Vor KI-Schub?
Diese Daten-Aktie könnte jetzt durchstarten
Die Bank of America schraubt ihr Kursziel für MongoDB kräftig nach oben. Vor allem der KI-Boom könnte der Aktie jetzt weiteren Rückenwind verleihen.
- Bank of America hebt Kursziel auf 540 Dollar
- KI-Boom stärkt MongoDBs dynamische Datenbanken
- PostgreSQL-Sorgen wichen nach 86 Prozent Kursplus
- Report: KI braucht Strom
Die Euphorie rund um künstliche Intelligenz konzentriert sich an der Börse häufig auf Chiphersteller und große Cloud-Konzerne. Doch Bank of America sieht auch bei einem weniger offensichtlichen KI-Profiteur erhebliches Potenzial: MongoDB.
Die Analysten der US-Bank bekräftigten ihre Kaufempfehlung für die Aktie des Datenbankspezialisten und erhöhten ihr Zwölf-Monats-Kursziel von 450 auf 540 US-Dollar.
Analyst Koji Ikeda erwartet, dass MongoDB einen "bedeutenden Anteil" der zukünftigen KI-Workloads gewinnen kann.
KI-Anwendungen verändern die Anforderungen an Datenbanken
Im Zentrum der optimistischen Einschätzung steht der rapide wachsende Datenbedarf moderner KI-Anwendungen. Diese müssen nicht nur große Datenmengen verarbeiten, sondern Informationen teilweise in Echtzeit abrufen, speichern und kontinuierlich verändern.
Genau hier sieht Bank of America eine Stärke von MongoDB. Nach Einschätzung der Analysten eignet sich die Plattform besonders für große und dynamische Anwendungen, die Skalierbarkeit, flexible Datenstrukturen und transaktionale Daten in Echtzeit benötigen.
Damit könnte MongoDB von einem Teil des KI-Booms profitieren, der an der Börse bislang kaum eingepreist ist. Je mehr Unternehmen KI-Produkte entwickeln und in bestehende Systeme integrieren, desto wichtiger wird die Frage, wie die dafür benötigten Daten organisiert und verarbeitet werden.
PostgreSQL-Sorgen setzte der Aktie massiv zu
Sorgen vor einer wachsenden Konkurrenz durch PostgreSQL hatten die MongoDB-Aktie zeitweise stark unter Druck gesetzt. Laut Ikeda befürchteten viele Anleger, dass das kostenlose Open-Source-Datenbanksystem MongoDB zunehmend Marktanteile abnehmen könnte. Im ersten Quartal brach die Aktie daraufhin um mehr als 40 Prozent ein.
Seit dem 31. März ist die MongoDB-Aktie laut FactSet jedoch um rund 86 Prozent gestiegen und hat damit einen Großteil der vorherigen Verluste wieder aufgeholt.
Die Bank of America hält die Sorgen vor PostgreSQL für überzogen. Zwar könne der Konkurrent insbesondere bei einfacheren Anwendungen Boden gutmachen. Für Ikeda liegt der entscheidende Wettbewerb jedoch bei großen, komplexen und sich kontinuierlich verändernden KI-Anwendungen. Genau dort sieht der Analyst MongoDB aufgrund seiner Skalierbarkeit und Flexibilität klar im Vorteil.
Wall Street bleibt überwiegend bullish
Bank of America steht mit ihrer positiven Einschätzung nicht allein da. Laut LSEG empfehlen 35 von 43 Analysten die MongoDB-Aktie zum Kauf oder stufen sie mit "Strong Buy" ein.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

