Es bräuchte Billionen
Bitcoin-Schockprognose – Warum die 1-Million-Dollar-Wette nicht aufgeht
Die Hoffnung auf den ganz großen Bitcoin-Knall auf eine Million US-Dollar hält Markus Thielen für überzogen. Selbst 100.000 US-Dollar wären bereits ein großer Erfolg.
- Eine Bitcoin-Million hält Thielen für unrealistisch
- Für 100.000 US-Dollar wären 15 Billionen nötig
- Millionenprognosen schüren falsche Erwartungen
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Während andere Krypto-Befürworter einen Bitcoin-Kurs von einer Million US-Dollar bis 2030 für möglich halten, kommt Markus Thielen von 10x Research zu einem völlig anderen Ergebnis.
Gegenüber Cointelegraph erklärt er, dass so ein Bitcoin-Kurs "mathematisch völlig unrealistisch" sei. Seine Berechnungen zeigen, dass Bitcoin für eine solche Rallye zusätzliche Kapitalzuflüsse von rund 15 Billionen US-Dollar benötigen würde. Selbst die Marke von 100.000 US-Dollar hält der Analyst unter den aktuellen Bedingungen bereits für einen großen Erfolg.
Bitcoin notiert am Montagnachmittag bei 63.495 US-Dollar – selbst die Marke von 100.000 US-Dollar liegt damit noch 57,49 Prozent entfernt.
Für die Bitcoin-Million wären 15 Billionen US-Dollar nötig
Nach Thielens Berechnung waren über einen Zeitraum von 15 Jahren insgesamt etwa eine Billion US-Dollar an Kapitalzuflüssen notwendig, um Bitcoin auf seine heutige Größenordnung zu bringen.
Für einen Anstieg auf eine Million US-Dollar je Bitcoin bis 2030 wären von diesem Niveau aus weitere 15 Billionen US-Dollar an frischem Kapital erforderlich. Das entspräche ungefähr einem Viertel des gesamten US-Aktienmarktes, das innerhalb von nur vier Jahren in einen einzigen Vermögenswert fließen müsste.
Selbst 100.000 US-Dollar wären bereits ein großer Erfolg
Für die nähere Zukunft fällt Thielens Einschätzung deutlich vorsichtiger aus. Anleger sollten seiner Ansicht nach nicht automatisch davon ausgehen, dass Bitcoin dieselben Erholungsmuster wie in vergangenen Zyklen wiederholen kann.
Eine Rückkehr auf 100.000 US-Dollar bezeichnete er bereits als "großen, großen Erfolg". Ein neues Allzeithoch sieht der Analyst vorerst nicht in Reichweite.
Ganz ausschließen will Thielen die Bitcoin-Million langfristig allerdings nicht. Dafür wäre jedoch seiner Einschätzung nach ein extremes Szenario erforderlich – etwa eine schwere Kreditkrise oder ein umfassender Zusammenbruch des bestehenden Finanzsystems.
Millionen-Prognosen wecken falsche Erwartungen
Damit widerspricht Thielen bekannten Krypto-Bullen wie Coinbase-Chef Brian Armstrong, Twitter-Mitgründer Jack Dorsey und ARK-Invest-Chefin Cathie Wood, die Bitcoin langfristig auf die Marke von einer Million US-Dollar steigen sehen. Solche spektakulären Kursziele sorgen laut Thielen zwar für große Aufmerksamkeit, könnten bei Privatanlegern jedoch unrealistische Erwartungen an künftige Renditen wecken.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Bitcoin wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,17 % und einem Kurs von 63.572USD auf CryptoCompare Index (17. August 2026, 14:23 Uhr) gehandelt.

