Nach vier Jahren Streit
Apple unter Druck: Deutschland erzwingt Änderungen beim iPhone-Tracking
Apple ändert nach Druck des Bundeskartellamts seine Tracking-Regeln. Das Verfahren endet nach vier Jahren, die neuen Vorgaben gelten unter Aufsicht.
- Apple ändert Tracking-Regeln nach Kartellamtsdruck
- Zustimmungsabfragen werden einheitlich gestaltet
- Neue Vorgaben gelten sieben Jahre unter Aufsicht
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Apple wird nach einer kartellrechtlichen Überprüfung durch das Bundeskartellamt die Regeln für Zustimmungsabfragen zur Nutzung personenbezogener Daten für personalisierte Werbung auf iPhones und iPads ändern. Im Rahmen der verbindlichen Zusagen wird Apple die Zustimmungsabfragen für eigene und Drittanbieter-Angebote angleichen, potenziell abschreckende Elemente entfernen und App-Herausgebern mehr Flexibilität bei der Kombination von Zustimmungsanfragen einräumen.
Das Bundeskartellamt erklärte, die Änderungen würden Bedenken ausräumen, dass Apples Regeln die eigenen Angebote bevorzugen und Drittanbieter-App-Herausgeber benachteiligen könnten. Apple habe vier Monate Zeit, die Änderungen umzusetzen, die sieben Jahre lang unter unabhängiger Überwachung gelten würden.
Das deutsche Verfahren, das im Jahr 2022 begonnen hatte, sei nun abgeschlossen, heißt es in dem Bericht. Apple hat auf die Anfrage von des US-Medienunternehmens MT Newswires nach einer Stellungnahme nicht umgehend reagiert.
Der Streit um Apples Tracking-Regeln zieht sich bereits seit mehreren Jahren hin. Das Bundeskartellamt hatte das App Tracking Transparency Framework im Juni 2022 ins Visier genommen und 2025 vorläufig festgestellt, dass Apple mit seinen Einwilligungsregeln eigene Angebote gegenüber Drittanbieter-Apps bevorzugen könnte. Daraufhin legte der Konzern Änderungsvorschläge vor, die anschließend einem Markttest unterzogen wurden. Auch außerhalb Deutschlands steht Apple wegen seiner Tracking-Regeln unter regulatorischem Druck. Frankreich verhängte 2025 bereits eine Geldbuße von 150 Millionen Euro, auch Italien ging gegen den Konzern vor. Mit den nun verbindlich zugesagten Änderungen beendet Apple zumindest das deutsche Verfahren nach rund vier Jahren.
Die Aktie von Apple ist am Montag (14:30 Uhr, MESZ) auf Tradegate 0,28 Prozent im Plus. Ein Anteilsschein kostet 265,05 Euro.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
Die Apple Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,08 % und einem Kurs von 264,5USD auf Tradegate (17. August 2026, 14:42 Uhr) gehandelt.

