Diese Zahlen überzeugen!
RWE stockt Investitionen auf, Analysten sehen weiteres Potenzial
RWE steckt durch den Einstieg bei Amprion deutlich mehr Geld in Netze und Wachstum. Die Essener bestätigen starke Halbjahreszahlen, Jefferies sieht bei einem Kursziel von 68 Euro klar Luft nach oben.
- RWE steigert Investitionen in Netze und Wachstum
- Halbjahresgewinn steigt deutlich und bestätigt Ziele
- Jefferies sieht 18 Prozent Kurspotenzial für RWE
- Report: KI braucht Strom
Der Energieriese RWE hat seine Halbjahreszahlen am Donnerstag bestätigt. Das bereinigte Ebitda kletterte im ersten Halbjahr um 44 Prozent auf gut 3 Milliarden Euro, das bereinigte Nettoergebnis legte um fast 60 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro zu.
Für das laufende Jahr plant RWE nun mit Nettoinvestitionen von 9 bis 11 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag zur Vorlage des Halbjahresberichts in Essen mitteilte. Bislang hatte das Management 6 bis 8 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
Vor rund zwei Wochen hatte RWE bereits die Gewinnziele für 2026 und 2027 angehoben. Für das laufende Jahr rechnet das Management nun mit einem bereinigten operativen Gewinn zwischen 5,75 und 6,35 Milliarden Euro sowie einem Nettoergebnis von 1,95 bis 2,45 Milliarden Euro. 2027 sollen operativer Gewinn und Nettoergebnis auf 6,7 bis 7,3 Milliarden respektive 2,2 bis 2,7 Milliarden Euro steigen.
Die Investmentbank Jefferies bestätigte ihr Kaufvotum mit einem Kursziel von 68 Euro, was gegenüber dem Schlusskurs vom Vortag ein Potenzial von 18 Prozent bedeutet. Die Analysten verweisen darauf, dass die Gewinnprognose für 2026 und 2027 auf den Rohstoffpreisen von Ende Juni basiere und damit angesichts der aktuellen Marktlage sogar noch Luft nach oben lasse. Zusätzliches Potenzial sehen sie in der Vermarktung von Grundstücken, zwei Vereinbarungen mit Rechenzentrumsbetreibern stünden kurz vor dem Abschluss.
Die DZ-Bank sieht ebenfalls mehrere vielversprechende Gewinn- und Kurstreiber für RWE. "Der gesetzte Fokus auf den boomenden US-Markt und Batteriespeicher, die vielen sich bereits im Bau befindlichen Projekte, die Offshore-Wind-Pipeline in UK sowie das Thema Rechenzentren an alten Kraftwerksstandorten sind die Grundlage für unseren Optimismus", schreibt Analyst Werner Eisenmann. "Infolge einer steigenden Volatilität des Stromangebots ergeben sich zusätzliche Ertragsmöglichkeiten."
An der Börse kam die Nachricht gut an, RWE-Aktien legten am Donnerstagmorgen rund ein Prozent zu. Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von mehr als 25 Prozent zu Buche, wobei das Papier im April mit 62 Euro sein Jahreshoch markierte und danach bis unter 55 Euro zurückfiel. Zuletzt bewegte sich die Aktie seitwärts, am Donnerstag kostete ein RWE-Schein 58,20 Euro.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die RWE Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,55 % und einem Kurs von 58,08EUR auf Tradegate (13. August 2026, 10:55 Uhr) gehandelt.

