenzeitlichen Druck wieder etwas stabilisieren. Von einer echten Trendbewegung kann aber weiterhin keine Rede sein. Der Bund-Future handelt momentan eher
in einer neutralen Zwischenzone: Er kommt nicht nachhaltig unter Druck, schafft auf der Oberseite aber auch keinen überzeugenden Ausbruch.
Belastend wirken weiterhin die höheren Inflationsdaten und die restriktivere Erwartung an die Notenbanken. Die EZB hat ihre Zinsen zuletzt angehoben und gleichzeitig die Inflationsprojektionen nach
oben angepasst. Das spricht grundsätzlich gegen eine größere Rallye bei Anleihen, weil der Markt wenig Spielraum für schnelle Zinssenkungen sieht.
Gleichzeitig hat die EZB aber keinen aggressiven Zinspfad vorgegeben. Die Kommunikation bleibt datenabhängig und von Sitzung zu Sitzung offen. Genau das hat den Bund-Future nach dem frühen
Wochenrückgang wieder stabilisiert. Der Markt preist also zwar ein höheres Zinsniveau ein, aber noch keinen neuen, dynamischen Zinserhöhungszyklus in Europa.
Auch aus den USA kommt weiter Gegenwind. Die dortigen Inflationsdaten und die Erwartung einer weiterhin restriktiven Fed belasten globale Anleihemärkte. Solange US-Renditen erhöht bleiben, dürfte
auch der Bund-Future auf der Oberseite begrenzt bleiben.
Kurzfristig ist die Lage damit relativ klar: Der Bund-Future hält sich stabil, zeigt aber keine starke Dynamik. Die 125er-Zone wurde zuletzt verteidigt, während der Bereich um 126 Punkte weiterhin
eher eine neutrale Mitte darstellt.
Fazit:
Der Bund-Future hat die Woche mit einem Plus von 0,33 % bei 126,03 Punkten beendet. Das ist eine Stabilisierung, aber noch kein neues Kaufsignal. Der Markt läuft derzeit eher seitwärts: nicht
wirklich schwach, aber auch nicht überzeugend stark. Für eine nachhaltige Bewegung nach oben bräuchte es klarere Entspannung bei Inflation und Zinsen. Bis dahin bleibt die Position eine
Geduldsfrage.
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