Im Schatten von SpaceX

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    Auch diese verkannte Aktie aus Europa hat jede Menge "Space" zu bieten!

    Wenn es um Weltraum-Fantasie geht, schauen Investoren vor allem in die USA. Doch auch aus Europa kommen starke Player, dazu gehört zum Beispiel Airbus.

    Für Sie zusammengefasst
    Im Schatten von SpaceX - Auch diese verkannte Aktie aus Europa hat jede Menge "Space" zu bieten!

    Willkommen zum Smartbroker+ Chart der Woche – Airbus

    Schon vor dem historischen Börsengang des von Elon Musk gegründeten Raumfahrtkonzerns SpaceX am vergangenen Freitag waren Space-Aktien eine der heißesten Wetten in den vergangenen zwei Jahren. Titel wie Rocket Lab und AST SpaceMobile haben sich angesichts der Zukunftsaussichten der Branche vervielfacht. Darin ist zwar auch jede Menge Spekulation enthalten, aber eben nicht nur.

    Nachdem staatlichen Raumfahrtagenturen wie der NASA immer weniger Finanzmittel zur Verfügung stehen, übernehmen private Anbieter die Kommerzialisierung der Raumfahrt. Hier wächst der Bedarf an günstigen Transportkapazitäten schnell, da Satelliten eine immer wichtigere Rolle in den Bereichen Telekommunikation und Datenübertragung einnehmen – umso mehr im Zeitalter von KI.


     

    Viel Kompetenz auch bei Traditionskonzernen wie Airbus

    Doch angesichts immer weiter steigender Kurs- und Bewertungsniveaus bei den Newcomern, hat sich gegenüber traditionellen Luft- und Raumfahrtkonzernen ein bemerkenswertes Gefälle aufgetan – die Diskussion um die Unternehmensbewertung von SpaceX ist hier nur die Spitze des Eisberges – denn während Rocket Lab und Co. steil gehen, sind die Aktien vieler Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung und den industriellen Skalierungsmöglichkeiten zuletzt oft am Boden geblieben.

    Dazu gehören beispielsweise auch die Anteile des europäischen Flugzeugbauers Airbus. Das Kursgeschehen wurde hier in den vergangenen Wochen und Monaten maßgeblich durch den Iran-Krieg bestimmt, der eine Wachstumsdelle der globalen Luftfahrtindustrie befürchten ließ. Diese Verengung übersieht jedoch, dass der Konzern ein wichtiger Player der Weltraum-Branche ist und von zukünftigen Entwicklung in diesem Bereich profitieren könnte.

    Hintergrund ist, dass Airbus gemeinsam mit dem französischen Safran-Konzern ArianeGroup betreibt. Dahinter verbirgt sich der Entwickler der gleichnamigen Trägerrakete, die über eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Raumfahrt verfügt. So wurde beispielsweise das Weltraumteleskop James Webb mit einer Rakete von Arianespace an seinen Bestimmungsort gebracht. ArianeGroup beschäftigte im vergangenen Jahr 8.300 Mitarbeitende und erwirtschaftete einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro. Damit ist das Unternehmen kein Leichtgewicht.

    Auch bei Airbus dürfen Anlegerinnen und Anleger daher von Weltraum-Fantasie zu träumen beginnen, zumal die Aktie fair bewertet ist und auch technisch einen insgesamt ansprechenden Eindruck macht.

    Airbus Chartsignale

    • Langfristiger Aufwärtstrend: Die Airbus-Aktie befindet sich in einer übergeordneten, mehrjährigen Anstiegsbewegung mit hoher Zuverlässigkeit.
    • Zurückliegende Korrektur: In den vergangenen Wochen und Monaten stand die Aktie nach neuen Rekordnotierungen unter Verkaufsdruck.
    • Trendlinien behauptet: Wichtige Unterstützungen konnten behauptet oder zurückerobert werden. Damit dürfte sich der übergeordnete Trend wieder durchsetzen.
    • Neue Aufbruchssignale: Der Relative-Stärke-Index zeigt wachsende Stärke an, während der Trendstärkeindikator MACD zumindest erste Entspannung signalisiert.

     

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    Quelle: Eigene Darstellung, abgebildeter Zeitraum: 15.06.2021 bis 15.06.2026
    Bitte beachten Sie: Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen.

    Hebt Airbus bald ab? Das spricht jetzt dafür!

    Den meisten Anlegerinnen und Anlegern dürfte Airbus als Hersteller von Passagiermaschinen bekannt sein. In dieser Rolle teilt sich das Unternehmen den weltweit stark wachsenden Markt mit Boeing auf. Hersteller außerhalb dieses Duopols, darunter der aufstrebende brasilianische Flugzeugbauer Embraer, spielen bislang eine untergeordnete Rolle. Tatsächlich macht der Verkauf von Flugzeugen den größten Teil von Airbus aus.

    Das bedeutet allerdings nicht, dass der Konzern nicht auch auf anderen Geschäftsfeldern aktiv und erfolgreich ist. Dazu gehören neben der bereits erwähnten Beteiligung am Joint Venture ArianeGroup auch die Fertigung von Helikoptern sowie das Rüstungsgeschäft, das einerseits wieder Militärmaschinen und andererseits Ausrüstungskomponenten herstellt.

    Über ArianeGroup hinaus gehört mit Astrium eine weitere Weltraum-Tochter zum Konzern. Hier werden Satelliten gefertigt und Transportdienstleistungen angeboten, außerdem war Astrium am Bau der Internationalen Raumstation (ISS) beteiligt – das zeigt, dass es viel zu kurz greift, auf der Suche nach aussichtsreichen Raumfahrtkonzernen nur bei den Newcomern zu suchen.

    Korrektur ja, aber langfristiger Aufwärtstrend dürfte wieder aufgenommen werden

    In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich die Aktie nicht zufriedenstellend entwickelt. Nach einem Doppel-Top knapp unterhalb von 220 Euro korrigierte die Aktie im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg stark. Dadurch kam es zum Unterschreiten der Durchschnittslinien und mit deren Death Cross auch zu einem starken Verkaufssignal.

    Die Verluste der Aktie konnten jedoch an der Unterstützung bei 160 Euro begrenzt werden, wo Airbus mit Blick auf den Relative-Stärke-Index (RSI) stark überverkauft war. Seither geht es für die Aktie wieder bergauf, wodurch eine neue, etwas steilere Aufwärtstrendlinie als die der vergangenen 3,5 Jahre entstanden ist. Zudem hat Airbus seine 50-Tage-Linie zurückerobern können, was ein erstes prozyklisches Kaufsignal darstellt.

    Der Trendstärkeindikator MACD zeigt unterhalb der Nulllinie notierend zwar noch einen Abwärtstrend der Aktie an, der Anstieg über die (rote) Signallinie deutet aber auf Entspannung hin. Dieses Crossing genügt nach Abwärtsphasen häufig bereits für eine mittelfristige Erholung. Am Montag ist außerdem der Sprung über 180 Euro gelungen, was einen Widerstand darstellte. Nachdem dieser nun überwunden ist, rückt auch ein Anstieg über die 200-Tage-Linie in Reichweite. Gelingt dieser, dürfte der Knoten für die Aktie zeitnah platzen. Unter den Bereich von 160 Euro sollte Airbus, um dieses Szenario nicht zu gefährden, aber nicht mehr fallen.

    Bewertung mehr als fair, vor allem im Vergleich zu Boeing und SpaceX

    Während die Bewertungen vieler von Anlegerinnen und Anlegern hochgehandelten Weltraum-Aktien im wahrsten Sinne des Wortes astronomisch sind – insbesondere die von SpaceX – bietet die Airbus-Aktie viel Substanz auf einem moderaten Bewertungsniveau.

    Für 2026 wird Airbus mit dem 24,4-Fachen seiner erwarteten Gewinne bewertet, für 2027 liegt das von Marktteilnehmenden geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 20,7 und damit deutlich unter dem historischen Mittel von 27,8. Auch gegenüber Erzrivale Boeing, ein nicht minder erfahrener Luft- und Raumfahrtkonzern und neben Airbus der zweite große Anbieter von Passagierflugzeugen, bietet der europäische Gemeinschaftskonzern Bewertungsvorteile. Der US-Konzern wird für 2026 mit einem negativen KGV und für 2027 mit dem 52,4-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt.

    Noch verbesserungsbedürftig sind bei Airbus die Cashflows, für die in 2026 eine Rendite von 3,4 Prozent erwartet wird. Das hält den Konzern jedoch nicht davon ab, seinen Anlegerinnen und Anlegern eine Dividende von voraussichtlich 1,9 Prozent zu bieten – ein weiterer Vorteil etablierter Luft- und Raumfahrtkonzerne gegenüber den Newcomern.

    Dazu kommt eine blitzsaubere Bilanz. Zwar verfügt Airbus über langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von rund 16 Milliarden Euro, diesen stehen jedoch liquide und liquidierbare Reserven in Höhe von 18 Milliarden Euro gegenüber, sodass das Unternehmen unter dem Strich schuldenfrei und für zukünftige Investitionstätigkeiten nicht auf Kapitalerhöhungen angewiesen ist. Das schützt die Aktionärsstruktur gegenüber Verwässerung.

    Expertinnen und Experten zuversichtlich, sehen großes Potenzial

    Unter Analystinnen und Analysten sind die Zukunftsaussichten des Luft- und Raumfahrtkonzerns unstrittig. Insgesamt liegen zur Airbus-Aktie 23 Einschätzungen vor, wovon 10 das Papier zum Kauf und 5 weitere zum Übergewichten empfehlen. Neutral sind 8 Research-Häuser eingestellt, während Airbus kein einziges Mal zum Reduzieren oder Verkaufen empfohlen ist.

    Im Mittel geben Expertinnen und Experten einen fairen Wert von 209,74 Euro an. Das entspricht gegenüber dem Kursniveau vom Montagmittag einer Upside von 17 Prozent. Selbst die pessimistischste Einschätzung mit einem Kursziel von gerade Mal 175 Euro sieht kaum Abwärtspotenzial, wohingegen die größten Fans der Aktie den fairen Wert bei 258,00 Euro sehen.

    Airbus auf einen Blick

    • ISIN: NL0000235190
    • Börsenwert: 141,1 Milliarden Euro
    • Dividendenrendite: 1,9 Prozent
    • KGVe 2026: 24,4
    • Durchschnittliche Analystenempfehlung: Kaufen

     

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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