Drohnen-Aktie mit Potenzial
+112 Prozent in diesem Jahr und das soll erst der Anfang sein!
Die Aktie von Unusual Machines hat sich 2026 bereits mehr als verdoppelt. Trotzdem glaubt Piper Sandler, dass "die eigentliche Wachstumsstory gerade erst begonnen hat." Das bedeutet noch viel Spielraum nach oben.
- Kursverdopplung, Analysten sehen weiteres Potenzial
- US-Produktion stärkt Position im Drohnenmarkt
- Umsatz wächst rasant, doch Verluste bleiben bestehen
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Unusual Machines ist genau dort positioniert, wo Washington in den kommenden Jahren Milliarden US-Dollar investieren will: in einer heimischen Lieferkette für Drohnen. Das Unternehmen aus Orlando produziert zentrale Komponenten für unbemannte Flugsysteme, darunter Motoren und weitere Bauteile, und will sich damit als amerikanische Alternative zu chinesischen Zulieferern etablieren.
Noch ist Unusual Machines klein. Das Unternehmen beschäftigt gerade einmal rund 240 Mitarbeiter. Gleichzeitig sollen bis Jahresende rund 100.000 Quadratfuß Produktionsfläche in den USA zur Verfügung stehen. Nach Angaben von Piper Sandler konnte sich Unusual Machines zudem bereits bei einem Großteil der ausgewählten Teilnehmer des US-Programms zur "Drone Dominance" als Zulieferer positionieren.
An der Börse ist die Geschichte längst angekommen: Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 112 Prozent zugelegt, auf Sicht von zwölf Monaten beträgt das Plus sogar etwa 160 Prozent.
Umsatz explodiert um fast 700 Prozent
Die jüngsten Zahlen zeigen, warum Anleger plötzlich so viel Wachstum einpreisen. Im zweiten Quartal sprang der Umsatz von 2,12 auf 16,72 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von fast 690 Prozent. Unter dem Strich schrieb Unusual Machines allerdings weiterhin rote Zahlen: Der Nettoverlust erhöhte sich von 6,96 auf 7,78 Millionen US-Dollar. Der Verlust je Aktie verringerte sich trotzdem deutlich von 0,32 auf 0,16 US-Dollar.
Noch eindrucksvoller fällt der Vergleich für das erste Halbjahr aus. Der Umsatz stieg von 4,17 auf 24,82 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig drehte das Unternehmen unter dem Strich einem Verlust von 10,23 Millionen US-Dollar auf einen Gewinn von 2,5 Millionen US-Dollar.
Piper Sandler: "Noch ganz am Anfang"
Trotz der Kursrally sieht Piper Sandler weiteres erhebliches Potenzial. Die Investmentbank startete die Beobachtung der Aktie mit "Overweight" und einem Kursziel von 38 US-Dollar. Gegenüber dem Referenzkurs entsprach das einem Aufwärtspotenzial von 46 Prozent.
Analyst Clarke Jeffries hält Unusual Machines trotz der bisherigen Fortschritte für ein Unternehmen, das sich noch "ganz am Anfang seiner Entwicklung" befindet. Der entscheidende Kurstreiber ist dabei nicht nur die allgemein steigende Nachfrage nach Drohnen. Die USA wollen ihre Abhängigkeit von chinesischen Komponenten massiv reduzieren.
Washington baut eine neue Drohnenindustrie
Die US-Regierung treibt die heimische Produktion von Drohnen und Komponenten inzwischen politisch voran. Gleichzeitig werden chinesische Bauteile zunehmend aus sensiblen Lieferketten gedrängt.
Das Pentagon hat bereits ein milliardenschweres Programm zum Ausbau der amerikanischen Drohnenproduktion gestartet. Neue Vorgaben verlangen bei künftigen militärischen Programmen verstärkt Komponenten aus zugelassenen beziehungsweise heimischen Lieferketten.
Genau hier sieht Piper Sandler den großen Vorteil von Unusual Machines: Wer bereits heute Motoren und andere Basiskomponenten in den USA produziert, könnte bei kommenden Pentagon-Aufträgen eine bevorzugte Ausgangsposition besitzen.
Sechs Analysten – sechs Kaufempfehlungen
Piper Sandler steht mit seiner positiven Einschätzung nicht allein. Nach den vorliegenden LSEG-Daten beobachten derzeit sechs Analysten Unusual Machines – und alle sechs empfehlen die Aktie zum Kauf. Die Kursziele reichen von 30 bis 45 US-Dollar.
Damit sehen die Experten trotz der bereits enormen Rally weiterhin deutliches Kurspotenzial. Aus den genannten Kurszielen ergibt sich – abhängig vom aktuellen Aktienkurs – ein Potenzial in der Größenordnung von rund 50 Prozent.
Mein Tipp; Aus Drohnen werden Verbrauchsgüter moderner Armeen
Der vielleicht wichtigste Punkt der Investmentstory liegt aber jenseits einzelner Quartalszahlen. Drohnen entwickeln sich für moderne Streitkräfte immer stärker zu einem unverzichtbaren Verbrauchsgut. Aufklärung, Angriffe, elektronische Kriegsführung und Logistik werden zunehmend durch unbemannte Systeme ergänzt. Gleichzeitig zeigt der Krieg in der Ukraine, wie schnell Drohnen verloren gehen und ersetzt werden müssen.
Damit könnte nicht nur ein Markt für einige wenige Hightech-Fluggeräte entstehen, sondern eine riesige industrielle Lieferkette für Motoren, Elektronik, Kameras, Funktechnik und andere Komponenten.
Unusual Machines hat sich in diesem Wachstumsmarkt früh positioniert. Noch ist das Unternehmen klein und die Aktie nach der Kursverdopplung entsprechend spekulativ. Gelingt es jedoch, aus den ersten Kundenbeziehungen große Serienaufträge zu machen, könnte Unusual Machines zu einem bedeutenden Zulieferer der amerikanischen Drohnenindustrie heranwachsen.
Piper Sandler hält genau das offenbar für möglich. Und die übrigen fünf Analysten, die die Aktie beobachten, sehen es ähnlich. Für Anleger, die den Drohnenboom über einen hochspekulativen Einzelwert im Depot spielen wollen, gehört Unusual Machines deshalb mindestens auf die Watchlist.
Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge
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Die Unusual Machines Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,78 % und einem Kurs von 27,24USD auf NYSE Arca (14. August 2026, 02:04 Uhr) gehandelt.


