Der neue Sheriff

    32333 Aufrufe 32333 0 Kommentare 0 Kommentare

    Kevin Warsh schockt die Wall Street – Gundlach warnt vor 70er-Jahre-Inflation

    Statt Zinssenkungen setzt der neue Fed-Chef auf Preisstabilität. Für Anleger könnte das die Spielregeln verändern.

    Für Sie zusammengefasst
    • Warsh stellt Preisstabilität über Zinssenkungen
    • Gundlach warnt vor 1970er Parallelen zur Geldpolitik
    • Mehr Nachfrage nach langfristigen US-Staatsanleihen
    • Report: Achtung, Korrektur!
    Der neue Sheriff - Kevin Warsh schockt die Wall Street – Gundlach warnt vor 70er-Jahre-Inflation

    Künstliche Intelligenz verliert an der Wall Street vorerst ihren Status als wichtigstes Thema. Für den milliardenschweren Anleiheinvestor Jeffrey Gundlach steht nun die Geldpolitik im Mittelpunkt – und er sieht beunruhigende Parallelen zu den 1970er Jahren.

    "Das ist der erste Tag seit langer Zeit, an dem KI nicht das Top-Thema ist. Es ist die Fed" schrieb der CEO von DoubleLine Capital nach der ersten geldpolitischen Entscheidung unter dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh.

    Gundlach verwies auf aktuelle Daten aus dem verarbeitenden Gewerbe, die aus seiner Sicht eher an die Ära des früheren Fed-Chefs Arthur Burns erinnern als an die Zeit von Paul Volcker Anfang der 1980er Jahre. Während Volcker die Inflation mit einer aggressiven Zinspolitik eindämmte, gilt Burns vielen Ökonomen als Symbol für eine zu zögerliche Reaktion auf den Preisdruck.

    Umso überraschender fiel für Gundlach der Ton von Warsh aus. Viele Anleger hatten nach dessen Ernennung durch US-Präsident Donald Trump auf eine lockerere Geldpolitik und schnelle Zinssenkungen gesetzt. Stattdessen rückte der neue Fed-Chef die Preisstabilität in den Mittelpunkt.

    "Die Verpflichtung, dies zu erreichen, ist stark, einstimmig und eindeutig, und das ist meiner Meinung nach eine wichtige Botschaft, die wir fünf Jahre lang vermisst haben, und das werden wir korrigieren", sagte Warsh auf seiner ersten Pressekonferenz.

    Für Gundlach ist das ein Signal, dass Warsh nicht der "Easy-Money"-Vorsitzende sein wird, den viele erwartet hatten. "Er sagt ganz klar, dass er Preisstabilität gewährleisten will. Das bedeutet also, dass wir keine so lockere Geldpolitik haben werden, wie alle vielleicht noch im ersten Quartal dieses Jahres von Warsh erwartet hatten, als alle mit Zinssenkungen rechneten", sagte der Anleiheinvestor bei CNBC.

    Warsh verzichtete zudem darauf, eine eigene Zinsprognose im sogenannten Dot Plot zu veröffentlichen, und deutete eine umfassende Überprüfung der Kommunikationsstrategie der Notenbank an.

    Gundlach sieht in Warshs Haltung vor allem Rückenwind für langfristige US-Staatsanleihen. "Ich denke, es gibt heute einen noch größeren Grund, langfristige Staatsanleihen zu halten, jetzt, wo der neue Sheriff im Amt ist", sagte er. Mit seinem klaren Bekenntnis zur Preisstabilität habe Warsh seine Glaubwürdigkeit an den Kampf gegen die Inflation geknüpft und das Risiko aggressiver Zinssenkungen deutlich reduziert.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion



    Reports
    SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen




    wallstreetONLINE Redaktion
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen

    Melden Sie sich HIER für den Newsletter der wallstreetONLINE Redaktion an - alle Top-Themen der Börsenwoche im Überblick! Verpassen Sie kein wichtiges Anleger-Thema!

    Für Beiträge auf diesem journalistischen Channel ist die Chefredaktion der wallstreetONLINE Redaktion verantwortlich.

    Die Fachjournalisten der wallstreetONLINE Redaktion berichten hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerredaktionen exklusiv, fundiert, ausgewogen sowie unabhängig für den Anleger.

    Die Zentralredaktion recherchiert intensiv, um Anlegern der Kategorie Selbstentscheider relevante Informationen für ihre Anlageentscheidungen liefern zu können.

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"

    Mehr anzeigen

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"

    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
    wallstreetONLINE bei Google bevorzugen.Sie erhalten mehr Inhalte von uns in Ihren Suchergebnissen
    Der neue Sheriff Kevin Warsh schockt die Wall Street – Gundlach warnt vor 70er-Jahre-Inflation Statt Zinssenkungen setzt der neue Fed-Chef auf Preisstabilität. Für Anleger könnte das die Spielregeln verändern.

    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero