242 Prozent mehr für Anleger
Barrick gibt 1,5 Milliarden US-Dollar zurück – die Aktie stürzt trotzdem ab
Gewinn und Produktion steigen, Barrick kauft massiv eigene Aktien zurück. Trotzdem fällt die Aktie vorbörslich deutlich. Die Zahlen haben einen Haken.
- Gewinn steigt, Erwartungen verfehlt, Aktie fällt
- Produktion übertrifft Plan, Kosten steigen deutlich
- Barrick kauft Aktien zurück, Cashflow sinkt
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Die Aktie von Barrick Mining fällt nach den Quartalszahlen an der NYSE vorbörslich um zeitweise über 6 Prozent. Der Grund: Trotz kräftig gestiegener Gewinne verfehlte der Goldproduzent die Erwartungen. Barrick verdiente im zweiten Quartal bereinigt 0,82 US-Dollar je Aktie, Analysten hatten laut LSEG im Schnitt mit 0,88 US-Dollar gerechnet.
Dabei sehen viele Kennzahlen zunächst stark aus. Der Nettogewinn stieg um 50 Prozent auf 1,22 Milliarden US-Dollar, der bereinigte Gewinn um 70 Prozent auf 1,36 Milliarden US-Dollar. Der operative Cashflow legte um 28 Prozent auf 1,70 Milliarden US-Dollar zu. Rückenwind kam vor allem vom Goldpreis: Barrick erzielte im Quartal durchschnittlich 4.417 Dollar je Unze, 34 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Auch die Goldproduktion aus fortgeführten Aktivitäten entwickelte sich besser als zuvor geplant. Barrick förderte 796.000 Unzen und lag damit über der erwarteten Spanne von 730.000 bis 770.000 Unzen. Gegenüber dem Vorjahresquartal entsprach das einem Plus von acht Prozent. Gleichzeitig stiegen jedoch die Kosten deutlich. Die All-in Sustaining Costs erhöhten sich um elf Prozent auf 1.866 US-Dollar je Unze, die Produktionskosten um 20 Prozent auf 1.993 US-Dollar.
An die Aktionäre gab Barrick im Quartal 1,5 Milliarden US-Dollar zurück – 242 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Davon entfielen 1,2 Milliarden US-Dollar auf Aktienrückkäufe aus dem im Mai gestarteten 3-Milliarden-Dollar-Programm. Beim zurechenbaren freien Cashflow zeigte sich dagegen Schwäche: Er sank um 33 Prozent auf 141 Millionen US-Dollar.
Für das Gesamtjahr hält Barrick an seiner Prognose von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen Gold und 190.000 bis 220.000 Tonnen Kupfer fest. Die Produktion soll im zweiten Halbjahr steigen, wobei das vierte Quartal das stärkste werden dürfte. Die zurechenbaren Investitionen sollen nun bei 3,8 bis 4,2 Milliarden US-Dollar liegen.
Zusätzliche Milliarden kommen aus dem Geschäft mit Newmont: Der Rivale zahlt Barrick 1,95 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit Vermögenswerten des gemeinsamen Nevada-Goldgeschäfts und hat dem geplanten Börsengang der nordamerikanischen Goldaktivitäten zugestimmt. Der IPO soll weiterhin bis Ende 2026 erfolgen.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

