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    Bund lehnt Unicredit-Angebot für Commerzbank ab

    Für Sie zusammengefasst
    • Staat lehnt Unicredit-Übernahme mangels Prämie
    • Bund unterstützt Eigenständigkeit und Finanzfunktion
    • Übernahmekampf eskaliert mit Vorwürfen und Bafin
    Bund lehnt Unicredit-Angebot für Commerzbank ab

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Staat hat der laufenden Übernahmeofferte der italienischen Unicredit für die Commerzbank eine Absage erteilt. "Eine Annahme des Angebots kam bereits wirtschaftlich nicht infrage, da das Übernahmeangebot keine angemessene Prämie auf den aktuellen Kurs der Commerzbank-Aktie enthält", teilte die Finanzagentur des Bundes in Frankfurt mit.

    Zugleich wandte sich der Bund, der als zweitgrößter Aktionär der Commerzbank rund 12 Prozent der Anteile hält, erneut gegen eine Übernahme der zweitgrößten deutschen Privatbank durch die Unicredit. Man unterstütze die Strategie der Eigenständigkeit der Commerzbank und lehne "das aggressive Vorgehen" der Unicredit ab. "Die Commerzbank AG spielt eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des deutschen Mittelstands", hieß es. "Sie ist als bedeutender Arbeitgeber zudem zentral für den Finanzstandort Frankfurt. Beides gilt es auch in Zukunft sicherzustellen."

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    Die Unicredit hat im Mai eine freiwillige Offerte für die Commerzbank vorgelegt und bietet eigene Aktien zum Tausch. Die Großbank aus Mailand bekam nach jüngsten Angaben rund 11 Prozent aller Commerzbank-Aktien angedient. Damit würde der Anteil der Unicredit rechnerisch auf rund 38 Prozent steigen, zudem hat sie sich über Kaufoptionen mehr als drei Prozent der Commerzbank-Aktien gesichert und hält weitere Finanzinstrumente. Die Übernahmefrist läuft bis zu diesem Dienstag, soll aber bis zum 3. Juli verlängert werden.

    Übernahmekampf wird zur Schlammschlacht

    Der Übernahmekampf zwischen Commerzbank und Unicredit war zuletzt eskaliert. So drohte die Unicredit der Commerzbank mit einem Austausch von Aufsichtsrat und Vorstand, sollte sie auf der Hauptversammlung genug Unterstützung von Aktionären erlangen.

    Die Commerzbank wiederum sieht bei den Angaben der Unicredit ein falsches Spiel und hat die Finanzaufsicht Bafin eingeschaltet. Sie kritisiert, die angedienten Aktien stammten überwiegend von Banken, mit denen die Unicredit über Finanzinstrumente Geschäfte macht, und nicht von unabhängigen Aktionären. Denn für diese wäre das Angebot der Unicredit, das unter dem Aktienkurs der Commerzbank liegt, ein Verlustgeschäft. Die Unicredit wies die Kritik wiederholt zurück./als/DP/jha

     

    Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Commerzbank Aktie

    Die Commerzbank Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,47 % und einem Kurs von 36,69 auf Tradegate (16. Juni 2026, 09:24 Uhr) gehandelt.

    Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Commerzbank Aktie um -1,97 % verändert. Der Verlust auf 30 Tage beträgt -1,20 %.

    Die Marktkapitalisierung von Commerzbank bezifferte sich zuletzt auf 42,51 Mrd..







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