KI gegen Cybergefahr
Die Hacker rüsten auf – SoftBank schlägt mit OpenAI zurück
SoftBank bringt gemeinsam mit OpenAI eine neue KI-Lösung gegen Cyberangriffe auf den Markt. Der Fokus liegt auf Japans kritischer Infrastruktur.
- SoftBank und OpenAI starten KI-Cyberschutz in Japan
- Patching as a Service findet und behebt Lücken
- Gegenmaßnahmen gestärkt nach Praxistest in Japan
- Report: Achtung, Korrektur!
Die SoftBank-Group bringt gemeinsam mit OpenAI eine neue Cybersicherheitslösung auf den Markt. Mit dem Dienst "Patching as a Service" sollen Unternehmen Schwachstellen in ihren IT-Systemen schneller erkennen und gezielt beheben können. Das Angebot richtet sich zunächst an ausgewählte Betreiber kritischer Infrastruktur in Japan.
Nach Angaben von SoftBank kombiniert die Lösung die KI-Technologien von OpenAI mit der operativen Erfahrung von SoftBank im Bereich Cybersicherheit. Der Dienst unterstützt Unternehmen bei der Analyse von Sicherheitslücken, der Planung von Gegenmaßnahmen sowie bei deren Umsetzung.
Wachsende Bedrohung durch KI-gestützte Angriffe
Hintergrund der Initiative ist die zunehmende Nutzung künstlicher Intelligenz durch Cyberkriminelle. Angriffe lassen sich dadurch automatisieren und in größerem Umfang durchführen. Sicherheitslücken können so schneller ausgenutzt werden und zu Systemausfällen, Datenverlusten oder Unterbrechungen wichtiger Dienste führen.
Unternehmen stehen deshalb vor der Herausforderung, potenzielle Schwachstellen laufend zu identifizieren und passende Schutzmaßnahmen einzuleiten. Trotz der Fortschritte bei KI-Anwendungen bleibt dabei die Arbeit erfahrener Sicherheitsexperten ein zentraler Bestandteil der Cyberabwehr.
Erkenntnisse aus groß angelegtem Praxistest
Vor dem Marktstart führte SoftBank nach eigenen Angaben eine umfangreiche Analyse der eigenen internen Systeme mit den Cybersicherheits-Technologien von OpenAI durch. Dabei seien vielversprechende Ergebnisse bei der Identifizierung möglicher Schwachstellen erzielt worden.
Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen nun in das neue Angebot einfließen. SoftBank will die Lösung schrittweise bei Unternehmen einführen, die für den Betrieb kritischer Infrastruktur in Japan verantwortlich sind.
Son: KI wird auch die Angreifer stärken
SoftBank-Gründer und Konzernchef Masayoshi Son sieht eine neue Phase im digitalen Wettrüsten. "Cyberangriffe, die auf fortschrittlicher KI basieren, werden sich weiter ausbreiten", sagte er. Zugleich betonte Son: "Wir sind entschlossen, uns mit modernster KI dagegen zu wehren."
Auch SoftBank-Chef Junichi Miyakawa verweist auf die praktischen Erfahrungen des Konzerns. "Indem wir das praktische Fachwissen nutzen, das wir durch den Einsatz der Cybersicherheitstechnologien von OpenAI erworben haben, werden wir den immer raffinierteren Cyberbedrohungen begegnen, die auf Japans kritische Infrastruktur abzielen", erklärte er.
OpenAI will Verteidiger stärken
OpenAI-Chef Sam Altman bezeichnete künstliche Intelligenz als einen Treiber des Wandels in der Cybersicherheit. "Wir konzentrieren uns darauf, robuste Programme zu entwickeln, die den Verteidigern helfen, schneller zu reagieren", sagte Altman. Er freue sich darauf, gemeinsam mit SoftBank die Vorteile der Cyber-Modelle von OpenAI mehr Organisationen in Japan zugänglich zu machen und die Systeme zu stärken, auf die sich Gesellschaft und Wirtschaft verlassen.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

