WDH/Streit um Gaskraftwerke

    133 Aufrufe 133 0 Kommentare 0 Kommentare

    Brandenburgs Wirtschaftsministerin sieht Bewegung

    Für Sie zusammengefasst
    • Nordbonus gefordert zur Sicherung von Osten und Norden
    • Klement sieht Chancen für Nachbesserungen im Gesetz
    • Neue Gaskraftwerke sichern Versorgung und tausende Jobs
    WDH/Streit um Gaskraftwerke - Brandenburgs Wirtschaftsministerin sieht Bewegung

    (Tippfehler am Ende des ersten Absatzes beseitigt)

    POTSDAM/COTTBUS (dpa-AFX) - Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement sieht noch Chancen, dass beim Gesetz zum Bau neuer Gaskraftwerke Nachbesserungen für den Norden und Osten Deutschlands erzielt werden können. Der Energiekonzern Leag in der Lausitz beklagt eine Benachteiligung des Ostens bei den Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke. "Es könnte gelingen, dass man sogar im Gesetzestext noch Änderungen erreichen kann", sagte Wirtschaftsministerin Klement (CSU) der Deutschen Presse-Agentur.

    Die Energieunternehmen Leag in Cottbus und Mibrag in Sachsen und Sachsen-Anhalt fordern gemeinsam mit der Industriegewerkschaft BCE die Bundesregierung auf, den Entwurf des Gesetzes (Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz) nachzubessern.

    Energieunternehmen fordern "Nordbonus"

    Bei der Kritik geht es um den sogenannten Südbonus: Bis zu zwei Drittel der ausgeschriebenen Kraftwerks-Kapazitäten sollen vorrangig in den "netztechnischen Süden" gehen. Das umfasst das Gebiet der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland.

    Leag und Mibrag dringen nun auf einen "Nordbonus", der sicherstellen soll, dass der Zuschlag für ein Drittel der Kraftwerks-Kapazität in den Norden und Osten Deutschlands geht.

    Leag-Chef: Es geht um Chancengleichheit

    "Ein zusätzlicher Nordbonus wäre aus unserer Sicht ein geeignetes Instrument, das den bestehenden Südbonus nicht infrage stellt", sagte der Vorstandsvorsitzende der Leag, Adi Roesch, laut einer Unternehmens-Mitteilung. Es gehe um Chancengleichheit und um Versorgungssicherheit in allen Teilen des Landes. Die Leag will an ihren Standorten Schwarze Pumpe und in Lippendorf (Sachsen) Gaskraftwerke errichten.

    Ministerin: "Verbündete" in anderen Ländern

    "Es liegt jetzt in den Händen der Abgeordneten des Deutschen Bundestags, etwaige Nachbesserungen vorzunehmen", sagte Wirtschaftsministerin Klement. "Tatsächlich engagiert sich in der Frage nicht nur die Leag, sondern natürlich auch wir als Landesregierung - übrigens im engen Schulterschluss mit unseren "Verbündeten" in Ost- und Norddeutschland."

    Am vergangenen Freitag habe im Bundesrat ein Antrag eine Mehrheit gefunden, der das Ziel verfolge, bereits im Gesetz festzuschreiben, dass ein Drittel der Kraftwerkskapazitäten gesichert in den Norden und Osten gehen müsse. Im Gesetzentwurf stehe dies derzeit leider noch nicht, so Klement.

    "Ich glaube, dass in dem Prozess Bewegung ist, weil sich - anders als in der Vergangenheit - nicht nur die Länder im Bundesrat mit Mehrheit dazu bekannt haben. Wir haben bereits im Mai bei der Energieministerkonferenz einen einstimmigen Beschluss aller Bundesländer erreicht (...)." Auch der bayerische Wirtschaftsminister habe dafür gestimmt. "Das war in der Vergangenheit noch undenkbar", sagte die Ministerin.

    Neue Gaskraftwerke gegen die "Dunkelflaute"

    Das Bundeskabinett beschloss im Mai bereits den Entwurf, der nun in die Beratungen im Bundestag geht. Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des bis 2038 geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten und künftig als Backups einspringen - in "Dunkelflauten" mit einer geringen Erzeugung aus Solar- und Windenergie. Die Anlagen müssen zudem auf Wasserstoffnutzung umgestellt werden können.

    Leag-Vorstandschef Roesch sagte: "Der Bau dringend benötigter Ersatz-Kraftwerke an bestehenden Kraftwerks-Standorten wie Schwarze Pumpe oder Lippendorf ist ein klarer Erfolgsfaktor für die industrielle Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Ostdeutschland und damit auch Grundlage für den Erhalt und die Ansiedlung tausender Jobs." Gegen den "Südbonus" gab es bereits Proteste des Konzernbetriebsrats und der Belegschaft./mow/DP/jha/







    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen
    Verfasst von dpa-AFX
    wallstreetONLINE bei Google bevorzugen.Sie erhalten mehr Inhalte von uns in Ihren Suchergebnissen
    WDH/Streit um Gaskraftwerke Brandenburgs Wirtschaftsministerin sieht Bewegung Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement sieht noch Chancen, dass beim Gesetz zum Bau neuer Gaskraftwerke Nachbesserungen für den Norden und Osten Deutschlands erzielt werden können. Der Energiekonzern Leag in der Lausitz beklagt eine …

    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero