APA ots news
IWF und Österreich verlängern Vereinbarung zur gemeinsamen...
- JVI in Wien als internationales Zentrum seit 1992
- IWF und Österreich erneuern JVI-Memorandum bis 2030
- JVI schulte fast 60.000 Expertinnen und Experten
APA ots news: IWF und Österreich verlängern Vereinbarung zur gemeinsamen Arbeit am Joint Vienna Institute
Wien (APA-ots) - Mit dem Joint Vienna Institute (JVI) hat Wien seit über drei
Jahrzehnten ein internationales Zentrum des Dialogs, des Lernens und der Kooperation rund um wirtschaftliche und politische Fragen. Am 18. Juni haben der IWF und Österreich die Vereinbarung zur
gemeinsamen Arbeit am JVI für die nächsten vier Jahre erneuert. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von Kristalina Georgieva, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Finanzminister
Markus Marterbauer sowie Martin Kocher und Edeltraud Stiftinger, Gouverneur bzw. Vize-Gouverneurin der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB).
"Dass wir die Zusammenarbeit am JVI fortführen zeigt, wie viel Bedeutung der IWF und Österreich dem Wirkungsbereich des Instituts beimessen: Schließlich ist es die Mission des JVI, führende
Persönlichkeiten des öffentlichen Sektors in der Zielregion mit den Instrumenten, dem Wissen und den Netzwerken auszustatten, die für den Aufbau innovativer, inklusiver und widerstandsfähiger
Volkswirtschaften erforderlich sind", sagte Georgieva. "In einer zunehmend komplexen und unsicheren Welt ist es unerlässlich, in die nächste Generation von Entscheidungsträger:innen zu investieren.
Der IWF ist sehr dankbar für Österreichs anhaltendes Engagement rund ums JVI und für alles, was Expert:innen aus Wien in der Region leisten. Das JVI ist eine wichtige Säule des globalen
IWF-Netzwerks zum Kapazitätsaufbau."
"Die vom JVI unterstützte Region umfasst einige unserer engsten Wirtschaftspartner sowie Länder, die für Österreich und die EU zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der Aufbau von Kapazitäten innerhalb
der staatlichen und geldpolitischen Behörden solcher Länder kommt daher nicht nur diesen selbst zugute, sondern stärkt auch die Rolle Österreichs als Brückenbauer in einer zunehmend schwierigen
Welt. Die Ausbildungsmaßnahmen am JVI erfolgen kooperativ und
partnerschaftlich. Sie ermöglichen den Ländern von den Erfahrungen der jeweils anderen zu profitieren und erleichtern den Aufbau von Netzwerken zwischen unterschiedlichen Institutionen und
öffentlichen Einrichtungen. Das JVI trägt damit zu nachhaltigem wirtschaftlichen Wohlstand bei - von Europa bis Zentralasien", so Marterbauer.
"Das JVI ist ein einzigartiges Forum für Wissenstransfer und Austausch auf Expert:innen-Ebene für Zentralbanken und andere Institutionen", bestätigte Kocher. "Durch die Stärkung individueller und
institutioneller Kompetenzen fördern wir gemeinsam die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität in den Regionen, die vom JVI abgedeckt werden."
"Der multilaterale Ansatz des JVI ergänzt unsere bilateralen Kooperationsaktivitäten in der Region", fügte Edeltraud Stiftinger hinzu. "Dank des großen Engagements und dem aktiven Einsatz seitens
des JVI und seiner Partner stellen wir gemeinsam sicher, dass die Aktivitäten des JVI relevant bleiben und auf die Bedürfnisse der Länder zugeschnitten sind."
Das JVI ist eine unabhängige internationale Organisation und das älteste Mitglied eines globalen Netzwerks aus regionalen Zentren für den Kapazitätsaufbau , das der IWF betreibt. Es handelt sich um
ein politikorientiertes Fortbildungszentrum für Fachleute aus Zentralbanken und öffentlichen Institutionen, das grundlegende und hochaktuelle Themen zeitgemäß vermittelt. Das JVI ist ein
einzigartiger Raum für gemeinsames Lernen - hier können politische Entscheidungsträger:innen Erfahrungen austauschen, Netzwerke aufbauen und praktische Lösungen für gemeinsame wirtschaftliche
Herausforderungen entwickeln. Das JVI wendet sich an die folgenden Länder bzw. Regionen: Zentral-, Ost- und Südosteuropa, Kaukasus, Zentralasien, Iran und Türkei.
Seit seiner Gründung im Jahr 1992 hat das JVI fast 60.000 Expert:innen aus 31 Ländern geschult. Zuletzt gab es pro Jahr fast 100 Kurse, Seminare, Peer-to-Peer-Trainings und andere Veranstaltungen
zu den Schwerpunktthemen: Volkswirtschaft, Steuer- und Finanzpolitik, öffentliche Verwaltung, Strukturpolitik, Digitalisierung und neue politische Herausforderungen. Zu den Alumni des JVI zählen
unter anderem Staats- und Regierungsoberhäupter, viele derzeitige und ehemalige Zentralbankgouverneur:innen, Minister:innen und andere Expert:innen.
Gehalten werden die JVI-Kurse in der Regel gemeinsam von Expert:innen des IWF, österreichischer Regierungseinrichtungen, der OeNB und des JVI. Weitere am JVI aktive Partner sind die Europäische
Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), die Europäische Investitionsbank (EIB), die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD), die Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Welthandelsorganisation ( WTO), die Europäische Kommission, die Internationale
Arbeitsorganisation (ILO), die Europäische Zentralbank (EZB) sowie eine wachsende Zahl von Zentralbanken, darunter jene Frankreichs, Deutschlands, Polens, der Slowakei, des Vereinigten Königreichs
und der USA.
Das Memorandum of Understanding (MoU) zwischen dem IWF und Österreich wird alle vier Jahre überprüft und erneuert, zuletzt 2022. Die erneute Absichtserklärung im aktuellen MoU regelt die
Einzelheiten der Zusammenarbeit zwischen dem IWF und Österreich im Rahmen des JVI bis zum Jahr 2030.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Oesterreichische Nationalbank
Mag. Marlies Schroeder, MiM
Telefon: +43-1-404 20-6900
E-Mail: marlies.schroeder@oenb.at
Website: https://www.oenb.at
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0108 2026-06-18/12:31
