Mega-Börsengänge
AI 3: Verdrängen KI-Unternehmen die Magnificent Seven?
Drei KI-Unternehmen, die AI 3, drängen an die Börse. Mega-IPOs oder Mega-Reinfall?
- OpenAI und Anthropic reichen IPO Unterlagen ein
- Perplexity plant Börsengang frühestens 2028 unabhängig
- Anleger zweifeln an nachhaltiger KI-Bewertung
- Report: SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
OpenAI teilte in der vergangenen Woche mit, dass es Unterlagen für einen Börsengang in den USA eingereicht hat.. Damit folgt das Unternehmen seinem Wettbewerber Anthropic auf dem Weg an die Börse und will die ungebrochene Nachfrage der Investoren nach KI-Aktien nutzen.
Perplexity hat mehrfach erklärt, frühestens 2028 an die Börse gehen zu wollen. CEO Aravind Srinivas sagte zuletzt gegenüber CNBC und Reuters, dass der IPO-Plan für 2028 unabhängig davon bestehen bleibt, wie die Börsengänge von OpenAI oder Anthropic verlaufen.
OpenAI machte weder Angaben zum Volumen noch zu den Konditionen des geplanten Börsengangs und erklärte, dass ein konkreter Zeitplan noch nicht feststehe.
Reuters hatte berichtet, dass der KI-Konzern bei seinem Börsendebüt eine Bewertung von bis zu einer Billion US-Dollar anstrebt. Der Börsengang könnte bereits im September erfolgen.
Mit einer solchen Bewertung würde OpenAI den Weg für eine Reihe von Unternehmen ebnen, die innerhalb kurzer Zeit mit einer Billionenbewertung an den Kapitalmarkt kommen.
Den Anfang machte am Freitag SpaceX von Elon Musk bei einer Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar.
Auch Anthropic, das Unternehmen hinter dem erfolgreichen Programmierassistenten Claude Code, gab bereits am 1. Juni bekannt, Unterlagen für einen US-Börsengang eingereicht zu haben. Zuvor hatte das Unternehmen in einer Finanzierungsrunde 65 Milliarden US-Dollar eingesammelt, was einer Bewertung von 965 Milliarden US-Dollar entsprach.
Die Börsengänge von Anthropic, OpenAI und Perplexity läuten eine prägende Phase für die Technologiebranche ein. Künstliche Intelligenz ist DER Investmentcase und zugleich drängen sich die Unternehmen an die Spitze der wertvollsten Unternehmen. Schon jetzt, da SpaceX mit rund 1,8 Billionen US-Dollar bewertet wird, kann man nicht mehr von den Magnificent Seven sprechen.
Im März erklärte OpenAI, inzwischen 2 Milliarden US-Dollar Umsatz pro Monat zu erzielen und damit rund viermal schneller zu wachsen als die Unternehmen, die einst das Internet- und Mobilzeitalter geprägt hatten, darunter Alphabet und Meta.
Aber: Anleger stellen zunehmend die Frage, ob der kometenhafte Aufstieg des KI-Sektors nachhaltig ist, besonders im Halbleitersektor. Kann eine revolutionäre Technologie trotzdem ein schlechtes Investment sein?
Zu Bedenken gilt: Amazon verlor zeitweise über 90 Prozent, obwohl das Unternehmen später einer der größten Gewinner der Geschichte wurde.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

