Ölmarkt vor Überraschung
Analysten erwarten Rückgang – doch diese Daten warnen den Ölmarkt
US-Öllagerdaten könnten überraschen: Analysten erwarten sinkende Bestände, doch API-Zahlen deuten auf mehr Rohöl und knapperen Diesel hin.
- Analysten erwarten sinkende US-Rohölbestände
- API meldet mehr Rohöl und weniger Destillate
- Offizielle EIA-Daten könnten den Markt belasten
- Report: Achtung, Korrektur!
Laut einer Umfrage des Wall Street Journal dürften die US-Rohölbestände die zweite Woche in Folge gesunken sein, während die Produktbestände uneinheitlich ausfallen dürften: Bei Benzin ist mit einem Rückgang und bei Destillatkraftstoffen mit einem Anstieg zu rechnen. Laut der durchschnittlichen Schätzung von sieben Analysten und Händlern dürften die kommerziellen Rohölbestände in der Woche bis zum 31. Juli um 1,2 Millionen Barrel auf 403,3 Millionen Barrel sinken. Fünf Analysten und Händler erwarten einen Rückgang, zwei hingegen einen Anstieg. Die Prognosen reichen von einem Rückgang um 4,9 Millionen Barrel bis zu einem Anstieg um 1,8 Millionen Barrel.
Es wird erwartet, dass die Benzinvorräte um 1,1 Millionen Barrel auf 210,2 Millionen Barrel gesunken sind, wobei die Prognosen von einem Rückgang um 2,4 Millionen Barrel bis zu einem Anstieg um 600.000 Barrel reichen. Laut der Umfrage stiegen die Lagerbestände an Destillatkraftstoffen, hauptsächlich Diesel, voraussichtlich um 400.000 Barrel auf 111 Millionen Barrel. Die Schätzungen reichen von einem Rückgang um 2,5 Millionen Barrel bis zu einem Anstieg um 2,7 Millionen Barrel.
Die Auslastung der Raffineriekapazitäten dürfte um einen halben Prozentpunkt auf 96,7 Prozent sinken. Die Schätzungen reichen von einem Anstieg um 0,2 Prozentpunkte bis zu einem Rückgang um 0,9 Prozentpunkte. Ein Analyst hat keine Prognose zur Raffinerieauslastung abgegeben. Die US-Energieinformationsbehörde (EIA) wird die Lagerbestandsdaten am Mittwoch um 10:30 Uhr EDT veröffentlichen.
Die Vorabdaten des American Petroleum Institute stellen die Analystenschätzungen allerdings infrage. Demnach stiegen die US-Rohölbestände in der Woche bis zum 31. Juli um 2,7 Millionen Barrel. Auch die Benzinvorräte legten leicht zu, während die Destillatbestände um rund 1,23 Millionen Barrel sanken. Sollten die offiziellen Daten der US-Energieinformationsbehörde dieses Bild bestätigen, wäre dies ein belastendes Signal für den Rohölmarkt. Gleichzeitig könnte die überraschende Abnahme der Diesel- und Heizölbestände die bereits angespannte Versorgung mit Destillatkraftstoffen weiter verschärfen.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion

