Brent & WTI
Straße von Hormus: So sehen Analysten jetzt den Ölpreis fallen
Für das kommende Jahr erwartet Goldman Sachs einen Preis von 75 US-Dollar pro Barrel für Brent und 70 US-Dollar für WTI.
- Goldman erwartet 75 USD für Brent und 70 USD WTI
- Ölexporte aus dem Golfraum erreichen nur rund 70 Prozent
- Verträge Schweiz zur Öffnung der Straße von Hormus
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Am Freitag sollen in der Schweiz die Verträge unterzeichnet werden: Zur Öffnung der Straße von Hormus. Die Analysten preisen das neue Szenario ein und rechnen mit fallenden Rohölpreisen. Dabei schlägt Goldman Sachs eher ruhigere Töne an.
Für die Sorte Brent gehen die Analysten von einem Durchschnittspreis von 85 US-Dollar pro Barrel für das laufende Jahr aus. Wenn man die beiden ersten Monate des Jahres mit in die Rechnung nimmt, wo der Preis sich rund um die 65 US-Dollar pro Barrel bewegte, so ist die aktuelle Goldman-Prognose relativ konservativ angesetzt.
Die Ölversorgung könne sich zwar schneller erholen als erwartet. ABER: Die Exporte aus dem Golfraum würden, selbst bei einer Erholung des Schiffsverkehrs, um nur etwa 70 Prozent wieder das Vorkriegsniveau erreichen könnten. So geht Goldman davon aus, dass die Preise 2027 trotz eines prognostizierten Angebotsüberschusses von 3,2 Millionen Barrel pro Tag relativ stabil bleiben werden.
Für das kommende Jahr erwartet die Bank einen Preis von 75 US-Dollar pro Barrel für Brent und 70 US-Dollar für WTI.
Was Goldman aber nicht bedenkt: Bereits vor dem Irankrieg gab es eine Überproduktion und Überversorgung. Daher kommen beispielsweise die Analysten von Citi zu einem anderen Schluss.
Citi senkte am Montag seine durchschnittlichen Prognosen für den Preis von Brent-Rohöl auf 75 beziehungsweise 70 US-Dollar pro Barrel für das dritte und vierte Quartal 2026. Für 2027 gehen die Citi-Analysten von einem Brent-Preis von 65 US-Dollar je Barrel aus.
Gewichtig ist auch der Umstand, dass die Vereinigten Arabischen Emirate nicht mehr an die Vorgaben der OPEC gebunden sind. Auch das dürfte zu radipe fallenden Ölpreisen führen.
Wenn am Freitag die Tinte der Verträge getrocknet ist, so dürften in der darauffolgende Woche die Preise für Rohöl erheblich sinken. Vielleicht fallen sie dann tatsächlich "wie ein Stein", so wie Donald Trump jüngst meinte.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

