Gold: Anleger alarmiert
Goldpreis-Prognose bis Ende 2026: Startet Gold jetzt eine neue Rallye?
Der Goldpreis beendete die Handelswoche mit einem lauten Paukenschlag. Der Wochenschluss oberhalb von 4.300 US-Dollar könnte sich als Weichenstellung für das Edelmetall erweisen. Steht Gold vor einer neuen Rallye?
- Gold überwindet den Widerstand bei 4.200 Dollar
- Schwache US-Arbeitsmarktdaten stärken Gold und Silber
- ETF-Zuflüsse und Fed-Termin bleiben entscheidend
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Goldpreis aktuell: War das das entscheidende Signal?
Löste Gold das entscheidende Signal zur Rallye bereits aus? In den letzten Wochen und Monaten quälte sich der Goldpreis. Die Bodenbildung ging nur zäh voran. Immer wieder scheiterten Erholungsversuche am Widerstandsbereich von 4.200 US-Dollar. Insofern war es eminent wichtig, dass es dem Goldpreis nunmehr gelang, diesen Bereich aufzubrechen bzw. zu pulverisieren. Rückenwind kam unter anderem vom US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Die am gestrigen Freitag veröffentlichten Zahlen boten ein überraschend schwaches Bild. Wackelt nun doch die „erwartete“ Zinsanhebung der Fed im September? Der Markt ist offenbar im Begriff, dieses Szenario einzupreisen. Die Renditen der US-Staatsanleihen sowie der US-Dollar(-index) kamen zurück.
Nicht nur Gold haussiert
Der schwache US-Arbeitsmarktbericht verfehlte seine Wirkung nicht. Neben Gold haussierten auch Silber und Platin. Die Breite der Erholung ist positiv zu bewerten. Der zuletzt zu beeindruckende Kupferpreis musste seinem Tempo jedoch Tribut zollen. Aber: Das Rallyeszenario bei Kupfer (COMEX) ist nach wie vor intakt.
Doch nicht nur der Edelmetall- und Rohstoffsektor profitierte vom schwachen US-Arbeitsmarktbericht und den damit einhergehenden Zinshoffnungen. Auch Dax, Dow Jones Industrial, Nasdaq 100 & Co. bekamen Aufwind. Selbst die robuste Vorstellung der Ölpreise trübte die gute Stimmung nicht.
Gold-ETF-Investoren kehren zurück
Die Bestandsentwicklung des SPDR Gold Shares, des weltweit größten physisch besicherten Gold-ETFs, dient uns an dieser Stelle als rudimentärer Indikator, um die Stimmung im Goldsektor zu erfassen. Die letzten Wochen und Monate waren von Mittelabflüssen geprägt. Doch dieser Aderlass scheint nun beendet. In den letzten Tagen griffen Investoren wieder beherzt zu. Dieser Trend muss sich in den nächsten Wochen allerdings noch manifestieren. Sollte sich die Rückkehr der Gold-ETF-Investoren bestätigen, würde eine wesentliche Säule der letzten Goldpreisrallye zu alter Stärke zurückfinden. Die zweite Säule – die Käufe der Notenbanken - stand ohnehin auch während der zurückliegenden Korrektur.
Fazit / Goldpreis-Prognose bis Ende 2026
Der in der letzten Gold-Kommentierung an dieser Stelle thematisierte Countdown zur Trendwende respektive Rallye schreitet erbarmungslos voran. In den letzten Wochen waren die Chancen auf ein Comeback für Gold wohl nie größer. Momentum kehrt in den Markt zurück. Und dennoch muss das Edelmetall noch einige Klippen umschiffen, um eine nachhaltige Aufwärtsbewegung zu installieren. Aus charttechnischer Sicht sind es nunmehr die nächsten Widerstände bei 4.500 US-Dollar und 4.800 US-Dollar, die überwunden werden müssen.
Als Knackpunkt könnte sich die September-Sitzung des FOMC der Fed (15. / 16. September) erweisen. Bislang ging die Mehrheit der Marktakteure davon aus, dass die US-Notenbank an der Zinsschraube drehen wird. Nach dem gestrigen US-Arbeitsmarktbericht ist eine Zinserhöhung gar nicht mehr so „sicher“. Übersteht Gold den Fed-Termin ohne größere Blessuren, wäre wohl der Weg für ein goldenes Jahresfinale frei.
Dass Gold vor einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung stehen dürfte, deuten auch die Kursentwicklungen der Produzentenaktien an. Barrick Mining, Newmont Corp., Kinross Gold oder aber der fundamental exzellent aufgestellte kanadische Goldproduzent Agnico Eage Mines machen aktuell mächtig Dampf auf der Oberseite.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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