Comeback vertagt
XRP verpasst den Krypto-Rebound – Clarity Act wird zum Kursproblem
Bitcoin und Ethereum ziehen vor den US-Inflationsdaten an, während XRP zurückbleibt. Die Verschiebung des Clarity Acts belastet den XRP-Kurs.
- XRP bleibt hinter Bitcoin und Ethereum zurück
- Clarity-Act-Verschiebung belastet den XRP-Kurs
- US-Inflationsdaten könnten den Kryptomarkt antreiben
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XRP bleibt zum Wochenauftakt das Sorgenkind unter den großen Kryptowährungen. Während Bitcoin und Ethereum vor den US-Inflationsdaten am Mittwoch zulegen, kann XRP von der freundlicheren Stimmung am Kryptomarkt nicht profitieren.
Am Montagvormittag verliert XRP 0,35 Prozent und notiert bei 1,03 US-Dollar. Auf Wochensicht summiert sich das Minus damit auf 2,93 Prozent. Bitcoin hingegen steigt um 0,58 Prozent auf 65.188 US-Dollar und liegt damit innerhalb einer Woche 4,16 Prozent im Plus. Ethereum gewinnt 0,45 Prozent auf 1.925 US-Dollar und kommt auf ein Wochenplus von 4,23 Prozent.
Auch der Gesamtmarkt bewegt sich nach oben. Die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen steigt um 0,32 Prozent auf 2,22 Billionen US-Dollar.
ETF-Zuflüsse können XRP nicht retten
Laut SoSoValue verzeichneten XRP-ETFs bereits die vierte Woche in Folge Nettozuflüsse. Allerdings hat sich das Tempo drastisch abgeschwächt. In der letzten Woche brachen die Zuflüsse um 93 Prozent auf nur noch etwa eine Million US-Dollar ein. Bitcoin- und Ether-Fonds sammelten unterdessen Hunderte Millionen US-Dollar ein.
Wie stark der Preisverfall die ETF-Bilanzen belastet, zeigt der Canary Capital XRP ETF (XRPC). Laut einer bei der SEC eingereichten Quartalsmeldung sanken die Nettovermögenswerte von 322,82 Millionen US-Dollar Ende 2025 auf 241,17 Millionen US-Dollar zum 30. Juni 2026.
Im ersten Halbjahr verlor XRP 43,27 Prozent und fiel von 1,84 auf 1,04 US-Dollar. Für den Fonds bedeutete das nicht realisierte Wertverluste von insgesamt 159,7 Millionen US-Dollar.
Clarity-Act-Verschiebung bremst XRP aus
Ein zentraler Belastungsfaktor für XRP ist die Verschiebung des Clarity Act. Eine Abstimmung wird nun frühestens Mitte September erwartet. Damit verzögert sich die von Anlegern erhoffte regulatorische Klarheit in den USA.
Für Ripple ist das besonders relevant, da klare Regeln den Einsatz von XRP im institutionellen Zahlungsverkehr erleichtern und die Zusammenarbeit mit Banken und Finanzdienstleistern fördern könnten. Die Verzögerung nimmt XRP damit vorerst einen wichtigen möglichen Kurstreiber und trug primär zur jüngsten Schwäche bei.
US-Inflation könnte den nächsten Impuls liefern
Am Mittwoch um 14:30 Uhr MESZ stehen die US-Inflationsdaten für Juli an. Nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht vom Freitag haben die Sorgen nachgelassen, dass die Federal Reserve die Zinsen anheben müsse.
Fallen die Inflationszahlen ebenfalls marktfreundlich aus, könnte die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik Bitcoin, Ethereum und den gesamten Kryptomarkt weiter antreiben.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

