Börse, Baby!
Rohöl billig, Benzin teuer: Wer am 2-Euro-Sprit abkassiert
Der Ölpreis fällt. Der Spritpreis nicht. Klingt absurd? Ist aber genau das Problem an der Zapfsäule.
- Ölpreis fällt, Spritpreis an der Zapfsäule nicht
- Rund 440 Öltanker in der Straße von Hormus fest
- 60 bis 80 Milliarden Liter Rohöl warten auf den Markt
- Report: SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Der Ölpreis ist längst zurück auf Vorkriegsniveau, sogar so niedrig wie zuletzt 2022. ABER – die Spritpreise nicht.
Zumal eine regelrechte Ölschwemme den Markt fluten wird. Das ist zugegeben eine kontroverse These, aber durchaus belegbar.
Denn: In der Straße von Hormus befinden sich rund 11.000 Seeleute, so die IMO (internationale UNO Organisation für den Schiffverkehr).
Die genaue Anzahl der Schiffe lässt sich also grob schätzen: Dass rund 1.100 Schiffen derzeit in der Meerenge gefangen sind, ist wahrscheinlich, ausgehend davon, dass im Mittel rund 10 Seeleute pro Tanker eingesetzt werden.
Historisch besteht der Verkehr durch Hormus grob zu 40 bis 60 Prozent aus Tankern und LNG-Tankern. Das heißt man kann von 660 Tankern ausgehen. Da aber nicht alle Tanker beladen sind oder Rohöl führen, nehmen wir an, dass rund 40 Prozent aller dort festsitzenden Schiffe Rohöl führen, also in der Summe von gut 440 Öltankern.
Wenn diese vollausgelastert sind können sie gemeinsam eine Menge von 60 bis 80 Milliarden Litern Rohöl führen, das entspricht 380 bis 500 Millionen Barrel Rohöl.
Das sind 70 bis 90 Prozent des jährlichen deutschen Rohölverbrauchs, die warten, um auf den Markt zu kommen.
ABER: Warum wird das Benzin an den Tankstellen nicht billiger?
In der neuen Folge von Börse, Baby! geht es darum, warum Benzin trotz niedrigerem Ölpreis teuer bleibt – und wer am Ende wirklich daran verdient.
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