Aktie vor Verlusten?

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    DAX-Schwergewicht RWE: Das könnte jetzt bitter enden!

    Die Anteile der Versorger E.ON und RWE blicken auf eine zuletzt sehr starke Performance zurück, doch insbesondere bei RWE zeigen sich jetzt erste Risse.

    Für Sie zusammengefasst
    • RWE nach Rallye mit ersten technischen Schwächen
    • MACD unter Signallinie signalisiert Abwärtsdruck
    • Bewertung hoch, kurzfristig Korrekturpotenzial rund 20
    • Report: Achtung, Korrektur!
    Aktie vor Verlusten? - DAX-Schwergewicht RWE: Das könnte jetzt bitter enden!

    Versorgeraktien: Nicht nur ein sicherer Hafen

    Zu den in den vergangenen 12 Monaten besonders gut gelaufenen Aktien im deutschen Leitindex DAX gehören die Anteile der Energieversorger E.ON und RWE. Mit einem Plus von fast 58 Prozent gegenüber dem Stand vor einem Jahr lieferte vor allem RWE eine überzeugende Vorstellung ab.

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    Die Branche profitiert vom stetig wachsenden Energiebedarf auch im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz. Dazu kommt, dass die deutsche Wirtschaft zumindest vor dem Iran-Krieg Anzeichen eines Aufschwungs erkennen ließ. Dieser droht zwar jetzt durch die hohen Energiepreise wieder abgewürgt zu werden, doch Versorger können die Preise an ihre Kunden weitergeben und so ihre Umsätze und Gewinne steigern. Deshalb legte die RWE-Aktie in den vergangenen Wochen weiter zu.


     

    RWE-Aktie vor Korrektur? Das spricht jetzt dafür!

    Am Montag allerdings belegte sie vor Tagesverlierer Rheinmetall den zweitletzten Platz im DAX mit Verlusten von 2,2 Prozent. Das ist zugegeben überschaubar, kommt für die Aktie aber zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da sich diese ohnehin bereits im Rückwärtsgang befindet und sich die Talfahrt mit Blick in den Chart jetzt beschleunigen könnte:

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    Langfristiger Aufwärtstrend intakt, aber ...

    Übergeordnet befindet sich die RWE-Aktie in einem mehrjährigen Aufwärtstrend. Dieser hat sich vor allem zum Jahreswechsel 2024/25 enorm beschleunigt und den Anteilen zu mehr als einer Verdopplung verholfen. Auch in dieses Jahr startete RWE mit viel Schwung. Im Bereich von 55 Euro traf die Aktie zwar auf einen Widerstand, dieser konnte Anfang März jedoch zugunsten des höchsten Stands seit knapp 16 Jahren überwunden werden. Solche markanten Mehrjahreshochs bedeuten in der technischen Analyse starke Kaufsignale.

    Von diesem konnte die Aktie in der Folge profitieren. Es folgte eine Anschlussrallye bis jenseits von 60 Euro. Dort war allerdings Schluss, denn einerseits war der Relative-Stärke-Index (RSI) in den überkauften Bereich vorgedrungen und andererseits wurde die Rallye nicht durch steigende technische Indikatoren bestätigt. Im Gegenteil befürworten die jetzt vorliegenden bearishen Divergenzen eine Trendwende.

    ... die ersten Verkaufssignale liegen vor und weitere könnten folgen

    Erste Verluste sind der Aktie in den vergangenen Wochen bereits entstanden. Zwar hielt der vormalige Widerstandsbereich um 55 Euro als neue Unterstützung Verkaufsversuchen bislang stand, nichtsdestotrotz wurde die 50-Tage-Linie aufgegeben, was ein erstes Verkaufssignal darstellt. Dass die Aktie in der vergangenen Woche am Versuch, diese zurückzuerobern, gescheitert ist, spricht jetzt für ihren Charakter als Widerstand. Das dürfte den Druck auf die Unterstützung bei 55 Euro erhöhen.

    Mit Blick auf die technischen Indikatoren zeigt sich ein gegenwärtig neutraler RSI. Das geht in Ordnung. Nicht gefallen kann jedoch der Trendstärkeindikator MACD, der unter der Nulllinie liegt und damit bereits einen Abwärtstrend der Aktie anzeigt. Zwar ist es hier zuletzt zu leichten Verbesserungen gekommen, doch die drohen schon wieder zunichte gemacht werden. Fällt der MACD jetzt unter seine (rote) Signallinie, würde das die Korrektur der Aktie beschleunigen.

    In diesem Fall müsste mit einem Kursrutsch bis mindestens 50 Euro beziehungsweise an die 200-Tage-Linie rund einen Euro darunter gerechnet werden. Fällt auch die, könnte RWE sogar bis 43 Euro zurücksetzten. Das Verlustpotenzial beträgt gegenwärtig also rund 20 Prozent. Zur Oberseite könnte sich die Aktie mit einem nachhaltigen Anstieg über 60 Euro aus ihrer misslichen Lage befreien. Hierfür liegen aktuell jedoch keine Anzeichen vor.

    Fazit: Auch die Bewertung befürwortet eine Korrektur

    Mit Blick auf die Unternehmensbewertung wäre eine etwas ausgedehntere Korrektur überfällig. Für 2026 ist RWE bereits mit einem KGV von 22,6 bewertet, für 2027 steht aktuell ein Gewinnvielfaches von 18,5 zu Buche. Beide Werte liegen deutlich über dem historischen Mittel von 16,1. Im Vergleich dazu handelt E.ON aktuell mit KGVs von 16,8 für 2026 und von 15,3 für 2027. Das ist dem aktuellen Zinsumfeld und dem wirtschaftlich unsicheren Ausblick eher angemessen.

    Grundsätzlich gibt es an der RWE-Aktie nur wenig auszusetzen. Angesichts der überzeugenden Story eines in den kommenden Jahren stark steigenden Energiebedarfs sowie einer an Fahrt gewinnenden Energiewende sind die langfristigen Aussichten der Anteile gut. Kurz- und mittelfristig sind sie aber korrekturgefährdet, was aus fundamentaler Perspektive zu begrüßen wäre. Geduldige Anlegerinnen und Anleger warten ab und schlagen dann eine Etage tiefer zu – das macht auch die gegenwärtig unterdurchschnittliche Dividendenrendite von 2,3 Prozent wieder attraktiver.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurMax Gross
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