Milliarden-Wette auf KI
KI-Boom erzwingt Umdenken: Diese Partnerschaft setzt neue Maßstäbe
Schneider Electric und Foxconn bündeln ihre Kräfte für die nächste Generation von KI-Rechenzentren. Die Produktion soll noch 2026 anlaufen.
- Schneider Electric und Foxconn bauen KI-Rechenzentren
- Produktion der ersten Lösungen soll 2026 anlaufen
- Fokus auf Energieversorgung, Kühlung und Skalierbarkeit
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Der Energietechnikkonzern Schneider Electric und der Elektronikfertiger Hon Hai Precision Industry, besser bekannt als Foxconn, wollen gemeinsam die nächste Generation von KI-Rechenzentren vorantreiben. Das teilten die Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Die Produktion der ersten Lösungen soll noch im Laufe des Jahres starten.
Antwort auf den KI-Boom
Der rasante Ausbau von Anwendungen auf Basis Künstlicher Intelligenz erhöht weltweit den Bedarf an leistungsfähiger digitaler Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund bündeln die beiden Konzerne ihre Kompetenzen. Foxconn bringt sein Know-how bei KI-Serverplattformen, der Integration von KI-Racks und der globalen Fertigung ein. Schneider Electric steuert seine Expertise bei Stromversorgung, Kühlung und Energiemanagement bei.
Gemeinsam wollen die Partner schlüsselfertige Lösungen entwickeln, die Unternehmen den Aufbau und Betrieb von KI-Infrastrukturen erleichtern. Ziel ist es, Rechenzentrumskapazitäten schneller, effizienter und planbarer bereitzustellen.
Neue Standards für KI-Rechenzentren
Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf der Entwicklung neuer Referenzarchitekturen für KI-Rechenzentren. Darüber hinaus wollen die Unternehmen Innovationen bei geschlossenen Energiemanagementsystemen, modularen Strom- und Kühllösungen sowie standardisierten Designkonzepten vorantreiben.
Dadurch sollen weltweit wiederholbare und leistungsstarke Blaupausen für sogenannte KI-Fabriken entstehen. Die Infrastruktur soll von Beginn an auf Skalierbarkeit und Energieeffizienz ausgelegt werden.
Manager sehen Paradigmenwechsel
Foxconn-Chef Young Liu sieht in der Kooperation eine notwendige Antwort auf die Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung. "Angesichts des rasanten Fortschritts der KI benötigt die Branche ein neues Modell für die Konzeption, den Aufbau und die Bereitstellung von Infrastruktur", sagte Liu. Durch die Verbindung der Stärken beider Unternehmen entstehe ein Weg, "KI-Kapazitäten in großem Maßstab einzusetzen – schneller, intelligenter und nachhaltiger".
Auch Schneider-Electric-Chef Olivier Blum verweist auf die wachsende Bedeutung der Energieversorgung für den KI-Sektor. "Die Nachfrage nach KI nimmt weiter zu, und während die Rechenleistung mitwächst, um Schritt zu halten, wird die dahinterstehende Energie zu einem grundlegenden Wegbereiter", sagte Blum. Wer KI verantwortungsvoll skalieren wolle, müsse diese Systeme vernetzen. "Hier kommt der Energieintelligenz eine entscheidende Rolle zu."
Blum betonte, Schneider Electric arbeite daran, die effizientesten und nachhaltigsten KI-Fabriken zu ermöglichen. Gemeinsam mit Foxconn wolle das Unternehmen Kunden helfen, neue Kapazitäten schneller sowie widerstandsfähiger und effizienter aufzubauen.
Mit der Partnerschaft reagieren beide Konzerne auf einen Markt, der durch den weltweiten KI-Boom vor einem massiven Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten steht.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

