POLITIK/ROUNDUP

    189 Aufrufe 189 0 Kommentare 0 Kommentare

    Kabinett: Kein Alkohol mehr für 14-Jährige

    Für Sie zusammengefasst
    • Alkoholkonsum für Bier, Wein und Sekt erst ab 16
    • Reform soll Kinder- und Jugendhilfe neu ordnen
    • Verbände warnen vor Nachteilen bei Schulassistenz
    POLITIK/ROUNDUP - Kabinett: Kein Alkohol mehr für 14-Jährige

    BERLIN (dpa-AFX) - Für Konsum und Kauf von Bier, Wein und Sekt soll künftig eine strikte Altersgrenze von 16 Jahren gelten. Das Bundeskabinett billigte Pläne von Familienministerin Karin Prien (CDU), das "begleitete Trinken" von 14- und 15-Jährigen unter Aufsicht der Eltern abzuschaffen. Dies ist Teil einer Reform der Kinder- und Jugendhilfe, die Zuständigkeiten neu ordnen und Milliardenkosten dämpfen soll. Das berührt unter anderem Hilfen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Schulen. Sozialverbände befürchten Rückschritte.

    Die Streichung des "begleiteten Trinkens" hat inhaltlich wenig mit der Strukturreform zu tun, passte für Prien aber in den Gesetzentwurf, der jetzt in den Bundestag geht. Darin heißt es: "Die Ausnahmeregelung im Jugendschutzgesetz, die den Verzehr oder Erwerb alkoholischer Getränke durch 14- und 15-jährige Jugendliche in Begleitung einer personensorgeberechtigen Person erlaubt, wird gestrichen."

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu Anheuser-Busch InBev SA/NV!
    Long
    64,11€
    Basispreis
    0,53
    Ask
    × 12,99
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Short
    73,39€
    Basispreis
    0,50
    Ask
    × 14,38
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Präsentiert von
    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Ziel ist, Jugendliche besser vor Gesundheitsgefahren durch Alkohol zu schützen. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse unterstützten das 2025 knapp zwei Drittel der Erwachsenen.

    System "zukunftsfest aufstellen"

    Der gesamte, 56 Seiten starke Gesetzentwurf hat ein umfassenderes Ziel: Als erster Teil einer Strukturreform sollen die Pläne helfen, die Kinder- und Jugendhilfe insgesamt "zukunftsfest aufzustellen", wie das Familienministerium unterstreicht. "Hilfen sollen schneller und passgenauer bei den Familien ankommen, kommunale Strukturen gestärkt, und unnötige Bürokratie abgebaut werden."

    Das hat Auswirkungen auf viele Punkte von der Unterbringung in Pflegefamilien bis zur vereinfachten Altersfeststellung bei unbegleiteten ausländischen Minderjährigen. Am meisten Unruhe lösten jedoch vorab Neuerungen für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen aus. Sie haben bei Hilfebedarf Anspruch auf eine Assistenz in Kita oder Schule.

    Widerspruch vom SoVD

    Vorgesehen ist laut dem aktuellen Entwurf, dass dies möglichst als "Gruppenangebote" für mehrere Kinder und Jugendliche geleistet wird. Gibt es ein solches "infrastrukturelles Angebot" vor Ort nicht, "besteht weiter ein individueller Anspruch auf die Anleitung und Begleitung" als Einzelfallhilfe.

    Die Formulierung wurde im Vergleich zu einem früheren Entwurf neu gefasst, denn Fachleute hatten Vorbehalte geäußert. "Besonders kritisch sehen wir die Möglichkeit, Schulassistenz stärker gemeinsam für mehrere Kinder zu organisieren", sagte Michaela Engelmeier vom Sozialverband Deutschland der Deutschen Presse-Agentur. "Für manche Kinder kann eine gemeinsame Inanspruchnahme von Assistenz funktionieren." Das gelte aber nicht für Kinder mit komplexeren Behinderungen.

    Milliardenkosten im System

    Familienministerin Prien betonte, der individuelle Rechtsanspruch auf bedarfsgerechte Hilfen bleibe "uneingeschränkt bestehen". Doch erklärte die CDU-Politikerin auch, Familien müssten sich darauf verlassen können, auch künftig nötige Hilfen zu erhalten. "Dafür brauchen wir ein Unterstützungs- und Schutzsystem, das leistungsfähig, verlässlich und zugleich finanzierbar ist."

    Die Gesamtkosten für die Kinder- und Jugendhilfe sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts zuletzt deutlich gestiegen. 2024 gaben Bund, Länder und Gemeinden dafür 78,8 Milliarden Euro aus. Hilfen für behinderte Kinder und Jugendliche sind nur ein kleiner Teil. Zwei Drittel der Kosten entfielen der Statistik zufolge auf die Kindertagesbetreuung, ein weiteres Viertel auf Hilfen zur Erziehung, einschließlich der Unterbringung junger Menschen in Heimen, WGs oder Pflegefamilien.

    Priens Reform soll erklärtermaßen das ganze System einfacher, wirksamer und übersichtlicher machen. Einige Beispiele: Den Kommunen soll es ermöglicht werden, Hilfen über einen zentralen Ansprechpartner für junge Menschen mit Behinderungen zu organisieren. Das Verfahren zur Verteilung unbegleiteter ausländischer Minderjähriger und zur Altersfeststellung soll einfacher werden. Familien, die Unterstützung brauchen, sollen zunächst einfach zugängliche Angebote nutzen, bevor eine erzieherische Hilfe greift. Angebote wie Elternkurse, Beratungsstellen oder Familienfreizeiten sollen gestärkt werden./vsr/DP/mis

     

    Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Diageo Aktie

    Die Diageo Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von 0,00 % und einem Kurs von 20,49 auf Tradegate (12. August 2026, 13:39 Uhr) gehandelt.

    Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Diageo Aktie um - verändert. Der Gewinn auf 30 Tage beträgt -.







    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen

    Verfasst von dpa-AFX
    wallstreetONLINE bei Google bevorzugen.Sie erhalten mehr Inhalte von uns in Ihren Suchergebnissen
    POLITIK/ROUNDUP Kabinett: Kein Alkohol mehr für 14-Jährige Für Konsum und Kauf von Bier, Wein und Sekt soll künftig eine strikte Altersgrenze von 16 Jahren gelten. Das Bundeskabinett billigte Pläne von Familienministerin Karin Prien (CDU), das "begleitete Trinken" von 14- und 15-Jährigen unter Aufsicht der …

    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero