Kaufsignal?
Zentralbanken holen ihr Gold nach Hause und sind weiter hungrig
Immer mehr Zentralbanken lagern ihre Goldreserven im eigenen Land statt im Ausland, da sie angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen mit weiteren Käufen des sicheren Anlagehafens Gold rechnen.
- Zentralbanken lagern Gold zunehmend im Inland
- Notenbanken kauften zuletzt rund 1000 Tonnen Gold
- Gold schützt vor Inflation und Währungsrisiken
- Report: Achtung, Korrektur!
So das Ergebnis der jährliche Umfrage zu den Goldreserven der Zentralbanken des World Gold Council.
Demnach betrachten die Währungshüter Gold weiterhin als wichtigen Schutz vor Inflation, geopolitischen Schocks und Währungsrisiken – trotz des jüngsten Preisrückgangs während des Iran-Konflikts.
Zentralbanken haben laut der Umfrage in den vergangenen vier Jahren durchschnittlich 1.000 Tonnen Gold pro Jahr gekauft, doppelt so viel wie im Durchschnitt des vorangegangenen Jahrzehnts. Fast neun von zehn befragten Zentralbanken erwarten, dass die weltweiten Goldreserven der Notenbanken innerhalb der nächsten zwölf Monate weiter steigen werden. 45 Prozent rechnen sogar mit einem Ausbau ihrer eigenen Bestände. Lediglich 1 Prozent geht von einem Rückgang der Reserven aus.
Die zwischen Februar und Mai durchgeführte Umfrage, an der 74 Zentralbanken teilnahmen, zeigt zudem, dass immer mehr Notenbanken einen größeren Teil ihrer Goldbestände im Inland lagern, anstatt sie an traditionellen Lagerorten wie der Bank of England oder der Federal Reserve aufzubewahren.
Neun Prozent der Befragten gaben an, ihren inländischen Goldbestand in den vergangenen zwölf Monaten erhöht zu haben, im Vojahr waren es nur 5 Prozent. Weitere 10 Prozent erklärten, ihre ausländischen Lagerstandorte stärker zu diversifizieren; im Jahr zuvor waren es lediglich 2 Prozent.
Gold bewegt sich in einem langfristigen Bullentrend. Die Abschläge durch den Irankrieg konnten den Preis bis an die 4.000 US-Dollar-Marke drücken, die pychlogisch wichtige Grenze hielt stand. Derzeit notiert das gelbe Edelmetall unter der 200-Tage-Linie. Sie liegt bei rund 4.450 US-Dollar und bildet den nächsten Widerstand.
Gerade die Zukäufe und Nachfrage durch Zentralbanken sind der wichtigste Pfeiler des Goldpreises.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion
Gold wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,45 % und einem Kurs von 4.355USD auf Lang & Schwarz (17. Juni 2026, 17:31 Uhr) gehandelt.

