An diesen Earnings hängt alles

    13361 Aufrufe 13361 0 Kommentare 0 Kommentare

    Gewinnblase bei Chip-Aktien: Jetzt drohen bis zu 50 Prozent Absturz

    Die Q2-Berichtssaison wird zum Stresstest für die KI-Rallye. Laut BCA erkennen Analysten Gewinnblasen oft zu spät. Danach könnten Aktien um 30 bis 50 Prozent fallen.

    Für Sie zusammengefasst
    • KI-Rallye treibt Gewinne, Markt wirkt überhitzt
    • Shiller-CAPE 41, bereinigt 67,6 signalisiert Stress
    • Analysten oft spät, Aktien könnten 30–50% fallen
    • Report: Achtung, Korrektur!
    An diesen Earnings hängt alles - Gewinnblase bei Chip-Aktien: Jetzt drohen bis zu 50 Prozent Absturz

    An der Wall Street wächst die Sorge, dass der US-Aktienmarkt nicht nur wegen hoher Kurse überhitzt ist, sondern auch wegen zu bullisher Gewinnerwartungen. Die Rallye rund um künstliche Intelligenz hat den S&P 500 auf Rekordniveau getrieben. Gleichzeitig sind die Gewinnschätzungen der Analysten noch schneller gestiegen als die Kurse. Dadurch wirkt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis auf den ersten Blick sogar günstiger: Vor einem Jahr lag es bei 22,4, zuletzt nur noch bei 20,51, obwohl der Index in diesem Zeitraum um rund 20 Prozent zugelegt hat.

    Genau darin sehen Strategen nun das Risiko. Für das zweite Quartal wird bei den Unternehmen im S&P 500 zwar erneut ein zweistelliges Gewinnwachstum erwartet. FactSet rechnet mit einem Anstieg von mehr als 23 Prozent. Doch die Frage ist, wie lange dieses Tempo durchzuhalten ist. Die Analysten Joachim Klement und Francisca Reis von Panmure Liberum verweisen darauf, dass das Gewinnwachstum inzwischen deutlich über dem langfristigen Trend liegt. Eine langfristige Bewertungskennzahl zeigt, wie extrem der Markt inzwischen ist: Nach dem Shiller-CAPE, das Kurse mit geglätteten Zehnjahresgewinnen vergleicht, wird der S&P 500 derzeit mit etwa dem 41-Fachen der Gewinne bewertet und nähert sich damit den Extremwerten aus der Dotcom-Ära.

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu US Tech 100!
    Short
    31.274,00€
    Basispreis
    20,77
    Ask
    × 14,07
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Long
    27.194,46€
    Basispreis
    15,08
    Ask
    × 14,04
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Präsentiert von
    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Noch brisanter wird die Rechnung, wenn die jüngsten Gewinne auf ein normaleres Wachstumstempo bereinigt werden. Dann würde das Shiller-CAPE-Verhältnis laut Panmure Liberum auf 67,6 steigen. Das läge über den Höchstständen früherer großer Vermögensblasen in den USA. Die Analysten sprechen deshalb nicht nur von einer Kursblase, sondern von einer "Preisblase auf einer Gewinnblase".

    Der Grund liegt vor allem im KI-Boom. Große Technologiekonzerne wie Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta und Oracle investieren enorme Summen in neue Rechenzentren. Diese sogenannten Hyperscaler könnten sich dadurch von kapitalarmen Plattformunternehmen stärker in kapitalintensive Infrastrukturkonzerne verwandeln. Damit steigt das Risiko, dass die aktuell hohen Gewinnmargen auf Dauer nicht zu halten sind.

    Exklusiv für wallstreetONLINE UserEröffnen Sie bis zum 31.07.2026 ein Depot bei Smartbroker+ und erhalten Sie einen Anteil Ihrer Lieblingsaktie in unserer Auswahl im Wert von 50 Euro.

     

    Auch Peter Berezin, Chefstratege bei BCA Research, warnt vor einer solchen Gewinnblase. Historisch seien solche Übertreibungen besonders in Branchen typisch, die starken Boom-und-Bust-Zyklen unterliegen. Dazu zählten Rohstoffe, Fluggesellschaften, Banken vor der Finanzkrise – und heute vor allem Halbleiter. Berezin zufolge sind Analysten oft schlecht darin, den Höhepunkt einer Gewinnblase rechtzeitig zu erkennen. Ist dieser Punkt erreicht, könnten Aktienkurse jedoch um 30 bis 50 Prozent fallen.

    Damit rückt vor der Berichtssaison eine unbequeme Frage in den Mittelpunkt: Tragen die Gewinne die KI-Rallye wirklich weiter, oder verschleiern überzogene Erwartungen nur, wie teuer der Markt bereits geworden ist? Für Anleger ist das Risiko besonders tückisch, weil ein scheinbar moderates Kurs-Gewinn-Verhältnis nur so lange beruhigt, wie die Gewinnprognosen tatsächlich eintreffen.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion


    Der Analyst erwartet ein Kursziel von 7867,46Pkt, was eine Steigerung von +5,00% zum aktuellen Kurs entspricht. Mit diesen Produkten können Sie die Kurserwartungen des Analysten übertreffen.
    Übernehmen
    Für Ihre Einstellungen haben wir keine weiteren passenden Produkte gefunden.
    Bitte verändern Sie Kursziel, Zeitraum oder Emittent.
    Alternativ können Sie auch unsere Derivate-Suchen verwenden
    Knock-Out-Suche | Optionsschein-Suche | Zertifikate-Suche
    Werbung Disclaimer

    Reports
    SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen




    wallstreetONLINE Redaktion
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen

    Melden Sie sich HIER für den Newsletter der wallstreetONLINE Redaktion an - alle Top-Themen der Börsenwoche im Überblick! Verpassen Sie kein wichtiges Anleger-Thema!

    Für Beiträge auf diesem journalistischen Channel ist die Chefredaktion der wallstreetONLINE Redaktion verantwortlich.

    Die Fachjournalisten der wallstreetONLINE Redaktion berichten hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerredaktionen exklusiv, fundiert, ausgewogen sowie unabhängig für den Anleger.

    Die Zentralredaktion recherchiert intensiv, um Anlegern der Kategorie Selbstentscheider relevante Informationen für ihre Anlageentscheidungen liefern zu können.

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"

    Mehr anzeigen

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"


    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
    wallstreetONLINE bei Google bevorzugen.Sie erhalten mehr Inhalte von uns in Ihren Suchergebnissen
    An diesen Earnings hängt alles Gewinnblase bei Chip-Aktien: Jetzt drohen bis zu 50 Prozent Absturz Die Q2-Berichtssaison wird zum Stresstest für die KI-Rallye. Laut BCA erkennen Analysten Gewinnblasen oft zu spät. Danach könnten Aktien um 30 bis 50 Prozent fallen.

    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero