Der große Zukunftsplan

    36445 Aufrufe 36445 0 Kommentare 0 Kommentare

    Musks 16,8 Milliarden Chip-Stadt: Diese 5 Konzerne reiben sich schon die Hände

    Für Elon Musk gilt: Nicht kleckern, sondern klotzen. Daher muss es auch direkt die größten Chip-Fabrik der Welt werden. Zum Start nimmt er 16,8 Milliarden US-Dollar in die Hand. 5 Konzerne dürften sich besonders freuen.

    Für Sie zusammengefasst
    • Musk plant Terafab mit 16,8 Milliarden Dollar
    • Terafab bündelt Fertigung, Packaging und Tests vor Ort
    • Fünf Ausrüster könnten von Musks Terafab profitieren
    Der große Zukunftsplan - Musks 16,8 Milliarden Chip-Stadt: Diese 5 Konzerne reiben sich schon die Hände

    Elon Musk will bei künstlicher Intelligenz nicht länger von den Produktionskapazitäten anderer abhängig sein. Tesla und SpaceX haben bestätigt, ihre gigantische Terafab im texanischen Grimes County zu errichten. Allein in der ersten Ausbaustufe sollen 16,8 Milliarden US-Dollar investiert werden.

    Die Dimensionen sind gewaltig. Nach Angaben von Reuters soll der Komplex langfristig eine Fläche von rund 100 Millionen Quadratfuß umfassen. Mindestens 3.000 Arbeitsplätze sollen entstehen. Fertigung, Packaging und Tests sollen an einem Standort gebündelt werden. Ziel ist eine jährliche Rechenleistung von mehr als einem Terawatt. Die Chips sollen unter anderem Teslas humanoide Optimus-Roboter und Cybercabs sowie die geplanten weltraumgestützten Rechenzentren von SpaceX versorgen.

     

    Riesiger Plan – wer profitiert?

    Hinter dem Projekt steckt eine einfache Rechnung: Musk erwartet, dass Tesla, SpaceX und xAI künftig erheblich mehr Hochleistungschips benötigen werden, als der weltweite Halbleitermarkt liefern kann. Die Unternehmen wollen deshalb nicht nur eigene Chips entwickeln, sondern einen immer größeren Teil der Wertschöpfung selbst kontrollieren.

    Damit könnte Terafab zum Milliardengeschäft für einige der wichtigsten Ausrüster der Chipindustrie werden. Fünf Konzerne können sich berechtigte Hoffnungen auf neue Großaufträge von Elon Musk machen.

    Intel: Know-how für Fertigung, Packaging und Tests

    Der wiedererstarke US-Konzern könnte die vielleicht ungewöhnlichste Rolle spielen. Reuters berichtet bereits von einer Zusammenarbeit zwischen SpaceX und Intel zur Unterstützung der Chipfertigung.

    Interessant ist dabei vor allem Intel Foundry. Intel bietet nicht nur moderne Fertigungsprozesse, sondern auch Chipdesign-Unterstützung, geistiges Eigentum sowie fortschrittliches Packaging und Tests an. Besonders Technologien wie EMIB für die Verbindung mehrerer Chiplets könnten für extrem leistungsfähige KI-Prozessoren interessant sein.

    Intel könnte Terafab damit beim Aufbau der eigentlichen Produktionsprozesse unterstützen, Fertigungs-Know-how bereitstellen oder Teile der Chipfertigung, des Packaging und der Tests übernehmen. Intel positioniert seine Foundry ausdrücklich als Komplettanbieter für komplexe KI-Chips.

    Intel

    +9,05 %
    +18,22 %
    +6,26 %
    -7,05 %
    +325,19 %
    +173,41 %
    +94,69 %
    +189,39 %
    +121,47 %
    ISIN:US4581401001WKN:855681
    Intel direkt bei SMARTBROKER+ handelnKaufVerkauf

    ASML: Ohne Lithografie keine modernen KI-Chips

    Noch offensichtlicher ist die mögliche Rolle des niederländischen Konzerns. ASML stellet die Lithografiesysteme her, mit denen die winzigen Strukturen moderner Prozessoren überhaupt erst auf Siliziumwafer übertragen werden.

    Für modernste KI-Chips kommen vor allem EUV-Anlagen infrage. ASML ist weltweit der einzige Anbieter dieser Technologie. Systeme der aktuellen NXE-Generation ermöglichen die Großserienfertigung bei Strukturgrößen von zwei bis sieben Nanometern. Die neue High-NA-EUV-Generation soll noch kleinere Strukturen ermöglichen.

    Daneben würde eine große Chipfabrik zahlreiche DUV-Systeme benötigen, da nicht jede Schicht eines Chips mit der teuersten EUV-Technologie belichtet wird.

    Soll Musks Terafab tatsächlich modernste Logik- und Speicherchips selbst herstellen, dürfte Lithografie deshalb zu den größten Einzelposten beim Aufbau des Maschinenparks gehören. ASML wäre technologisch kaum zu umgehen.

    ASML Holding

    +1,29 %
    +5,50 %
    -0,62 %
    +5,68 %
    +124,00 %
    +149,88 %
    +104,19 %
    +1.497,36 %
    +5.677,41 %
    ISIN:NL0010273215WKN:A1J4U4
    ASML Holding direkt bei SMARTBROKER+ handelnKaufVerkauf

    Applied Materials: Die Maschinen für immer komplexere Chips

    Der amerikanische Halbleiterspezialist könnte an zahlreichen Stellen der Produktionskette verdienen. Applied Materials liefert Anlagen, mit denen Materialien auf Wafer aufgetragen, verändert und teilweise wieder entfernt werden.

    Besonders wichtig sind Verfahren wie Atomic Layer Deposition. Dabei werden extrem dünne Materialschichten Atomlage für Atomlage aufgetragen. Solche Technologien sind für moderne dreidimensionale Transistor- und Speicherarchitekturen unverzichtbar.

    Applied Materials bietet außerdem Lösungen für fortschrittliches Packaging und die Herstellung der elektrischen Verbindungen zwischen einzelnen Chips beziehungsweise Chiplets. Gerade KI-Beschleuniger bestehen zunehmend aus mehreren eng miteinander verbundenen Bausteinen.

    Terafab könnte Applied Materials deshalb sowohl bei der eigentlichen Waferfertigung als auch beim Packaging erhebliche Aufträge bescheren.

    Applied Materials

    +3,98 %
    +7,15 %
    -13,70 %
    -5,25 %
    +190,88 %
    +218,31 %
    +255,40 %
    +1.502,68 %
    +1.050.544,44 %
    ISIN:US0382221051WKN:865177
    Applied Materials direkt bei SMARTBROKER+ handelnKaufVerkauf

    Lam Research: Ätzen, Beschichten und Reinigen

    Der Schauffellieferant der Halbleiterindustrie dürfte wahrscheinlich bei dem Musks Terafab auch nicht leer ausgehen. Lam Research liefert einige der elementaren Werkzeuge einer modernen Chipfabrik. Dazu gehören vor allem Anlagen für Ätz-, Abscheidungs- und Reinigungsprozesse.

    Beim Ätzen werden zuvor lithografisch definierte Strukturen präzise aus einzelnen Materialschichten herausgearbeitet. Dieser Vorgang muss während der Herstellung moderner Chips immer wieder durchgeführt werden.

    Gleichzeitig müssen Wafer zwischen zahlreichen Fertigungsschritten extrem gründlich gereinigt werden. Schon kleinste Partikel können Chips unbrauchbar machen und die Ausbeute einer Fabrik verschlechtern.

    Lam bietet hierfür spezielle Nassreinigungs-, Plasma- und Ätzsysteme an. Je komplexer Logikchips und dreidimensionale Speicher werden, desto mehr dieser Prozessschritte sind nötig. Eine Terafab für KI-Prozessoren und Speicher wäre daher genau die Art von Großprojekt, von der Lam Research profitieren könnte.

    Lam Research

    +4,15 %
    +10,79 %
    +1,15 %
    -2,61 %
    +204,29 %
    +373,02 %
    +451,50 %
    +3.358,77 %
    +12.200,19 %
    ISIN:US5128073062WKN:A40L1V
    Lam Research direkt bei SMARTBROKER+ handelnKaufVerkauf

    KLA: Der Qualitätskontrolleur der Terafab

    Der Konzern spielt eine weniger spektakuläre, aber entscheidende Rolle. KLA ist auf Prozesskontrolle, Inspektion und Messtechnik spezialisiert.

    Während der Chipproduktion müssen Wafer ständig auf mikroskopisch kleine Fehler untersucht werden. Gleichzeitig müssen Dicke, Form und Position einzelner Strukturen exakt gemessen werden. Je kleiner die Transistoren werden, desto kostspieliger kann selbst ein winziger Produktionsfehler sein.

    KLA-Systeme suchen deshalb während des Fertigungsprozesses nach Defekten und helfen Herstellern dabei, die Ausbeute ihrer Fabriken zu erhöhen. Gerade beim Hochfahren einer neuen Mega-Fab könnte diese Technologie besonders wichtig sein.

    KLA Corporation

    +1,82 %
    +11,16 %
    -5,79 %
    -11,48 %
    +107,53 %
    +279,69 %
    +462,57 %
    +2.590,11 %
    +188.880,00 %
    ISIN:US4824801009WKN:865884
    KLA Corporation direkt bei SMARTBROKER+ handelnKaufVerkauf

    Milliardenprojekt mit gewaltigem Zulieferbedarf

    Noch ist offen, welche Unternehmen tatsächlich Terafab-Großaufträge erhalten werden. Genau deshalb sollten Anleger zwischen bestätigten Kooperationen und möglichen Profiteuren unterscheiden.

    Fest steht aber: Eine Chipfabrik dieser Größenordnung lässt sich nicht allein mit Beton und eigenen Tesla-Ingenieuren errichten. Sie benötigt Lithografiesysteme, Beschichtungs- und Ätzanlagen, Reinigungsmaschinen, Packaging-Technologie sowie hochpräzise Mess- und Inspektionssysteme.

    Sollte Musk seine Terafab tatsächlich auf die angekündigte Dimension ausbauen, könnten deshalb die etablierten Ausrüster der Halbleiterindustrie zu den größten Gewinnern seiner nächsten Milliardenwette gehören.

    Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge

    Die wallstreetONLINE Börsenlounge ist ein beliebtes YouTube-Format, das sich auf das Thema Börse und Finanzen spezialisiert hat. Die Börsenlounge wird von der Online-Finanzplattform wallstreetONLINE produziert und bietet den Zuschauern eine informative und unterhaltsame Show, die sich mit aktuellen Marktentwicklungen, Investitionstipps und Finanzthemen befasst. Täglich um 12 Uhr @wallstreetonlineTV

    Übrigens: Zu den Musterdepots der wO Börsenlounge geht es hier lang!



    Markus Weingran
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Markus Weingran arbeitet seit über 20 Jahren als Kapitalmarkt-Stratege und Aktien-Experte. Besonders geprägt hat ihn in seiner Laufbahn die  langjährige Zusammenarbeit mit dem Finanzexperten Hans A. Bernecker: “Herr Bernecker versucht in jeder Börsenphase, das Beste für die Anleger rauszuholen”. Diese Einstellung hat er übernommen und gibt sein Wissen täglich an die Anleger weiter.

    Seine Trading-Tipps finden Sie in dem täglichen Youtube-Format "wallstreetONLINE Börsenlounge".

    Seine Watchlisten und Portfolios finden Sie auf seiner
    wallstreetONLINE Profilseite
    .
    Mehr anzeigen

    Verfasst von Markus Weingran
    Der große Zukunftsplan Musks 16,8 Milliarden Chip-Stadt: Diese 5 Konzerne reiben sich schon die Hände Für Elon Musk gilt: Nicht kleckern, sondern klotzen. Daher muss es auch direkt die größten Chip-Fabrik der Welt werden. Zum Start nimmt er 16,8 Milliarden US-Dollar in die Hand. 5 Konzerne dürften sich besonders freuen.

    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero