EU-Kommissar
Sehe kein gelungenes gemeinsames Rüstungsprojekt
- Europäische Rüstungsindustrie leidet unter Zerklüftung
- Scheitern des FCAS symbolisiert fehlende Kooperation
- Zunahme nationaler Alleinbeschaffungen schwächt Europa
BERLIN (dpa-AFX) - EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius sieht bei Europas Verteidigungsindustrie große Probleme. "Wir tun uns immer noch schwer damit, gesamteuropäische Rüstungsprojekte zum Erfolg zu bringen", sagte der litauische Politiker dem "Spiegel". Bei der Raumfahrt klappe es gut mit der europäischen Zusammenarbeit. "Aber bei der Verteidigung fällt mir kaum ein gelungenes Projekt ein."
Das Scheitern des Kampfjet-Projektes FCAS zwischen Deutschland und Frankreich sei Teil dieser traurigen Tradition. Die Mitgliedsstaaten sollten zum Beispiel beim Bau eines gemeinsamen Luftverteidigungssystems, bei der Drohnenentwicklung oder bei der Planung eines neuen Kampfjets besser zusammenarbeiten.
Deutschland sei insoweit ein Vorbild, weil es so viel in seine Verteidigung investiere. "Entscheidend ist, dass höhere nationale Verteidigungsausgaben die Zersplitterung in Europa nicht weiter vergrößern. Wir beobachten, dass die Staaten Rüstungsgüter wieder verstärkt im Alleingang oder zu zweit beschaffen. Das ist keine gute Entwicklung", sagte Kubilius. Nicht nur Deutschland, sondern alle EU-Mitgliedsstaaten sollten europäischer handeln./rew/DP/stw
Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Airbus Aktie
Die Airbus Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +3,12 % und einem Kurs von 191,3 auf Tradegate (18. Juni 2026, 09:44 Uhr) gehandelt.
Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Airbus Aktie um -1,35 % verändert. Der Gewinn auf 30 Tage beträgt +4,54 %.
Die Marktkapitalisierung von Airbus bezifferte sich zuletzt auf 153,70 Mrd..

